Freitag, 30. März 2012

[indiebook] Tipp: Romance von Emily Bold noch bis Sonntag gratis!

Emily Bold ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Indie-Autorinnen und wurde schon als "Deutschlands Amanda Hocking" bezeichnet. Nun wagt sie den Schritt auf den internationalen Markt und bietet ihr erstes Buch auch in englischer Sprache an. 
Noch bis einschließlich Sonntag gibt es das eBook The Curse - Touch of Eternity zum Gratis-Download bei Amazon. 


Die Story (via Amazon):
A centuries old curse, a mysterious pendant and a young love reignite a vendetta that had died down long ago...
Samantha, an outsider, finds an old pendant within her deceased grandmother's belongings. A short while later, the seventeen-year old goes on a school-exchange to Scotland. No sooner has she arrived at her host family's than she is drawn into the country's tales and myths. When she then also meets the attractive Scot Payton, her world completely falls apart. The mysterious Highlander soon conquers Sams heart. Caught up in her feelings, she does not realize how much danger she is in - what she does not suspect: Payton's past holds a dark secret. A secret that has bound together both their families' fates for hundreds of years and which is now also endangering Sam's life...
*** The eBook contains two versions - one with scottish dialect and one without. ***

Sonntag, 25. März 2012

Samstag, 24. März 2012

[Wien kreativ] Verstrickungen

Hab ich vorgestern beim Bummeln entdeckt. Ein Laden in der Mariahilferstraße, der hinter einer Baustelleneinhausung verschwindet, hat das Beste draus gemacht und einfach die Säulen behübscht...



Samstag, 17. März 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #10

Da hab ich doch glatt schon 14 Tage kein Update vom Kasteninhalt gemacht. Muss ich doch gleich nachholen, Fotos gibt's genug, ich bin ja immer wieder - rein zufällig - daran vorbeigekommen. 

Kasteninhalt, fotografiert am 04.03.2012:

Kasteninhalt, fotografiert am 09.03.2012 (bei schlechten Lichtverhältnissen):

Kasteninhalt, fotografiert am 16.03.2012: 
So sah es kurz nach Mittag aus, die untersten Fächer waren leer (nachdem ich  "aufgeräumt" hatte). Bis zum Abend wurde aber wieder einiges nachgefüllt (unter anderem von E. und mir).

Ein paar interessante Fundstücke:
Nicht schlecht, hier kann man sich sogar aussuchen, ob man das Buch lieber gebunden oder als Taschenbuch haben möchte:




...und die hier sehen ja wirklich toll aus.
Leider hab ich absolut keine Idee, welche Art Bücher das sein könnten. Idea, anyone?

Mittwoch, 14. März 2012

[ausgelesen] N.P.

Roman
Autor: Banana Yoshimoto
Verlag: Diogenes 1993 (186 Seiten)
OT: N.P. (1990)
im Wortschatz gefunden
gibt's aber auch bei amazon

Klappentext:
Ein unvollendetes Manuskript. Und bildschöne Zwillinge, Bruder und Schwester: Othohiko und Saki. Beides hinterläßt der japanische Schriftsteller Sarao Takase, als er mit achtundvierzig Jahren seinem Leben ein Ende setzt. Das Manuskript, 97 Erzählungen mit dem Titel N.P. - North Point - wird in den USA, wo der Autor lebte, für kurze Zeit ein Bestseller.
Takases Erzählungen lassen die, die sie lesen, nicht unverändert. Die Ich-Erzählerin, die junge Kazami, erfährt ihre beunruhigende Wirkung. Und als sie in Tokio auch noch die rätselhaften Zwillinge kennenlernt, gerät sie ganz in deren Bann und in das Magnetfeld der Welt von N.P. Eine Welt der erotischen Leidenschaften und Verstrickungen tut sich auf, die zu gefährlichen Gratwanderungen zwingt. 

