Weil das Bücher ausmustern bei mir kein Ende nehmen will und dann auch noch der Liebste regelmäßig mit einem Rucksack voller Bücher die er nicht mehr braucht hier ankommt, hab ich mir gedacht, ich mache mal den ultimativen Ankaufsplattformen-Test für Österreich.
Bei meiner letzten Test-Runde war außerdem die Plattform
momox noch nicht dabei, weil ich nicht wusste, dass die jetzt auch eine eigene Österreich-Seite haben.
Also hab ich mir mal schnell das Regal mit den ausgemusterten Büchern vorgeknöpft und los ging's:
80 Bücher (43 Romane und 37 Sachbücher) habe ich mir vorgenommen und die Ankaufspreise parallel bei drei Ankaufsplattformen geprüft, nämlich bei
Diese drei Unternehmen sitzen zwar in Deutschland, kaufen aber auch gebrauchte Bücher (und verschiedenes anderes Zeug: DVDs, Musik-CDs, Spiele, Lego, etc.) aus Österreich an.
Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen sie auch das Porto, das hab ich
hier schon erzählt, und das ist wichtig, weil nämlich die
Versandkosten von Österreich aus immens teuer sind und dann würde sich der Gebrauchtbuchverkauf gleich gar nicht mehr rechnen.
Wie das mit dem Verkauf der Bücher funktioniert, habe ich ja
hier schon beschrieben,
die Abwicklung ist denkbar einfach, alle Plattformen sind zwar ein bisschen anders, aber dennoch übersichtlich und leicht bedienbar aufgebaut. Besonders praktisch ist bei
momox die Möglichkeit bis zu 50 ISBN-Nummern gleichzeitig einzugeben. (Dann kann man sich zurücklehnen und auf die Überraschung warten, welche Bücher denn angekauft werden und zu welchem Preis.) Bei den anderen Plattformen kann man immer nur eine ISBN nach der anderen prüfen.
Ein bisschen Statistik:
Bei den 80 Testbüchern waren 11 Stück dabei, die keine der drei Plattformen haben wollte.
Für 18 Stück wurde mir lediglich ein Preis unter 30 Cent (meist sogar nur 5 Cent) angeboten - das ist mir zu wenig, denn da waren einige schöne Romane dabei. Diese Bücher verschenke ich lieber an Freundinnen oder stelle sie in einen offenen Bücherschrank.
Von den 80 Testbüchern hätte rebuy am meisten Bücher angekauft, nämlich 57 Stück. Die anderen zwei Plattformen hatten deutlich weniger Interesse, nämlich buchmaxe für 49 Stück und momox für nur 46 Stück.
30 der Bücher wurden von allen drei Ankaufsplattformen akzeptiert und diese Schnittmenge bildet die Grundlage für die folgende Statistik:
Beim Bestpreis führt buchmaxe, die boten mir für 16 Bücher jeweils den höchsten Preis. (rebuy für 9 Bücher und momox für 6 Bücher.)
Durchschnittspreis: buchmaxe und momox: €1,72. rebuy: € 1,59 (viel ist das nicht...)
Die Entscheidung:
Verkauft habe ich letztendlich insgesamt 49 Bücher, aufgeteilt auf alle drei Ankaufsplattformen. Und zwar:
6 Stück an momox (zu einem Durchschnittspreis von € 3,01)
18 Stück an rebuy (zu einem Durchschnittspreis von € 1,68)
25 Stück an buchmaxe (zu einem durchschnittlichen Preis von € 1,77)
Die Abwicklung:
Ich habe alle Bücher schön verpackt (und von den Kartons kein Foto gemacht, ich Depp!) und gleichzeitig zur Post gebracht. Und zwar am Mittwoch, dem 29.02. um 9 Uhr früh.
Dann hieß es, sich zurücklehnen und gespannt abwarten, wie es weitergeht.
Bereits am Samstag früh hatte ich das erste Antwortmail im Postfach!
momox hat als Erster den Erhalt meiner Bücher bestätigt, mir mitgeteilt, dass alle angenommen worden sind und dass der Betrag bald zur Zahlung freigegeben werden würde. Am Dienstag war das Geld auf meinem Konto.
Am Dienstag vormittag kam das erste Mail von rebuy an, das den Erhalt meiner Bücher bestätigte. Nach nur 3 Minuten kam bereits das nächste Mail: Prüfung abgeschlossen, alle Artikel akzeptiert. Das Geld war schon am nächsten Tag auf meinem Konto!
Erst heute ist das große Paket endlich bei buchmaxe angekommen, die Bestätigung hat mich am Vormittag erreicht. 26 Minuten später kam das zweite Mail, wo mir mitgeteilt wurde, dass alle Bücher geprüft und angenommen worden sind und das Geld innerhalb der nächsten 24 Stunden an mich überwiesen wird. Ich schätze auch hier wird es so schnell gehen, wie bei den anderen, da aber heute schon Freitag ist, werde ich das Geld wohl erst nächste Woche erhalten.
Die Plattformen im Vergleich:
momox hat die benutzerfreundlichste Oberfläche (Eingabe von bis zu 50 ISBN-Nummern auf einmal), man muss sich jedoch ein Kundenkonto (mit Passwort) einrichten, was bei den anderen Plattformen nicht nötig ist. momox ist leider sehr wählerisch und nimmt viele Bücher nicht an, ist aber dafür Testsieger in der Geschwindigkeit und übernimmt die Versandkosten aus Österreich bereits ab einer Ankaufssumme von 10 Euro.
An
rebuy habe ich
bereits zum 2. Mal verkauft und es klappte auch diesmal wieder alles wie am Schnürchen, man muss hier allerdings schon eine Ankaufssumme von 30 Euro zusammenkriegen, damit das Porto übernommen wird.
rebuy hätte am meisten Bücher angekauft, hat mir jedoch für sehr viele nur 5 Cent geboten, was mir aber, wie schon gesagt, zu wenig ist.
buchmaxe hat mir einige Bücher abgenommen, an denen die anderen beiden Unternehmen nicht interessiert waren und hat mir diesmal auch ganz gute Preise geboten. Um die Mindestmenge von 25 Büchern zu erreichen, damit auch buchmaxe die Versandkosten aus Österreich übernimmt, musste ich hier jedoch auch einige Bücher zu sehr niedrigen Preisen dazugeben. buchmaxe hat am längsten gebraucht, aber auch hier war die Abwicklung tadellos. (Vorausgesetzt natürlich, dass auch das Geld noch ankommt, aber daran zweifle ich eigentlich nicht.)
Fazit:
Man kriegt bei den Ankaufsplattformen zwar ein bisschen weniger als den "Marktwert", weil diese Plattformen ja auch noch was verdienen wollen - und das scheint über die große Masse gut zu gehen, von einzelnen Gebrauchtbüchern wird man ja eher nicht reich - aber es ist definitiv die allereinfachste und unaufwändigste Methode um gebrauchte Bücher loszuwerden und noch ein bisschen Geld dafür zu kriegen.
Empfehlung:
Da bei meinem Test alles sehr gut funktioniert hat, kann ich alle der drei getesteten Ankaufs-Plattformen empfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall die Preise zu vergleichen, da es hier zum Teil erhebliche Unterschiede gegeben hat.
Wie auch bereits in meinem letzten Bericht angemerkt, empfehle ich, den Zustand der Bücher selbst sehr kritisch zu beurteilen, und die Bücher für den Transport gut einzupacken, um sich ev. Enttäuschungen oder Rückporto zu ersparen.
Hinweis:
Meine Beurteilung entspricht alleine meinen Erfahrungswerten und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.