Dienstag, 31. Juli 2012

Foto-Love-Story: meine erste Granny-Handtasche

Neuerdings bin ich ja zur Hardcore-Häkeltante mutiert und nun kann ich endlich das erste fertiggestellte Projekt vorweisen: meine Granny-Tasche!
Vorige Woche habe ich - wie berichtet - meine Sammlung an nicht fertiggestellten Häkelprojekten durchforstet. Mittlerweile habe ich 3 Stück Granny-Decken begonnen, von denen keine auch nur annähernd fertig ist.
Damit ich endlich mal ein Projekt zum Abschluss bringe, habe ich beschlossen, aus meinen allerersten Grannies (die seit Oktober 2011 im Korb liegen) eine Tasche zu machen, da die ursprünglich geplante Decke aufgrund der Mini-Größe meiner Grannies ja doch niemals fertig werden würde.
Zum ersten Mal habe ich eine solche Tasche aus Grannies auf einem Kreativblog gesehen, leider kann ich den Artikel nicht mehr finden, dann ist mir die Tasche mit dem raffinierten Schnittmuster auf dem Titelblatt eines Handarbeitsheftes wieder begegnet. Dieses hat allerdings auch erst mal ein paar Monate hier herumliegen müssen, bis ich mich endlich daran gemacht habe...
Und weil die Arbeit an der Tasche so viel Spaß gemacht hat, habe ich nebenher die einzelnen Arbeitsschritte fotografiert und kann euch hiermit ein kleines Tutorial präsentieren (Klick auf die Bilder macht sie größer!):

das "Ausgangsmaterial",

die Grannies, aus denen eigentlich
eine Decke hätte werden sollen.
Material habe ich noch einiges auf Lager...

...so habe ich die Grannies noch mit 2 Reihen Stäbchen
 umhäkelt - damit wurden sie knapp 10x10cm groß. 

Für die Tasche benötigt frau 24 Stück,

ich habe jeweils 6 Stück
mit einer der hellen Farben umhäkelt,

mit dem dunklen Grau werden sie dann verbunden.

Aber vor dem Zusammenhäkeln eine Testrunde:
die Grannies mit Stecknadeln verbunden...

...und man kann zum ersten Mal sehen
 wie die fertige Tasche in etwa aussehen wird.

Die Farbaufteilung noch mal geändert...

und begonnen, die Grannies mit festen Maschen
 (auf der Vorderseite sichtbar) zu verbinden.

Die Tasche zusammengeklappt um die
Verbindungsstücke zusammenzuhäkeln.

Zuletzt noch den oberen Rand
mit festen Maschen umhäkelt.

2 Stk. Trageriemen aus dem dunklen Grau gehäkelt.

Das Zuschneiden und Nähen des Futterstoffes
 hat meine ganze Aufmerksamkeit erfordert, sodass
ich ganz vergessen habe, davon Fotos zu machen!

Letztes Foto von der Rückseite/Innenansicht -
damit alle sehen können, wie ordentlich
 ich die Fäden vernäht habe!

Das Futter von Hand am oberen
Taschenrand angenäht - tricky!

Die Ringe schön eingefasst, damit das auch was aushält,
und zum Schluss die Trageriemen angenäht.

Ta-Dah! Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Und da geht auch ganz schön was rein:
meine Beute aus dem Offenen Bücherschrank
 aus den letzten paar Wochen zum Beispiel.


Material:
Baumwollgarn: Schachenmayr Catania, in den Farben stein (Nr. 0242), taupe (Nr. 0254), leinen (Nr. 0248), silber (Nr. 0172) und crème (Nr. 0130)
Verbrauch: je ca. 1 Knäuel, gehäkelt mit Nadelstärke 3
Futter: grauer Baumwollstoff (Free Spirit - Uni - Slate Grey), gekauft im Stoffsalon in der Westbahnstraße. (Empfehlung! Netter, kleiner Laden mit überschaubarem, aber sehr feinem Stoffangebot und DaWanda-Shop. Super-freundliche und kompetente Beratung durch die Inhaberin. Außerdem gibt's auch noch Nähkurse und Workshops.)
4 Stk. Holzringe (Vorhangringe)
Taschengröße: ca. 40cm breit und ca. 33cm hoch (bis zu den Ringen)
Fäden vernäht: ca. 300
Materialkosten gesamt ca. € 17,-


Montag, 30. Juli 2012

Das neue Buch von Paige Toon ist da!


Vor wenigen Tagen ist das vierte Buch von Paige Toon auf Deutsch erschienen: Immer wieder du heißt im Original Pictures of Lily, ich habe es schon gelesen und geliebt und kann es - wie auch alle anderen Paige-Toon-Bücher - nur wärmstens empfehlen!