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich im Bücherschrank am Margaretenplatz gefunden. Von der Autorin habe ich schon gehört, jedoch noch nichts von ihr gelesen und der Klappentext klang ja sehr vielversprechend. Leider fand ich das Buch aber ziemlich langweilig, es kam für mich keinerlei Atmosphäre auf, das Ganze fühlte sich lau und irgendwie zerrissen an. Nichtssagend. Die Zwillinge aus dem Klappentext sind alles andere als rätselhaft und die - ebenfalls im Klappentext versprochenen - "erotischen Leidenschaften und Verstrickungen" finden wohl irgendwo anders statt, aber sicher nicht in diesem Buch. Nur weil zuerst der Vater mit der Tochter und dann der Bruder mit der (Halb-)Schwester? Na, ich weiß nicht... (Die Frau ist in beiden Fällen übrigens die selbe.) 
Offenbar kann ich mit der japanischen Mentalität und ihrer Kultur/Literatur einfach nichts anfangen*. Ich konnte mich ja auch mit Murakami nicht anfreunden, also werde ich das mit den japanischen Autoren in Zukunft bleiben lassen, Frau Yoshimoto konnte mich mit diesem Buch auf jeden Fall nicht davon überzeugen, dass ich nochmal etwas von ihr lesen soll. 


*und das hat ganz sicher einen Grund...

Sonntag, 11. März 2012

[Mädchenkram] ein neues Täschchen für die Kamera


Praktischer Staubschutz für meine kleine Kamera, die sonst immer in der Handtasche herumkugelt. Außen und innen hübsch. Hergestellt von VULTURE. Erstanden bei LadenKonzept.

Freitag, 9. März 2012

gebrauchte Bücher loswerden #9

Weil das Bücher ausmustern bei mir kein Ende nehmen will und dann auch noch der Liebste regelmäßig mit einem Rucksack voller Bücher die er nicht mehr braucht hier ankommt, hab ich mir gedacht, ich mache mal den ultimativen Ankaufsplattformen-Test für Österreich.
Bei meiner letzten Test-Runde war außerdem die Plattform momox noch nicht dabei, weil ich nicht wusste, dass die jetzt auch eine eigene Österreich-Seite haben.
Also hab ich mir mal schnell das Regal mit den ausgemusterten Büchern vorgeknöpft und los ging's:
80 Bücher (43 Romane und 37 Sachbücher) habe ich mir vorgenommen und die Ankaufspreise parallel bei drei Ankaufsplattformen geprüft, nämlich bei


Diese drei Unternehmen sitzen zwar in Deutschland, kaufen aber auch gebrauchte Bücher (und verschiedenes anderes Zeug: DVDs, Musik-CDs, Spiele, Lego, etc.) aus Österreich an. Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen sie auch das Porto, das hab ich hier schon erzählt, und das ist wichtig, weil nämlich die Versandkosten von Österreich aus immens teuer sind und dann würde sich der Gebrauchtbuchverkauf gleich gar nicht mehr rechnen.
Wie das mit dem Verkauf der Bücher funktioniert, habe ich ja hier schon beschrieben, die Abwicklung ist denkbar einfach, alle Plattformen sind zwar ein bisschen anders, aber dennoch übersichtlich und leicht bedienbar aufgebaut. Besonders praktisch ist bei momox die Möglichkeit bis zu 50 ISBN-Nummern gleichzeitig einzugeben. (Dann kann man sich zurücklehnen und auf die Überraschung warten, welche Bücher denn angekauft werden und zu welchem Preis.) Bei den anderen Plattformen kann man immer nur eine ISBN nach der anderen prüfen.


