Freitag, 31. August 2012

Endlich ist er da!

Jaja, ich weiß, das ist jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber ich hab mich heute wirklich gefreut als ich meinen Briefkasten ausgeräumt habe. Denn da lag er. Druckfrisch und diesmal fast quadratisch. Der neue IKEA-Katalog. Dem Liebsten musste ich auf die Finger klopfen, weil er ihn sich als Erster schnappen wollte. Nicht mit mir! 
Ich bin seit Jahren bekennender IKEA-Fan. Wenn man - so wie ich - öfters umzieht, sind zerlegbare und variable Möbel einfach eine praktische Sache. Teile meines Ivar-Regals sind schon zwanzig Jahre alt. Einer meiner Edelstahl-Kochtöpfe auch. Und meine Teller, deren einfaches Design ich nach wie vor liebe. 
Leider hat der neue Katalog schon wieder ein anderes Format. Das finde ich ein wenig lästig, weil ich die Kataloge seit dem Jahr 1990 sammle und der hier schon wieder nicht zum Stapel dazupasst. Dafür hab ich aber schon mein Lieblingsteil gefunden und werde es mir demnächst live ansehen, das würde nämlich gut in meine Küche passen. Und ich hab da ja noch diese Gutschrift vom Matratzenumtausch...

Dienstag, 28. August 2012

Foto-Love-Story: African Flower

Über diese hübschen Sechsecke - das Muster nennt sich "African Flower" -  bin ich in letzter Zeit so oft gestolpert, dass ich endlich auch selber welche häkeln wollte. Was daraus mal wird, steht noch nicht fest. Eine Decke eher nicht, denn nach dem Babette-Monster-Projekt werde ich wieder ein paar kleinere Dinge fertigen.

Es gibt natürlich bereits Anleitungen und Schritt-für-Schritt-Tutorials online zu finden, für jene, die das Muster gerne nachhäkeln möchten ohne danach suchen zu müssen (und mühsam die amerikanischen Bezeichnungen übersetzen), hier die einzelnen Schritte:
1. Runde: 5 Luftmaschen häkeln und zu einem Ring schließen (Alternativ: Magic Ring, den mache ich lieber)
2. Runde: in den Luftmaschen- oder Fadenring jeweils 2 Stäbchen und 1 Luftmasche abwechselnd häkeln (insgesamt 6x)
3. Runde (mit der zweiten Farbe): in jedes durch die Luftmasche entstandene Loch der letzten Reihe 2 Stäbchen-1 Luftmasche-2 Stäbchen häkeln
4. Runde: in jedes durch die Luftmasche der vorhergehenden Reihe entstandene Loch 7 Stäbchen häkeln
5. Runde (mit der 3. Farbe): auf jedes Stäbchen der letzen Reihe eine feste Masche häkeln und danach ein Stäbchen, dieses wird 2 Reihen tiefer gestochen
6. Runde (mit der 4. Farbe): auf jede Masche der letzten Reihe ein Stäbchen häkeln, jedoch in die mittlere feste Masche des "Blütenblattes" 1 Stäbchen-1 Luftmasche-1 Stäbchen (dadurch entstehen die Ecken)
(in der Anleitung nicht erwähnt: am Anfang der Runde das erste Stäbchen durch 2 od. 3 Luftmaschen ersetzen, das Ende jeder Runde mit einer Kettmasche schließen)
Wem die geschriebene Anleitung zu verwirrend ist, für den habe ich auch noch eine Häkelschrift gezeichnet. Mit dieser "Symbolsprache" habe ich häkeln gelernt, anscheinend ist diese im englischen Sprachraum jedoch wenig verbreitet, denn ich finde auf den meisten Websites nur die schriftlichen Anleitungen, die ich allerdings ziemlich mühsam finde. Auch in (übersetzten) Häkelheften und Häkelbüchern finde ich leider immer öfter nur die schriftlichen Anleitungen. Ich habe mir beim Zeichnen der Häkelschrift alle Mühe gegeben, es ist aber leider trotzdem ein wenig schief geworden, man möge mir das bitte nachsehen. ;-)