Meine Rezension zu Pictures of Lily ist auf Englisch, deshalb hier nochmals eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch:

Lily kommt mit 16 Jahren nach Australien, verliebt sich dort in einen Mann der 12 Jahre älter ist als sie. Und noch dazu verlobt. Es passiert nichts zwischen ihnen, Ben ist viel zu anständig, um eine 16jährige zu verführen. Aber die Liebesgeschichte ist unheimlich süß und als Ben sie verläßt um nach England zu gehen und dort zu heiraten hab ich wie ein Schloßhund geheult.
Das ist der erste Teil des Buches. Der 2. Teil spielt 10 Jahre später. Lily ist niemals über Ben hinweggekommen, das wird ihr schmerzlich klar, als Richard (ihr Freund, mit dem sie seit 2 Jahren zusammen ist) ihr einen Heiratsantrag macht. Sie versucht die Sache hinauszuzögern, aber ihr ist klar, dass sie Ben endlich loslassen muss, denn sie liebt Richard ja. Und dann trifft sie Ben plötzlich wieder...
Jetzt stellt sich die Frage, ist Ben wirklich der absolute Traummann, oder hat Lily in den letzten 10 Jahren ein Phantasiebild in ihrem Kopf gesponnen?
Da die Geschichte in der Ich-Form von Lily erzählt wird, kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen, ihre Verzweiflung und ihre Traurigkeit sind sehr stark spürbar und machen einen beim Lesen sogar ein bisschen depressiv. ;-) Aber ich konnte nicht aufhören zu lesen, wie immer bei Paige Toon. Lily muss eine Entscheidung treffen, und das ist ganz schön schwierig.
Es gibt hier keine witzigen Passagen wie in "Lucy in the Sky" oder in "Chasing Daisy" - das hab ich ein wenig vermisst, aber mir hat das Buch trotzdem sehr sehr gut gefallen.

Deshalb: Nicht entgehen lassen! 

Ganz diskret: Links zu Amazon...
Immer wieder du (Print)
Immer wieder du (ebook)
Pictures of Lily (Print)
Pictures of Lily (ebook)

Donnerstag, 26. Juli 2012

Alte Hüte und neue Taschen

Vielleicht ist es euch ja aufgefallen, dass ich ganz dezent schweige, was meinen Lesefortschritt in Sachen Shades of Grey betrifft.
Tja, was soll ich sagen. Ich konnte mich tagelang nicht dazu aufraffen, weiterzulesen. Habe stattdessen alles Mögliche getan und mir im Geiste eine Liste erstellt mit dem Titel "50 Dinge, die spannender sind, als Shades of Grey zu lesen". Gestern abend habe ich mir dann ein Herz gefasst, mein Tablet geschnappt und dem Buch noch eine Chance gegeben. Ich habe 5 weitere Kapitel gelesen (bin jetzt am Beginn von Kapitel 21) und mittlerweile hängt mir das Zeug zum Halse raus. 
Es ist eine Schande, dass dieses, von einer Ahnungslosen zusammengeschusterte, dumm-naive Geschreibsel nun durch den Medienhype zum Aushängeschild des Genres geworden ist. 
Die Dame kann erstens nicht schreiben und zweitens lässt sie wirklich keines der gängigen Hollywood-Klischees aus - natürlich wohnen die betuchten Grey-Eltern in einem viktorianischen Herrenhaus am See, mit Bootshaus und Yacht und allem drum und dran. Und die ganze Familie freut sich so, Anastasia kennen zu lernen und alle sind ach so lieb und so perfekt und überhaupt war ich da schon beinahe dran, mich zu übergeben. Und dann die Sexszenen: so schnarchig und unterdurchschnittlich schlecht geschrieben, dass ich(!) in Versuchung gekommen bin, sie zu überspringen. Das sagt einiges. Und falls nicht, dann sag ich's mit Homer Simpson: "Laaaaangweilig!"

Als Alternativprogramm habe ich am Montag mein UFO-Sammlung gesichtet. UFOs? Eingeweihte wissen es: so werden in der Kreativ-Blogger-Szene die unfertigen Projekte (UnFinished Objects) genannt, die im Kasten, in Körben, in Schachteln oder Kisten dahindämmern und warten, dass frau daran weiterarbeitet und sie endlich fertigstellt. Immerhin habe ich in meinem Fundus zwei unfertige Häkelhandtaschen gefunden, die ich hier schon einmal erwähnt und gezeigt habe und deren Status sich seither nicht geändert hat. Und dann gibt es, (neben der dritten, ganz neuen) noch zwei Granny-Decken-Projekte.
Kann sich noch jemand an meine allerersten Grannies erinnern? Eigentlich wollte ich ja eine Decke daraus machen, aber ich bin nicht weit gekommen damit, bevor ich das nächste Projekt begonnen habe. 

Granny-Projekt Nr. 1:
Geplant als Decke in den Farben Grau-Braun-Beige-Blau. 
Derzeitiger Stand: 35 Häkelquadrate (ca. 6x6cm) fertiggestellt, davon sind sogar bei 25 Stk. bereits die Fäden vernäht, was ja immer die langwierigste Sache ist beim Häkeln, die am wenigsten Spaß macht. 
Weil ich den starken Verdacht hatte, dass aus den Mini-Teilchen niemals mehr eine Decke wird, habe ich kurzerhand beschlossen, daraus eine Handtasche zu machen. Die ist - man glaubt es kaum - auch schon beinahe fertig, Fotos davon gibt es demnächst.