Ein bisschen Statistik:
Bei den 80 Testbüchern waren 11 Stück dabei, die keine der drei Plattformen haben wollte. 
Für 18 Stück wurde mir lediglich ein Preis unter 30 Cent (meist sogar nur 5 Cent) angeboten - das ist mir zu wenig, denn da waren einige schöne Romane dabei. Diese Bücher verschenke ich lieber an Freundinnen oder stelle sie in einen offenen Bücherschrank. 
Von den 80 Testbüchern hätte rebuy am meisten Bücher angekauft, nämlich 57 Stück. Die anderen zwei Plattformen hatten deutlich weniger Interesse, nämlich buchmaxe für 49 Stück und momox für nur 46 Stück.
30 der Bücher wurden von allen drei Ankaufsplattformen akzeptiert und diese Schnittmenge bildet die Grundlage für die folgende Statistik:
Beim Bestpreis führt buchmaxe, die boten mir für 16 Bücher jeweils den höchsten Preis. (rebuy für 9 Bücher und momox für 6 Bücher.)
Durchschnittspreis: buchmaxe und momox:  €1,72. rebuy: € 1,59 (viel ist das nicht...)


Die Entscheidung:
Verkauft habe ich letztendlich insgesamt 49 Bücher, aufgeteilt auf alle drei Ankaufsplattformen. Und zwar:
6 Stück an momox (zu einem Durchschnittspreis von € 3,01)
18 Stück an rebuy (zu einem Durchschnittspreis von € 1,68)
25 Stück an buchmaxe  (zu einem durchschnittlichen Preis von € 1,77)


Die Abwicklung:
Ich habe alle Bücher schön verpackt (und von den Kartons kein Foto gemacht, ich Depp!) und gleichzeitig zur Post gebracht. Und zwar am Mittwoch, dem 29.02. um 9 Uhr früh.
Dann hieß es, sich zurücklehnen und gespannt abwarten, wie es weitergeht.

Bereits am Samstag früh hatte ich das erste Antwortmail im Postfach!
momox hat als Erster den Erhalt meiner Bücher bestätigt, mir mitgeteilt, dass alle angenommen worden sind und dass der Betrag bald zur Zahlung freigegeben werden würde. Am Dienstag war das Geld auf meinem Konto.
Am Dienstag vormittag kam das erste Mail von rebuy an, das den Erhalt meiner Bücher bestätigte. Nach nur 3 Minuten kam bereits das nächste Mail: Prüfung abgeschlossen, alle Artikel akzeptiert. Das Geld war schon am nächsten Tag auf meinem Konto!
Erst heute ist das große Paket endlich bei buchmaxe angekommen, die Bestätigung hat mich am Vormittag erreicht. 26 Minuten später kam das zweite Mail, wo mir mitgeteilt wurde, dass alle Bücher geprüft und angenommen worden sind und das Geld innerhalb der nächsten 24 Stunden an mich überwiesen wird. Ich schätze auch hier wird es so schnell gehen, wie bei den anderen, da aber heute schon Freitag ist, werde ich das Geld wohl erst nächste Woche erhalten.


Die Plattformen im Vergleich:
momox hat die benutzerfreundlichste Oberfläche (Eingabe von bis zu 50 ISBN-Nummern auf einmal), man muss sich jedoch ein Kundenkonto (mit Passwort) einrichten, was bei den anderen Plattformen nicht nötig ist. momox ist leider sehr wählerisch und nimmt viele Bücher nicht an, ist aber dafür Testsieger in der Geschwindigkeit und übernimmt die Versandkosten aus Österreich bereits ab einer Ankaufssumme von 10 Euro.
An rebuy habe ich bereits zum 2. Mal verkauft und es klappte auch diesmal wieder alles wie am Schnürchen, man muss hier allerdings schon eine Ankaufssumme von 30 Euro zusammenkriegen, damit das Porto übernommen wird. rebuy hätte am meisten Bücher angekauft, hat mir jedoch für sehr viele nur 5 Cent geboten, was mir aber, wie schon gesagt, zu wenig ist.
buchmaxe hat mir einige Bücher abgenommen, an denen die anderen beiden Unternehmen nicht interessiert waren und hat mir diesmal auch ganz gute Preise geboten. Um die Mindestmenge von 25 Büchern zu erreichen, damit auch buchmaxe die Versandkosten aus Österreich übernimmt, musste ich hier jedoch auch einige Bücher zu sehr niedrigen Preisen dazugeben. buchmaxe hat am längsten gebraucht, aber auch hier war die Abwicklung tadellos. (Vorausgesetzt natürlich, dass auch das Geld noch ankommt, aber daran zweifle ich eigentlich nicht.)