Dienstag, 21. August 2012

Foto-Love-Story: meine Version der "Babette Blanket"

Heuer im April habe ich via Online-Flohmarkt ein großes Paket Baumwollgarn erstanden, insgesamt über 50 Knäuel in den Farben weiß, schwarz, hellblau und hellgrau. Eigentlich wollte ich damit eine Zick-Zack-Streifen-Decke häkeln, auf der Suche nach Inspirationen bin ich dann aber über die Babette Blanket gestolpert, und ich war hingerissen. Die sollte es werden! Obwohl die anderen Decken allesamt sehr bunt sind, war ich sicher, dass ich sie auch mit einer beschränkten Farbauswahl machen könnte. 
Die Babette Blanket wurde in der Frühjahrsausgabe 2006 des Interweave Häkelmagazins vorgestellt und begeistert seither Häkelwütige rund um den Erdball. Ein Muster braucht man dafür allerdings nicht wirklich, wenn man einfache Grannies (aus Stäbchen und Luftmaschen) häkeln kann, ist man schon dabei. Das Original hat Designerin Kathy Merrick aus Merino-Wolle gehäkelt, man kann aber auch gut jede andere Wolle verwenden, zum Beispiel Reste, die man zuhause hat. Oder eben Baumwollgarn, was mir am liebsten ist. (und nicht so teuer wie Merino-Wolle...)
Mitte Juni habe ich mit der Decke begonnen und nun ist sie fertig, aber seht selbst:

Die Babette besteht aus unterschiedlich großen Quadraten.
Hier sind meine ersten zu sehen,  mit jeweils 3, 6 und 9 Runden.
 Später habe ich noch größere Quadrate
mit 12 und 15 Runden hinzugefügt.


Die Sammlung wächst und darf es sich zwischendurch im Körbchen
bequem machen...

Endlich alle Quadrate beisammen. Das Arrangieren derselben
hat sich als Aufgabe entpuppt, die einen ganzen Abend in Anspruch
genommen hat.

Nächste Herausforderung: die Art des Zusammenfügens.
Die Original-Babette wurde zusammengenäht wie auf diesem Foto,
und auch die meisten anderen haben es so gemacht.
Bei meiner minimalistischen Farbauswahl hat das allerdings
eher fad ausgesehen und es hat mir nicht gefallen.

Ein bisschen bunt kann nicht schaden, dachte ich mir und nach ein
wenig Hin-und-Her-Probieren habe ich diese Variante gewählt:
die einzelnen Quadrate wurden auf der Vorderseite sichtbar mit
festen Maschen in einer Kontrastfarbe zusammengehäkelt.

Auf der Rückseite waren dadurch aber (gezählte!) 222 Fäden
 zu vernähen. *seufz*
Hier auf dem Foto sieht man außerdem einen schwarzen Rand, den
ich aber später wieder aufgetrennt habe, weil mir das so nicht gefiel.

Ta-Dah! Das gute Stück in voller Größe.
(Für das Foto musste ich auf einen Sessel steigen...)

Und auch die Rückseite kann sich sehen lassen, weil ich die Fäden
so hübsch vernäht habe. :)

Material:
Baumwollgarn "Mayflower 8" in den Farben Weiß, Schwarz, Hellblau und Hellgrau
insgesamt 19 Knäuel (à 50g, Lauflänge 170m)
Baumwollgarn in Purpur, keine Markenbezeichnung (im Vorjahr beim Hofer gekauft), 3 Knäuel (à 50g, Lauflänge 125m)
Baumwollgarn in Rosa (aus meinem Fundus, keine Schleife mehr vorhanden), 1 Knäuel (à 50g, Lauflänge 125m)
Materialkosten (bei ca. 2€ je Knäuel): € 46,-
Größe der Decke: 110x140cm
vernähte Fäden: ca. 880

Mittwoch, 1. August 2012

[ausgelesen] Shades of Grey - Geheimes Verlangen

Roman (Teil 1 einer Trilogie)
Autor: E.L.James
Verlag: Goldmann (2012)
OT: Fifty Shades of Grey
(gelesen als ebook auf Deutsch)



Klappentext:
Den Klappentext werde ich mir schenken, der Inhalt ist durch den Medienhype hinlänglich bekannt. Falls nicht, bitte HIER nachlesen (Link zu Amazon). An dieser Stelle finden sich zum heutigen Tage auch bereits 356 teilweise äußerst unterhaltsame Rezensionen.