Granny-Projekt Nr. 2:
Geplant als Bettüberwurf in weiß (Hauptfarbe) und bunt.
Bisher 52 Grannies (ca. 8x8cm) gehäkelt (alle Fäden vernäht, yippie!). 
Langzeitprojekt - mal sehen, was daraus wird.

Granny-Projekt Nr. 3:
Decke im Babette-Style in den Farben Blau-Weiß-Grau-Schwarz. 
Derzeit ca. 120x90cm groß.
In Arbeit. (Fertige Größe wahrscheinlich 120x140cm)

Wie ihr seht, habe ich also definitiv besseres zu tun, als Shades of Grey zu lesen. 


Sonntag, 22. Juli 2012

Girlie-Tour am Samstag

Zuallererst: Ich freu mich sehr, dass mir wegen meiner Blogpause nicht alle lieben Leserinnen davon gerannt sind und dass sich einige davon sogar freuen, wieder von mir zu lesen - vielen lieben Dank für all die netten Kommentare und Mails! - also blogge ich gleich wieder munter drauf los. Mal vorläufig, denn die nächste Pause kommt bestimmt... 
Gestern fand im Museumsquartier im Rahmen des "MQ Summer of Fashion" der erste Modebloggerflohmarkt statt, an dem einige Wiener Modebloggerinnen Kleidung, Schuhe, Handtaschen und Accessoires aus ihren privaten Kleiderschränken feilgeboten haben. Nachdem die liebe E. und ich in diesem Sommer schon einige hippe Flohmärkte aus verschiedenen Gründen ausgelassen haben (es war zu heiß oder hat geregnet oder wir hatten schlichtweg was anderes zu tun), haben wir es diesmal geschafft und sind mit reichlich Beute wieder von dannen gezogen. 
Was uns gefallen hat:
ansprechende, freundliche Location mit ausreichend Platz für den (doch recht ordentlichen) Publikumsandrang
vielfältiges Angebot
angenehme Atmosphäre und chillige Hintergrundmusik

Vor lauter Publikum kann man die Verkaufsstände
 gar nicht sehen!

...deshalb eine Nahaufnahme

...und noch eine.

Diese süßen Büchlein sind nur wenige Zentimeter groß
 und werden vom Vater der Verkäuferin,
 einem pensionierten Buchbindermeister, hergestellt.

Kaffeepause!

erbeutet: hübsche Stoffreste

erbeutet: Baumwollgarn

erbeutet: 3 schwarze Basic-Shirts
 und eins in bunt

Stoffe und Garn gefunden bei h.anna
Kleidung gefunden bei Swarina

Nach dem Modebloggerflohmarkt ging's zuerst auf einen Kaffee, dann zum Mittagessen am Naschmarkt und dort haben wir auch noch einen Abstecher zum Samstagsflohmarkt gemacht, von dem ich euch bei anderer Gelegenheit mal Fotos zeigen werde.

Freitag, 20. Juli 2012

"Filthy Shit of the Day" oder "Komm unter die Dusche, Baby, und bring die Kaffeekanne mit!"

Alle, die sich auf die Fortsetzung meiner Besprechung von Shades of Grey freuen, muss ich leider enttäuschen, denn heute geht es nicht um das Buch, sondern um die (herrliche) Sauerei, die ich gerade in meiner Dusche veranstaltet habe. Alle, die unter 18 sind oder zartbesaitet, können unbesorgt weiterlesen – die Duschszene ist zwar schmutzig, aber absolut jugendfrei.
Seit einiger Zeit experimentiere ich ein wenig mit natürlicher Kosmetik herum. Und damit meine ich nicht Naturkosmetik aus der Tube, sondern „so Dinge“, die ich in der Küche finde, nämlich Lebensmittel wie Honig, Apfelessig oder Olivenöl.
Oder Kaffee. Der Kaffeesatz aus der Espressokanne vom Liebsten ist nämlich ein wunderbares Peeling. Es kostet nichts, ist zu 100% natürlich und ohne chemische Zusatzstoffe und, wenn ihr wollt, auch noch bio und fair-trade. Dazu einfach den (frischen) Kaffeesatz in einen Becher geben und mit in die Dusche nehmen, den Körper leicht anfeuchten und mit dem Kaffeesatz abrubbeln. Das ergibt zwar eine ziemliche Schweinerei in der Dusche, lässt sich aber ganz leicht abspülen. Die Haut wird davon wunderbar glatt und streichelweich. Das Koffein gibt einen Frischekick, sorgt für gute Durchblutung und so ganz nebenbei soll es auch noch hilfreich gegen Cellulite sein. Wer es noch pflegender möchte, der kann den Kaffeesatz mit etwas Olivenöl zu einer Paste verrühren. Oder mit Honig für das Gesicht. Hmm…

Mittwoch, 18. Juli 2012

Fifty Shades, die Dritte - eine Schmerztablette, bitte!