Fazit:
Man kriegt bei den Ankaufsplattformen zwar ein bisschen weniger als den "Marktwert", weil diese Plattformen ja auch noch was verdienen wollen - und das scheint über die große Masse gut zu gehen, von einzelnen Gebrauchtbüchern wird man ja eher nicht reich - aber es ist definitiv die allereinfachste und unaufwändigste Methode um gebrauchte Bücher loszuwerden und noch ein bisschen Geld dafür zu kriegen.

Empfehlung:
Da bei meinem Test alles sehr gut funktioniert hat, kann ich alle der drei getesteten Ankaufs-Plattformen empfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall die Preise zu vergleichen, da es hier zum Teil erhebliche Unterschiede gegeben hat.
Wie auch bereits in meinem letzten Bericht angemerkt, empfehle ich, den Zustand der Bücher selbst sehr kritisch zu beurteilen, und die Bücher für den Transport gut einzupacken, um sich ev. Enttäuschungen oder Rückporto zu ersparen.

Hinweis:
Meine Beurteilung entspricht alleine meinen Erfahrungswerten und erhebt keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.

Donnerstag, 8. März 2012

Mittwoch, 7. März 2012

[ausgelesen] Lilie und Schwert

Roman
Verlag: Knaur (1988)
TB, 151 Seiten
vergriffen, gebraucht erhältlich, zB. bei Amazon




Von der Buchrückseite:
Frankreich im 17. Jahrhundert:
Henri Quatre, der von seinem Volk geliebte König, dem Paris eine Messe wert war, ist mittlerweile 57 Jahre alt - und immer noch sehr heißblütig. Er sieht eines Tages ein wunderschönes fremdes Mädchen und verliebt sich glühend in sie. Doch sie ist die Tochter seines Freundes Montmorency...
Henri muss sich einiges einfallen lassen, um die Schöne für sich zu gewinnen und schließlich riskiert er sogar einen Krieg für seine späte Liebe...

Meine Meinung:
Ich habe das schmale Büchlein kürzlich im Bücherschrank am Margaretenplatz gefunden, und weil es mir gerade schwer fällt, umfangreiche Bücher zu lesen, hab ich mal reingeschnuppert und bin tatsächlich hängen geblieben. Von außen sieht es ja aus wie eine Schmonzette, das ist es aber nicht wirklich. Es ist eine ganz nette historische Liebesgeschichte - "wahr und historisch verbürgt" steht vorne im Buch, inwiefern das stimmt, kann ich leider nicht nachvollziehen, die Daten, die Henri IV betreffen, stimmen aber zumindest mit dem Wikipedia-Artikel überein und mehr will ich auch nicht nachforschen.
Henri, der König, ist ein liebeskranker, aber herzensguter Mensch, der sich in ein frühreifes Früchtchen verguckt und von einem zweiten Frühling träumt. Damit er ihr nahe sein kann, verheiratet er sie mit seinem Cousin, der sich aber eh schon immer als ewiger Lückenbüßer fühlt und dem König einen Strich durch die Rechnung macht. Der vermeintliche "Hinterwäldler" entführt seine hübsche Braut nicht nur, er verliebt sich auch noch in sie. Beinahe wird deshalb ein Krieg begonnen, doch am Ende geht (fast) alles gut aus.
Das Buch ist rasch ausgelesen - einerseits hat es ja nur 150 Seiten, andererseits liest es sich flott und unterhält ganz gut. Der Schreibstil ist zwar ein bisschen merkwürdig, wenn man jedoch bedenkt, dass es das vorletzte Buch der Autorin ist und sie es mit beinahe 80 Jahren geschrieben hat, relativiert sich das. Man merkt dem Buch auf jeden Fall an, dass es das Werk einer routinierten (Drehbuch-)Schreiberin ist.

Fazit:
Nette Unterhaltung mit historischem Hintergrund, stilistisch nicht mehr ganz zeitgemäß, aber durchaus unterhaltsam.