Meine Meinung:
Endlich fertig damit! 600 Seiten waren schon lang nicht mehr so lange...
Ich habe versucht, möglichst neutral und unvoreingenommen an das Buch heranzugehen, wie man HIER nachlesen kann, ja, ich habe mit mir gerungen, ob ich es überhaupt lesen soll. Die Neugier hat gesiegt, wie man HIER nachlesen kann, wurde aber relativ rasch von der Langeweile abgelöst, wie man HIER und HIER nachlesen kann. Nachdem ich mich gestern abend durch weitere drei Kapitel gequält habe, hab ich mir heute ein Herz gefasst und die Sache beendet. Damit ich morgen in aller Ruhe in mein verlängertes Wochenende gehen kann...
Nachfolgend findet ihr KEINE Rezension, mir würden zwar mindestens 50 Gründe einfallen, warum das Buch in meinen Augen Schrott ist, aber ich habe keine Lust darauf, diese niederzuschreiben, für dieses Buch habe ich schon zu viel meiner wertvollen Zeit vergeudet.
Dieses Buch ist weder erotisch noch romantisch, es ist sprachlich und inhaltlich dürftig, klischeebeladen, vorhersehbar, zäh, langweilig, völlig zu Unrecht gehypt und absolut entbehrlich. Warum das Buch mit dem Etikett BDSM verkauft wird, ist mir schleierhaft, viel mehr als ein bisschen Spanking passiert nicht. Tatsächlich dürfte die Autorin von diesem Thema nicht die geringste Ahnung haben. Genausowenig wie vom Schreiben an sich. Ihre Versuche, die abstrusen Gründe für Christians sogenannte Perversionen langsam aufzublättern, sind mehr als plump und ungeschickt. Die sprachliche Umsetzung der unoriginellen Erotikszenen grenzt schon beinahe an Körperverletzung. Die Darstellung von Macht und Reichtum ist kindlich-naiv und entspricht den gängigen Hollywood-Klischees. Ihre fragwürdige Vorstellung von Dominanz entbehrt nicht einer gewissen Naivität und der Rest des Buches scheint der Vorstellungswelt einer 14jährigen zu entstammen. Es ist normalerweise nicht meine Art, einen Autor oder eine Autorin zu kritisieren, sondern ausschließlich deren Werk. Hier ist es aber so, dass das Buch mehr über die Autorin selbst verrät, als dieser wohl lieb ist, denn die Figuren sind alles andere als stimmig, der Traumprinz und sein Aschenputtel entstammen ganz offensichtlich einer Kleinmädchenfantasie. Damit es erwachsen wirkt, wurde ein bisschen Kink darübergestreut, und zwar in der Art und Weise, wie es uns in den div. Fernsehmagazinen präsentiert wird (wo die Autorin wohl ihre Informationen darüber bezogen hat).
Mehr will ich dazu gar nicht mehr sagen, die nächsten beiden Teile der Trilogie werde ich unter gar keinen Umständen lesen, und für dieses traurige Machwerk hier kann ich definitiv keine Empfehlung aussprechen.
Falls ihr es aber doch ganz unbedingt lesen wollt... weil die Neugier... und man muss ja mitreden können..., dann bestellt es doch am besten gleich über einen der folgenden Links, damit ich wenigstens ein paar Cent Schmerzensgeld kriege. ;-)