Am Ende von Kapitel Sechzehn flehe ich um Gnade und bitte darum, für heute aufhören zu dürfen. Der Herr hebt eine Augenbraue, tritt - die Peitsche in der Hand - hinter mich und überprüft, wie weit ich gekommen bin. Etwas mehr als die Hälfte des Buches habe ich geschafft, aber ich kann mich vor Müdigkeit kaum mehr konzentrieren und der Herr hat ein Nachsehen. Er erlaubt mir, für heute Schluss zu machen.
(Er selbst hat schon vor einer Stunde kopfschüttelnd die Lektüre abgebrochen und lenkt sich mit einem Computerspiel ab... Aber ich darf mich nicht beschweren, sonst wird mir noch der Hintern versohlt...)

Du meine Güte! Das Zeug ist ja zäh wie Leder! Es ist eine Schande, dass so ein unterdurchschnittliches Geschreibsel durch einen Medienrummel zu einem Bestseller gehypt wird! 
Es liest sich steril und leblos, hier kommt kein Prickeln und kein Knistern auf, es fehlt an Spannung und  an Chemie zwischen den beiden Protagonisten. Und an allem anderen auch.

Heute habe ich  mich von Kapitel 10 bis zum Kapitel 16 gequält:
der Vertrag: schnarch...
die "Vertragsverhandlungen": schnarch...
der innere Monolog von Ana: doppelschnarch...
die Abschlußfeier/Zeugnisverleihung: superschnarch...
die Sexszenen: lahm und einschläfernd und ebenfalls schnarch...
Was sonst noch nervt: postkoital zerzaustes Haar und die innere Göttin. (Irgendwann reicht's dann mal mit der piruettentanzenden, radschlagenden Tussi.)

Warum steht der Typ eigentlich auf Ana? Was spricht für sie? Nichts. Bis jetzt ist keine Persönlichkeit erkennbar. Zumindest nichts was über das Übliche "ich bin ja so unscheinbar und ungeschickt" hinausgeht. 
Und was spricht für Christian? Oooooh, er sieht ja soooo gut aus! Und der Sex mit ihm ist ja soooo super. Na klar, das naive Unschuldslamm hat ja keinerlei Vergleichsmöglichkeit. Und er sieht ja soooo gut aus.... Ach, das hatten wir schon.
Oh, und da hätte ich ja fast das Wichtigste vergessen: er ist ja auch noch der guteste Gutmensch, den es gibt.  Denn er hat Geld. Viel Geld. Und er wird ganz allein den Hunger in der Welt abschaffen. Nur damit ihr das wisst.
Und er ist ja soooo traurig/geheimnisvoll/unglücklich/arm dran... (Zitat: "Der arme, perverse, aber philanthropische Wohltäter Christian") Wie Ana zu dieser Einschätzung seiner Persönlichkeit kommt ist mir nicht ganz klar, aber er muss auf jeden Fall gerettet werden. Ganz unbedingt. Die arme geschundene Seele. *seufz*
(Und ist bitte irgendjemandem aufgefallen, dass der Kerl ROTE HAARE hat? *brrrrr* Ich denke an Horatio Cane und erschaudere. Aber nicht im positiven Sinne...)

Ich habe schon öfter betont, dass mich Klischees und alte Hüte in Büchern nicht wirklich stören, solange sie mir ansprechend und gut verpackt serviert werden. Was hier aber leider gar nicht der Fall ist. Hier ist alles so derartig lau und abgestanden, nichts, was ich nicht schon zigmal (und besser) gelesen hätte. Und gesehen. Mickey Rourke hat doch schon 1986 mit den Eiswürfeln gespielt. (Damals hätte mich sowas noch beeindruckt, aber da war ich auch erst 15).
Nach der Spanking-Szene in Kapitel 16 hab ich aber wirklich für heute aufgeben müssen. Das war ganz einfach zu viel. Achtzehn Klapse auf den Allerwertesten und der fürsorgliche Dom ordnet an, dass Ana eine Schmerztablette nehmen soll! Nur weil das Popscherl a bisserl brennt? Ich glaub ich brauch auch gleich eine Schmerztablette, weil ich mir dauernd das Galaxy-Tab auf die Stirn klatsche...
Und ich weiß schon ganz genau, worauf das alles hinaus läuft: Seine sexuellen Neigungen (die Anastasia nicht teilt - sie tut alles nur ihm zuliebe), resultieren aus irgendeiner Verletzung in der Kindheit/Jugend, werden als pervers und krankhaft dargestellt und sind somit heilbar. Und die liebe Ana wird mit ihrer ach so großen Liebe den armen armen Christian letztendlich heilen. Und dann haben die beiden Blümchensex für den Rest des Lebens. schnarch...
Vielleicht ist aber auch alles ganz anders. Ich fürchte, ich werde es nicht erfahren. Wenn ich das Buch erstmal hinter mir habe, war's das wohl für mich. Teil 2 und 3 werde ich mir eher nicht antun. (Außer mein Herr zwingt mich dazu, es zu lesen. Aber so grausam kann selbst er nicht sein.)