Montag, 5. März 2012

Wenn zwei Indie-Autoren eine Leserin glücklich machen

Bereits im Jänner durfte ich mich über zwei ganz besondere Bücher freuen (aber ich komme erst jetzt dazu, das mit euch zu teilen, sorry...)

Zum einen hab ich ein ebook bekommen, das ein Einzelstück ist, extra nur für mich gemacht! Die liebe Sinje Blumenstein hat auf ihrem Blog ein spontanes Gewinnspiel gemacht, bei dem ich gewonnen habe. Und weil die Sinje weiß, dass ich erstens ihre Gedichte so liebe und dass ich zweitens ein Tablet habe, auf dem ich ebooks lese, hat sie keine Mühen gescheut und extra nur für mich ein ebook mit ihren Gedichten angefertigt. Das ich jetzt in kleinen Dosen lese, weil die Gedichte von der lieben Sinje mich nämlich immer zu Tränen rühren. Wer es gerne poetisch und gefühlvoll hat, der sollte unbedingt mal bei der Sinje am Blog vorbeischauen, dort findet man alle Infos über ihre Veröffentlichungen.


Und dann durfte ich im Real Life mit einem echten Schriftsteller auf einen Kaffee gehen. Das ist ja auch mal was, mit einem echten Wiener Dichter in einem echten Wiener Kaffeehaus sitzen und plaudern. Und wenn man dann auch noch ein Buch dazugeschenkt bekommt, ist das Leserinnenglück fast vollkommen. 
Nur: jetzt gibt der mir ein Buch, das ich schon habe. Ich also leicht enttäuscht und sage: Das ist jetzt zwar voll nett und so, aber ich hab das Buch ja schon gelesen vor fast zwei Jahren, ich hab's ja auch rezensiert auf meinem Blog. Ich meine, es hat mir zwar echt gut gefallen, ich fand es sogar fast grenzgenial, aber deshalb muss ich es nicht unbedingt zweimal im Regal stehen haben. *hüstel*
Drauf er: Aber das hier ist anders, dreh es mal um!
Und bing! Ich dreh das Buch um und traue meinen Augen nicht - da steht ein Zitat von meiner Rezension hinten drauf! Ich fass es nicht. 
Ich steh auf einem Buch hinten drauf!
Dass er ausgerechnet so ein doofes Zitat nehmen musste (aber ich hab wohl nix Gscheiteres geschrieben, selber schuld, für zukünftige Rezensionen werde ich drauf achten, hübsch zitierbare Sätze zu schreiben - falls nämlich nochmal ein Schriftsteller auf die Idee kommt, mich in oder auf seinem Buch zu verewigen, tät ich echt gern eine bessere Figur machen), und meinen anderen Blog, naja, da will ich mal nicht kleinlich sein und ein Auge zudrücken.
Immerhin steh ich auf einem Buch hinten drauf!
Noch dazu auf einem Buch, das ich absolut empfehlen kann. Wer auf den Wiener Schmäh steht und sich mal wirklich köstlich unterhalten möchte, der sollte dringend Schwarzkopf vom Richard K. Breuer lesen, denn das wurde gerade in der dritten Auflage gedruckt. Ganz frisch! Und mit einem Zitat von mir hinten drauf, bitteschön. Eine bessere Empfehlung kann's ja wohl kaum geben. (Außerdem bin ich mit der Empfehlung ja nicht alleine. Ich bin sogar in bester Gesellschaft: der Falter wird zitiert, die leser-welt und das hörBücher-Magazin. Das durfte auch sogar noch auf die Vorderseite vom Buch, denn die haben dem Schwarzi das Prädikat "Grandios" verliehen. Na, da kann ich natürlich nicht mithalten...)