Shades of Grey. Geheimes Verlangen (Deutsch)
Printversion
ebook
Hörbuch

Fifty Shades of Grey - Originalausgabe (Englisch)
Printversion
ebook

Alternativen (die Links führen zu meinen Rezensionen):
Wer gerne eine wirklich gute Soft-BDSM-Romance (mit einem umwerfendem Bad Boy-Helden) lesen möchte, dem empfehle ich Bound to Please von Lilli Feisty (gibt's leider bisher nur auf englisch). Das Nachfolgebuch der Autorin, Dare to Surrender, ist ein bisschen schwächer, aber immer noch sehr gut und das gibt es auch auf deutsch unter dem Titel Die Kunst der Unterwerfung.
Ordentlich saftige BDSM-Szenen, gut geschrieben und in nettem Ambiente angesiedelt, finden sich in Bestrafe mich! von Nina Jansen. (Leider habe ich das Buch für den Blog nicht rezensiert.) Mit Happy End! ;-)
Andere empfehlenswerte BDSM-lastige Titel:
Carla Berling: Im Netz der Meister  (wirkt authentisch und direkt beschrieben) 
Laura Reese: Außer Atem und Brennende Fesseln (2 Erotik-Thriller, extrem spannend, aber nichts für schwache Nerven, die hier beschriebenen Praktiken sind äußerst grenzwertig)
Sira Rabe: Gefangen (toll geschrieben, eher beklemmend)
Jenny Diski: Küsse und Schläge (wenig explizit, anspruchsvoll)
Kristina Lloyd: Gib's mir (Erniedrigung, Demütigung, teilweise abstoßend, aber gut geschrieben)
Eden Bradley: Fesselnde Lust (sehr amerikanisch, aber doch irgendwie nett und mit Happy End)
Ruth Fox: Schule des Gehorsams (eingeschränkt empfehlenswert, mir gefiel das letzte Drittel des Buches nicht)
Emma Holly: Hände aus Samt (Soft-SM, unterhaltsam)

Für weitere Erotische Romane oder Erotic Romances einfach ganz unten auf das entsprechend Label klicken!

[Edit 03.08.2012]
Die liebe SaraSalamander, eine Kennerin des Genres, hat sich ebenfalls Gedanken über das Buch gemacht und ich kann ihre Meinung dazu nur unterschreiben!
Und in ihrem Kommentar hier weiter unten hat sie ebenfalls ein paar prima Tipps gegeben, weil man dort die Links aber nicht anklicken kann, habe ich ihren Kommentar hier hereinkopiert:
demnächst erscheint von Arne Hoffmann (sehr guter SM-Autor) das Buch "Fessle mich", in dem er sich sogar konkret auf "Shades of Grey" bezieht, die Fehler anspricht und Anfänger in die Thematik einführt.
Keine Rezension habe ich zu "Schatten" von Andras, aber es ist einer meiner Favoriten, ein sehr gut zu lesender Thriller.
Wer Mangas mag, hier hat man sogar anregende Zeichnungen dabei, und man lernt auch ein bisschen, worauf man zu achten hat, hier machen die Protagonisten es richtig (von wegen Kabelbinder und so ein Kram)
http://sarasalamander.de/kommentare/nana-und-kaoru....1755/
zwei wirklich schöne Kurzgeschichtensammlungen, in denen viele verschiedenen Spielarten und Fetische auf den Tisch kommen
http://sarasalamander.de/kommentare/weichgekocht-und-zimtfeuer....1467/
Nora Schwarz hat als Domina gearbeitet und ihre Erfahrungen humorvoll aber mit sehr viel Respekt vor den Kunden mit den Lesern geteilt
http://sarasalamander.de/kommentare/lessons-in-lack....1879/
Anne Rice (aka Anne Roquelaire) hat einen DER Klassiker geschrieben, ehemals indiziert, jetzt wieder erhältlich
http://sarasalamander.de/kommentare/dornroeschen-trilogie....2104/
spannender Thriller um einen Serienkiller
http://sarasalamander.de/kommentare/das-letzte-element....2166/
die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, es gibt SO viele gute Bücher!
Und für Einsteiger, die noch nicht so tief in der Thematik sind und eher softe Titel mögen, wo man mal in Dominanz und Unterwerfung schnuppern kann: Laura Lay schrieb "Flamingofrau", sehr sinnlich und anregend, aber nicht hart. Und Lucy Palmer aka Inka Loreen Minden schreibt soften SM, der von sehr viel Zärtlichkeit und Miteinander geprägt ist und zeigt, dass SM nichts mit Gewalt zu tun hat, sondern mit Vertrauen und Hingabe ...