...to be continued...

Dienstag, 17. Juli 2012

Anastasia und ihre kleine innere Sex-Göttin

Okay, ich hab's getan. Es musste wohl so sein.
Nachdem ich gestern früh einen Termin auf der Mariahilferstraße wahrnehmen musste, bin ich im Anschluss daran zum Thalia gegangen und hab den zweiten Versuch gestartet, das Buch "Shades of Grey" zu erwerben. Für meine Freundin wohlgemerkt und deshalb musste es auch unbedingt in der deutschsprachigen Version und auf Papier sein. Aber nix da! AUSVERKAUFT! 
Ich hab wohl "verdächtig" ausgesehen, da hat mich gleich ein sehr lieber Verkäufer angesprochen, mit dem ich, nachdem ich mich als "Shades"-Interessentin geoutet hatte, eine erheiternde Plauderei hatte. Das Buch war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, so die Auskunft, man habe ihm sogar die 37 Euro teure englischsprachige Dreier-Box aus der Hand gerissen, so verzweifelt war man. Und da fällt mir grad ein, ich hab vergessen zu fragen, ob denn die Käufer mehrheitlich weiblich waren. Mist. Naja, aber zumindest weiß ich, dass niemand mit diesem Ansturm gerechnet hat, der Verlag, der gerade eifrig nachdruckt, offenbar auch nicht. Und beim Thalia auf der Mariahilferstraße gab es gestern bereits sage und schreibe 800 Vorbestellungen! 
Beim Mittagessen am Naschmarkt saß ich meiner Freundin also wieder mit leeren Händen gegenüber. Und wieder haben wir überlegt, ob wir nicht doch noch boykottieren. So unter dem Motto: Jetzt erst recht nicht. Andererseits, die Neugier, die Neugier... Tja, und da ich halt auch nur ein schwaches Weib bin, habe ich am Nachmittag dann doch die 1-Klick-Variante gewählt. Würde mich übrigens nicht wundern, wenn einige enttäuschte Käuferinnen sich vielleicht statt dem Buch einen E-Book-Reader gekauft haben, um es da drauf zu lesen.
Ich habe bisher rund ein Drittel gelesen und deshalb gibt's mal einen kleinen Bericht. (Hinweis: könnte ev. Spoiler enthalten, ist mir aber wurscht. Wem es nicht wurscht ist, der soll nicht weiterlesen).
Gut. Es ist nicht komplett grottig. Aber es hat mich auch beim besten Willen nicht fesseln können (*grins*), denn ehrlich gesagt, habe ich den Rest des gestrigen Abends lieber an meiner Häkeldecke weitergearbeitet. Heute Vormittag aber weitergelesen und dabei aus dem Kopfschütteln nicht mehr rausgekommen. Ich habe ja schon einen Haufen Erotic Romances gelesen. Das Buch hier gehört sicher nicht zu den ganz grottenschlechten, es ist ja irgendwie sogar nett, aber von "gut" ist es auch weit entfernt. Vorhersehbar, voller Klischees und vor allem: voller Unstimmigkeiten. 
Der CEO eines Milliarden-Unternehmens gibt also ein Interview für eine Studentenzeitung. Um dieses Interview hat sich die Redakteurin (Anas Freundin Kate, die genau zum richtigen Zeitpunkt krank wird), ganze neun Monate lang bemüht. Dann hätten die aber auch noch gerne nachträglich ein Foto und der vielbeschäftigte Businessman hat überraschend Zeit für ein Foto-Shooting (ohne monatelange Wartezeit). Im richtigen Leben hätte wohl eher die PR-Abteilung ein Foto gemailt, das für solche Zwecke an die Presse weitergegeben wird. Aber macht ja nix, denn ohne das Foto-Shooting hätte Grey den vermeintlichen Rivalen nicht kennengelernt und es hätte auch den Kaffee danach mit Ana nicht gegeben, die kleine Unstimmigkeit war als plot-relevant.