Den Schwarzi ("Nenn mich nicht Schwarzi!") gibt's auch als ebook. Das kostet dann nur die Hälfte. Damit hat man allerdings auch nur den halben Spaß. Leider.
Denn was die Bücher vom Breuer auszeichnet, ist nicht nur sein Humor, sondern auch die liebevolle Aufmachung der Bücher. Da wird jedes kleinste Detail ausgefeilt, das Cover passt perfekt zum Inhalt und selbst innen drinnen wird mit verschiedenen Schriftarten und Formaten gespielt.
Dass zwischen den Kapiteln immer wieder Zeitungssausschnitte eingetreut sind, kommt im ebook leider nicht heraus und auch auf die hübschen Kapitelüberschriften muss man im ebook verzichten, weil das epub oder kindle-Format halt leider nur eine Schriftart kann. (Ich hab mir nämlich extra die Leseprobe heruntergeladen, um das mal zu vergleichen.)
Deshalb: Printversion kaufen! Es lohnt sich.


Sonntag, 4. März 2012

[Fundstück] vergessenes Lesezeichen #3



Selbstverständlich will ich euch den schneidigen Piraten nicht vorenthalten, deshalb das Cover nochmals im Ganzen, weil das ist ja auch ein "Fundstück". ;-)

Samstag, 3. März 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #9

Jubel! Der Kasten ist repariert worden! Vorhin habe ich einen Spaziergang gemacht und konnte schon von weitem sehen, dass der Kasten recht gut gefüllt ist mit viele neuen Büchern. Und da dachte ich noch, ob die Leute denn nicht mitdenken. Wie kann man denn Bücher in den Kasten reinstellen, wenn der keine Tür hat? Dass er inzwischen aber eine neue Tür bekommen hat, habe ich erst erkannt, als ich schon näher dran war, denn die neue ist durchsichtig. Das hat natürlich einerseits den Vorteil, dass man den Inhalt besser sehen kann, aber dafür ist der Kasten nicht mehr so auffällig und weithin sichtbar wie vorher mit der roten Tür.



Eine Bookcrosserin hat einiges an englischen Büchern eingestellt und seht euch das an: ganz links unten steht sogar ein Buch von Paige Toon! Chasing Daisy - kann ich unbedingt empfehlen!!
Auf der Bank neben dem Bücherschrank saß grad eine Frau (mit Buch natürlich!) und als ich mich (auch mit einem Buch aus dem Kasten) dazugesetzt habe, hat sie mich angesprochen, weil ich Fotos gemacht hatte. Daraus hat sich ein sehr nettes Gespräch (über Bücher und Offene Bücherschränke) ergeben und so ganz nebenbei habe ich beobachten können, dass ganz schön viele Leute beim Kasten stehen bleiben und Interesse zeigen. Einige haben ein Buch mitgenommen, andere haben sich nur darüber unterhalten. Ich denke, ich werde mich bei schönem Wetter öfter mal einfach dort hinsetzen und schauen, was sich so tut. Außerdem werde ich wohl morgen mit einem Sack ausgemusterter Bücher hingehen, jetzt wo die Tür repariert ist, kann ich ja wieder welche reinstellen.

Freitag, 2. März 2012

[Gedanken] Irgendwas läuft da ziemlich falsch...

Kürzlich war ich mit einer lieben Freundin bei einem Vortrag zum Thema "Burnout" im Wiener Rathaus. Genauer gesagt war das eine der sog. "Wiener Vorlesungen", die seit Jahren von der Stadt Wien veranstaltet werden und zu denen jeder Bürger freien Zutritt hat. Ich weiß gar nicht, warum ich früher noch nie auf einer dieser Vorlesungen war, das ist nämlich schon eine tolle Sache. Die Themen sind aktuell und interessant, die Vortragenden sind angesehene Fachleute und die Location (meist der wundervolle große Festsaal im Wiener Rathaus) ist ebenfalls einen Besuch wert.



