Montag, 14. Januar 2013

Die Klumpert-Diät.

Das Kind muss ja irgendeinen Namen haben, deshalb heißt es ab jetzt Klumpert-Diät *

Nachdem ich hier geäußert habe, dass ich heuer jede Woche 10 Dinge, die ich nicht (mehr) brauche, loswerden möchte, will ich mein Vorhaben mal näher definieren. Meine Freundin E. findet die Anzahl "ehrgeizig" und würde 5 Dinge schon für einen Erfolg halten. Ja, eh. Vielleicht geht mir auch das Zeug aus, bevor das Jahr um ist. 

Sie hat mich außerdem gefragt, wie ich denn genau vorgehen werde, ob ich zum Beispiel auch leere Zahnpastatuben zu den 10 Dingen zählen würde. Also nein, das nicht. Ich zähle nicht den täglichen Abfall dazu, oder Dinge, die ich sofort wieder ersetzen muss. Es soll ja wirklich weniger Zeug in meiner Wohnung werden.

Folgende Dinge werden weggegeben (ausgemistet/entsorgt/verschenkt/ev. verkauft) und gezählt:
  • Dinge, die ich nicht mehr brauche.
  • Dinge, die ich nie oder nur sehr selten benutzt habe.
  • Dinge, die ich "nur so für den Fall" aufgehoben habe (und der "Fall" bisher nicht eingetroffen ist).
  • Dinge, die mir nicht gefallen. (Gibt es kaum mehr, weil ich die bei der Übersiedlung schon fast alle entsorgt habe)
  • Dinge, die nicht mehr passen. (Kleidung, Schuhe)
  • Dinge, die nicht so funktionieren, wie ich das will.
  • Fehlkäufe. (zB Kosmetik, die angebrochen herumsteht, aber nicht benutzt wird. Auch wenn's teuer war!)
  • Kaputte Dinge, die ich nicht wieder ersetzen werde.

Schwierig wird es werden, Dinge wegzugeben, die einen sentimentalen Wert haben. Ich habe viele solche Dinge. Meist sind es zum Glück nur Kleinigkeiten, aber sie füllen doch einige Kartons und jedesmal wenn ich die Kartons im Regal stehen sehe, ärgere ich mich über den Platz, den sie wegnehmen. Diese Gegenstände auf ein (für mich) akzeptables Maß zu verringern wird eine besonders schwierige Aufgabe werden. Ich fürchte mich jetzt schon.

Ebenso entsorgen will ich virtuelle Dinge. Diese nehmen zwar keinen realen Platz ein, können aber trotzdem eine Belastung darstellen. So habe ich zum Beispiel tausende Fotos, die teilweise doppelt vorhanden sind oder aber von schlechter Qualität, und die den Speicherplatz meiner Festplatte belegen - die Fotodateien auszumisten wird eine umfangreiche Angelegenheit werden. 
Im Feedreader sind immer zu viele Blogs abonniert. In meinem E-Mail-Postfach landen immer wieder Newsletter, die ich eigentlich abbestellen möchte. Auf meiner externen Festplatte befinden sich Uralt-Dateien (teilweise sogar mehrfach gesichert im Laufe der Jahre!), die kein Mensch mehr braucht. usw. usf.
Diese virtuellen Dinge lassen sich natürlich nicht so einfach zählen, da muss ich mir eine Bewertung einfallen lassen. 

Spezielle Überlegungen:
Bücher. Davon habe ich ja viele, obwohl ich regelmäßig welche weggebe. Das werde ich auch weiterhin tun. Ich überlege allerdings noch, ob ich die Bücher mitzählen werde, da ich ja auch immer wieder neue kaufe.
Meine Schallplattensammlung. Sie nimmt zuviel Platz ein (5 "Abteile" im Expedit) und ich habe nicht mal mehr einen Plattenspieler. Ich habe überlegt, sie zu verkaufen. Diese Schallplatten sind mir aber wesentlich mehr wert, als ich dafür an Geld bekommen würde. Weil ich den Platz aber für andere Dinge brauche, werde ich sie bei der nächsten Gelegenheit "auslagern". Sie sind dann zwar aus meiner Wohnung weg, aber immer noch in meinem Besitz und zählen deshalb nicht.
Papierkram. Ungeordnete Unterlagen stellen eine große Belastung für mich dar und ich schiebe diese lästige Arbeit schon lange vor mir her. Mit dem Resultat, dass der Papierberg immer größer wird. Da ist sicher einiges zum Wegwerfen dabei, wie ich das genau zählen werde, muss ich mir noch überlegen. (Sicher nicht jedes Blatt einzeln.)


Klumpert (oder auch Glumpert geschrieben, ausgesprochen wird es auf jeden Fall: "glumpad") ist ein österreichisches Wort für Krimskrams, Zeugs, Krempel. 
In einigen Regionen bezeichnet Klumpert etwas fehlerhaftes, kaputtes (z.B. ein techn. Gerät, das nicht einwandfrei funktioniert). 
Klumpert muss nicht zwangsweise wertlos sein, auch wenn oft Ramsch/ Plunder damit gemeint ist.

Für mich ist Klumpert eine Mischung aus all dem. Es ist das Zeug, das ich habe, es ist der Krimskrams, den ich eigentlich nicht brauche, es ist der Krempel, der weg muss und es sind die Dinge, die für jemand anderen vielleicht noch wertvoll sein können. 


Kommentare:

  1. Ich find die Idee richtig gut und plane das während meines Umzugs auch zu machen - allerdings nicht so konsequent wie du... Trotzdem möchte ich soviel an Unnützem loswerden, wie nur irgend möglich.

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    1. Naja, ob ich konsequent bleibe, wird sich erst zeigen *lach*

      Ein Umzug ist natürlich eine super Gelegenheit, die du nützen kannst. Fange am besten schon vorher an mit dem Aussortieren und nimm nichts mit in die neue Wohnung, was du nicht mehr haben willst.
      Man ist ja dazu verleitet, verschiedene Dinge doch noch mitzunehmen und dann "vorerst" mal im Keller (oder anderswo) zwischenzulagern, bevor man sie dann endgültig weggibt. Und das passiert dann niemals. Ich weiß es, ich spreche aus Erfahrung. Bei mir im Keller steht nämlich noch so ein Umzugskarton, der eigentlich längst weg sein sollte. Seit fast 1,5 Jahren. Tja...

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  2. Ausmisten ist wirklich befreiend, habs ja selbst ein Jahr lang durchgehalten. Für welchen Zeitraum hast du die Klumpert-Diät (cooler Name übrigens ;-)) geplant?

    LG
    Sabine

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    1. Ja, ich weiß, Sabine, ich kann mich an deine Posts erinnern! Brav warst! ;-)
      Geplanter Zeitraum ist "heuer".
      Mal sehen, ob mir zuerst die Luft oder das Klumpert ausgeht.

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  3. Ich mag das Wort "Klumpert-Diät" auch sehr :)
    Ich bin momentan auch dabei auszumisten, zähle aber nicht alles einzeln. Zwei große Säcke sind schon weg.

    LG
    Jai

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    1. Ich weiß eh nicht, wie lange ich das mit dem Durchzählen aushalten werde...
      Zwei große Säcke schon? Nicht schlecht! ;-)

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