Christian Grey, der Wunderwuzzi, hat mit seinen 27 Jahren schon Beachtliches geleistet. Nicht nur ist er ein milliardenschwerer Self-Made-Tycoon, er kann auch fliegen (Hubschrauber und Segelflieger natürlich, nicht was ihr jetzt denkt) und Klavierspielen! Und ich bin sicher, das war noch lange nicht alles. Außerdem hatte er in den letzten 6 Jahren mit 15 Frauen (mehr oder weniger lange) D/s-Beziehungen und ist ein profunder Kenner der weiblichen Anatomie. Respekt. Wie er das alles in seinem ja doch nicht sooo langen Leben untergebracht hat, sei dahingestellt. Ich glaube nicht, dass man ein milliardenschweres Unternehmen so nebenbei aus dem Boden stampft. Aber bitte, ist ja Fiktion und wir Frauen träumen ja schließlich alle von so einem Mann, nicht wahr? (Jaja, gut, bevor hier irgendwelche Einwände kommen: Klavierspielen hat er bereits als Kind gelernt, da hatte er ja nix anderes zu tun und die weibliche Anatomie wird ihm schon die Freundin der Mutter nähergebracht haben, die ihn verführt hat als er grad mal 15 war und deren Sklave er daraufhin 6 Jahre lang war. Ooopsi, Spoiler, aber ne, hat er doch gleich mal erzählt, also kann ich das auch tun.) 
Christian ist also kein Wunderwuzzi, sondern einfach nur ein toller Hecht. Mit Riesen-Gemächt. Versteht sich. Ist ja Fiktion. Da sind die Herren alle vortrefflichst ausgestattet (ich kann das bestätigen, ich hab schon genug davon gelesen) und die Damen kriegen mit Leichtigkeit bei bloßer Berührung einen Orgasmus nach dem anderen. 
Womit wir bei der guten Anastasia wären. Das unscheinbare Ding, das sich ach sooo hässlich findet und mit ihren 21 Jahren noch Jungfrau ist. Ja, und jetzt kommt's: sie hat noch nicht mal Hand an sich selbst gelegt! Echt jetzt?  Na, da glaub ich schon, dass es reicht, wenn ihr der Grey mit seinen ach so grauen Augen in die ihren starrt, und es erschüttert sie schon ganz ordentlich. Mal kurz an der linken Brustwarze gesaugt und an der rechten hart gezupft und voilá! - der erste Orgasmus! Der nächste dann bei der Defloration. Ich hab wirklich schon nettere Entjungferungs-Szenen gelesen, aber man kann ja nicht alles haben. Ich erwähne jetzt nicht die blutiger-Finger-im-Mund-Sauerei, oh, hab ich's doch getan *brrrr*, aber er wäscht sie dann ja eh am nächsten Tag so lieb, gell. Und ihr erster Blowjob - die Ana ist schon eine Klasse für sich! Steckt das Grey'sche Riesending weg wie nix und schluckt schön brav. Mündliche Prüfung: "Sehr gut, setzen". 
Jetzt hat der Herr Grey die Angewohnheit, niemals mit einer Frau die Nacht zu verbringen. Hat er noch nie gemacht, im selben Bettchen mit dem Grey hat noch keine gepennt. Bis auf die besoffene Ana, die der edle Ritter vor den Zudringlichkeiten des Rivalen gerettet hat. Jaja. Und dabei hat er sie noch nicht mal angefasst (das war noch vor der Defloration, bitte, damit hier keine Missverständnisse aufkommen). Also, da bahnt sich doch was an, nicht?
Gut, erwähnte Weigerung, mit einer Frau das Bettchen zu teilen ist wohl irgendwie wichtig, denn die Sub (es gibt übrigens eine Verschwiegenheitserklärung, ein Regelwerk und einen Sklavenvertrag - da hat die Autorin aber gut recherchiert) hat ein eigenes Schlafzimmer, das am selben Flur liegt wie die strenge Kammer des Herrn Grey, pardon, das Spielzimmer. Ja, das Spielzimmer... Ich war überrascht! Ehrlich. Nicht. Das Spielzimmer sieht aus, wie man es sich vorstellt. Wenn man schon ein paar einschlägige Bücher gelesen hat. Oder Bilder gesehen. Oder so. Nicht dass ich bescheid wüsste, gell. Aber die Autorin, so glaub ich, auch nicht. Aber ich schweife schon wieder ab. Der Herr Grey teilt also sein Bett nicht und noch nie hat eine Frau sein Schlafzimmer betreten. (Bis auf die Haushälterin, denk ich mal). Warum hat der dann aber dort eine Packung Kondome in der Schublade? Hmm... Ah, vielleicht hat die ja die fürsorgliche Haushälterin hinterlegt, genauso wie den Käse und die Weintrauben im Kühlschrank?
Fazit bis jetzt: Ich bin ein bisschen zerrissen. Einerseits ist es nicht sooo schlecht, andererseits aber auch nicht sooo toll, dass ich unbedingt weiterlesen muss. (Aber immerhin bringt mich ausgerechnet dieses Buch dazu, nach längerer Pause wieder zu bloggen...)
Ich geh dann jetzt mal weiterlesenhäkeln...
...to be continued...

Sonntag, 15. Juli 2012

(Fifty) Shades of Grey - Du willst es doch auch, Baby...

Zur Zeit kann ich bei kaum einem aktuellen Thema mitreden, weil ich schlichtweg uninformiert bin. Der Grund dafür ist eine "Mediendiät". Die hab ich mir verordnet, als mir im April alles zu viel geworden ist. Ich habe schon längere Zeit keinen Fernseher mehr, weil mich das Programm langweilt oder abstößt, oder beides gleichzeitig und weil ich die ständige Bedröhnung mit Werbebotschaften nicht mehr auszuhalten finde. Seit zwei Monaten höre ich auch kein Radio mehr, weil es keinen Sender gibt, der erträgliche Musik spielt, und mich mit Werbung verschont. (Radiowerbung empfand ich schon immer als die gröbste akustische Umweltverschmutzung, sie macht mich regelrecht aggressiv und kann mir, wenn sie mich in der Früh auf nüchternen Magen erwischt, ganz ordentlich den Tag vermiesen). Tageszeitungen lese ich schon ewig keine mehr, weil ich von den ständigen schlechten Nachrichten genug hab und die wirklich wichtigen Informationen auch online kriegen kann. 
Und da sind wir beim Thema "online". (Und beim Thema "wirklich wichtig".) Meine Online-Zeiten haben in den letzten Monaten derart überhand genommen (dank meinem Tablet-PC bin ich ja praktisch immer und überall online, außer wenn der Akku ausgeht, aber das ist eine andere Geschichte...), so dass ich meinen Medienkonsum drastisch einschränken musste. Viel zu viel Zeit habe ich damit verbracht, meine Mails zu checken, Blogs zu lesen (mein Reader war ständig überfüllt, weil ich zu viele Blogs abonniert hatte), nach neuen Blogs zu suchen (obwohl der Reader eh schon voll war, aber es hätte mir ja etwas entgehen können), oder meine Twitter-Timeline zu verfolgen. (Zum Glück bin ich weiterhin allen anderen Social-Media-Plattformen - wie etwa dem fürchterlich unnötigen FB - ferngeblieben, wer weiß, wo das am Ende noch hingeführt hätte). Also habe ich dem "Teufel Internet" kurzzeitig sogar ganz abgeschworen und in den letzten paar Wochen hab ich meinen PC sehr selten aufgedreht. Was für eine Entspannung! Es tut so gut, wenn man nicht alles weiß...
Eines jedoch ist mir trotz Mediendiät und Internet-Enthaltsamkeit nicht entgangen, nämlich der Hype um das in der Überschrift erwähnte Buch. Man erzählt mir, dass die deutsche Veröffentlichung in Zeitungen und Zeitschriften aller Qualitätsstufen besprochen worden ist (hierzulande von der Sonntags-Krone bis zur Wiener Zeitung und in allen Frauenzeitschriften sowieso), man schickt mir Links zu den neuesten Artikeln über das Buch, man fragt mich im Freundeskreis ob ich es denn schon gelesen hätte und was ich dazu sagen würde. 
Öhm, nö. Ich hab es nicht gelesen. Und ich weiß auch nicht, ob ich es tun werde. 
Generell irritiert es mich immer, wenn etwas so derart aggressiv gehypt wird und ich lese schon aus Prinzip nicht die Bücher, die in aller Munde sind und die man gelesen haben "muss", um up to date zu sein. Ich habe weder Harry Potter, noch die Biss-Serie und auch nicht die Panem-Trilogie gelesen. Weil es mich ganz einfach nicht interessiert und weil ich für das Zeug zu alt bin. Der Verzicht auf diese Bücher (und der Verzicht darauf, mitreden zu können), fiel mir also entsprechend leicht. 
Nun verhält es sich mit der gegenständlichen Trilogie allerdings ein wenig anders, denn diese fällt - zu doof aber auch - leider genau in mein Beuteschema. Oder zumindest in das, was man dafür halten könnte, wenn man meinen Blog liest und/oder in mein Bücherregal schaut. (Für alle, die es nicht wissen: jede Menge erotische Literatur und dann auch noch von der etwas härteren Sorte.) Mein Beuteschema also, wenn ich mal von dem ausgehe, was ich so nebenbei über das Buch gehört habe.
Weil ich mir nämlich nicht sicher bin, ob ich das Zeug lesen will, habe ich keinen der Artikel gelesen, die mir per Link geschickt worden sind, habe keine der (gestern bereits über 130) Amazon-Rezensionen gelesen und ich hab auch keine Ahnung, welche meiner Blogger-Kolleginnen das Buch bereits gelesen/besprochen hat und ob es gefällt oder nicht. Ich will - falls ich es lese - so unvoreingenommen wie möglich dran gehen. Ich mache ganz einfach Augen und Ohren  zu. Und überlege derweil, ob ich mir eine eigene Meinung dazu bilden will. Soll ich das Ding lesen, das ja angeblich recht grottig geschrieben sein soll, und meine Zeit damit verschwenden, nur damit ich mitreden kann? Muss ich denn überhaupt mitreden? 
Im Freundeskreis wird diskutiert, wie ein solches Buch überhaupt zu einem Bestseller werden kann. Tja, geschicktes Marketing, tät ich mal sagen. Da ist einerseits das Twilight-Fahrwasser, in dem immer wieder versucht wird, Segel zu setzen. Andererseits des Tabu-Thema BDSM. (Gerade bin ich beim Blättern im schwarzen Notizbuch über meine Leseliste 2009 gestolpert, die - ähem - sehr BDSM-lastig war...)  Ich lese ja schon recht lange erotische Literatur und das was noch vor 15 Jahren auf den Index kam, das wird heutzutage - überspitzt gesagt - schon verfilmt und im Nachmittagsprogramm gezeigt, kein Wunder also, dass früher oder später auch SM und/oder Unterwerfungsfantasien von Frauen zum salonfähigen Thema werden, weil alles andere war ja schon da und es muss immer eine Steigerung geben, um damit noch aufzufallen, um damit noch einen Skandal oder zumindest einen Medienrummel im Sommerloch provozieren zu können. 
Aber ein Medienrummel sagt halt leider so gar nichts über die Qualität eines Buches aus. Nur weil es durch geschicktes Marketing zu einem Bestseller gemacht wird, heißt ja noch lange nicht, dass es auch gut ist. Offensichtlich verkauft es sich. Es spricht (oder schreibt) zwar jeder drüber, aber lesen es die Leute auch? Und muss ICH es wirklich lesen? 
Als das Buch in den USA zu einem Überraschungserfolg geworden ist, ist es mir auf diversen englischsprachigen Bücherblogs begegnet, die ich zu der Zeit noch massenhaft gelesen habe. Die Meinungen waren geteilt, es fanden sich zahlreiche Verrisse und die Tatsache, dass das Buch als Twilight-Fanfiction entstanden ist, hat mich ehrlich gesagt eher abgeschreckt. Der widerliche Medienhype, der jetzt um die kürzlich erschienene deutschsprachige Ausgabe gemacht wird, hält mich zusätzlich vom Lesen ab. 
Aber dann wäre da natürlich noch die sprichwörtliche Neugier des Zwillings. (Mein Blog heißt zwar nicht mehr "Zwillingsleiden", aber die Neugier ist ja trotzdem noch da...). Natürlich wäre es ein Leichtes, das ebook herunterzuladen, innerhalb von Sekunden könnte ich es lesen, für schlappe 10 Euro... Kaufen will ich mir das Buch aber nicht, weil ich den Hype nicht unterstützen will. Ich bin hin und her gerissen zwischen Neugier und Ablehnung.
Ich könnte mich zum Bücherschrank am Margaretenplatz stellen und drauf warten, dass irgendjemand es einstellt, weil er den Schrott nicht zuhause stehen haben will. (Natürlich weiß ich nicht, ob es wirklich Schrott ist, dafür müsste ich es ja lesen...). Die Chance, dass das passiert und dass ich gerade zur rechten Zeit komme, um es mir zu schnappen, ist denkbar gering. Außer vielleicht... Bingo! Da hatte ich die zündende Idee! Ich kaufe das Buch als Geschenk für meine Freundin! Die stellt nämlich alle Bücher, die sie nicht mehr haben will dort rein, und wenn sie Bücher hat, von denen sie glaubt, die würden mich interessieren, dann stellt sie sie in den Schrank, wenn ich dabei bin und ich nehm sie mir gleich wieder raus. Da traf es sich ja gut, dass die liebe Freundin gerade Geburtstag hatte...
Ich mach mich also auf den Weg in eine ziemlich große Buchhandlung, schlendere dort mal unschuldig herum und halte nach dem Buch Ausschau. Endlich finde ich einen runden Tisch auf dem es präsentiert wird. Auf den zweiten Blick stellt sich allerdings heraus, dass es sich um die englische Originalausgabe handelt. Drumherum hatten die Verkäufer weitere, zum Thema passende, Bücher drapiert. (Leider eine wirklich schlechte Auswahl...). Bloß das fragliche Buch auf Deutsch war nicht da. Hmm... 
Ausverkauft! Die Verkäuferin schüttelt nur den Kopf. Das Buch wird gekauft wie blöd - so die Auskunft - und jeder dritte Kunde, der sie anspricht, fragt nach diesem Buch! (Gratulation an die Marketing-Abteilung!) Neue Lieferung kommt erst nächste Woche, bitte um Geduld. Ich sag nur: "Ich wollte es eh nicht für mich kaufen, wär ein Geschenk gewesen" und lache verschwörerisch. Die Verkäuferin lacht ebenfalls, diese "Ausrede" hat sie wohl auch schon öfter gehört. 
Ich könnte jetzt noch ewig zu dem Thema weiterschreiben, obwohl ich das Buch nicht mal gelesen habe! Ich könnte Buchtipps geben... ich könnte die Frage erörtern, ob es sich um Hausfrauenporno handelt und was das überhaupt ist... ich könnte die Frage erörtern, warum ein - angeblich!, denn ich weiß es ja nicht sicher - schlecht geschriebenes und klischeeüberladenes 08/15-Aschenputtel-Remake zum Bestseller gehypt wird, wo es doch viele wirklich gute Bücher da draußen gibt, die leider kaum Beachtung finden... 

...to be continued...

Sollte irgendjemand bis hierher gelesen haben und wider Erwarten nicht wissen, von welchem Buch ich da geredet habe, bitteschön:
E.L. James: Shades of Grey - Geheimes Verlangen (Teil 1 einer Trilogie)
in Papierform - für den ebook-Reader (Links zu amazon).