Der Vortrag hatte den Titel "Burnout. Modediagnose oder schwere Krankheit unserer Zeit?" und es sprach Prof. Michael Musalek, der ärztliche Leiter vom Wiener Anton Proksch Institut (den Wienern eher unter dem Namen "Kalksburg" geläufig). Und dieser Mann hat mich sehr beeindruckt. Einer, der etwas zu sagen hat, gut reden kann und noch dazu unterhaltsam ist. Wow! (Im Gegensatz dazu hat mich die ebenfalls am Vortrag beteiligte Frauen- und Gesundheitsstadträtin der Stadt Wien wenig bis gar nicht beeindruckt. Eigentlich sogar ziemlich genervt mit ihrem übermäßigen Gebrauch von Fachvokabeln, ihrem Verschlucken von halben Wörtern und ihren Themenverfehlungen beim Fragen-Beantworten.)
Der erste Teil des Abends ist fürs TV aufgezeichnet worden und wird in ORF III zu sehen sein, anschließend daran hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die erste Stunde - der Vortragsteil - verlief sehr interessant, wobei der Redeanteil von Prof. Musalek gerne mehr Zeit in Anspruch hätte nehmen können, die Informationen von Frau Prof. Wimmer-Puchinger fand ich nämlich größtenteils uninteressant bis irrelevant. Prof. Musalek hingegen hat - neben einer grundsätzlichen Erklärung des Krankheitsbildes "Burnout" - einige sehr interessante Dinge über die Prävention und Behandlungsansätze gesagt.
Und über den Sinn des Lebens an sich. Nämlich dass wir nicht hier auf dieser Welt sind, um uns (von der Arbeit) versklaven zu lassen, sondern um Freude zu empfinden. Und damit meint er nicht die kurzen Kicks durch die Vergnügungen, die unsere heutige Spaßgesellschaft so anzubieten hat. Diese Aussage mit der Freude hat ihm von zwei Drittel des Publikums tobenden Applaus eingebracht. Das andere Drittel denkt wahrscheinlich heute noch darüber nach, wie ein Universitätsprofessor denn so etwas behaupten kann, wo es doch im Leben das Allerwichtigste ist, etwas zu leisten. (Ich kenne diese Einstellung nur zu gut aus meiner eigenen Familie).
FREUDE ist doch etwas Essentielles! Wenn einen "nix mehr gfreit", wie es bei uns heißt, dann ist man wahrlich arm dran.
Ganz viele Menschen sind jedoch von Kindheit an darauf konditioniert, dass nur Leistung zählt. Nur wer etwas leistet, ist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft. Das ist doch eine total beknackte Einstellung, wenn ihr  mich fragt. Noch dazu, wie Prof. Musalek ganz richtig gesagt hat - und das halte ich überhaupt für einen der gscheitesten Sätze, der an diesem Abend gefallen ist - wird in unserer Gesellschaft Leistung ja eh gar nicht (mehr) honoriert. Erfolg ist das was zählt. Nur wer erfolgreich ist, der ist etwas wert, der wird anerkannt, der  ist wichtig, der hat es "geschafft". Darum sind gerade Berufsgruppen, die für ihre Leistung wenig positives Feedback erhalten, weil sie eben Jobs machen, die nicht sehr populär im Erfolgs-Ranking sind, stärker burnout-gefährdet.
Ich hätte es gerne gesehen, dass in dem Vortrag nicht so sehr der einzelne Gefährdete (oder bereits Erkrankte) in den Vordergrund gestellt wird, sondern auch Augenmerk darauf gelegt wird, welchen Anteil die heutige Gesellschaftsstruktur daran hat, dass es überhaupt zu so einer Krankheit wie dem Burnout kommen kann. Denn die Arbeitsbedingungen, die sich in den letzten Jahren sehr verändert haben (ich sage nur: Handy, Internet, E-Mail, und die dadurch erwartete ständige Erreichbarkeit; oder das vielfach propagierte und gepushte "Wirtschaftswachstum", von dem wir mittlerweile wissen, dass es eine krankhafte Idee ist, das aber für unsere Versklavung und Ausbeutung verantwortlich ist) haben meiner Meinung nach die Grundsteine dafür gelegt, dass so etwas wie Burnout überhaupt entstehen kann.
Bei dem Vortrag wurde betont, dass Burnout vor allem Arbeitssüchtige betrifft. Das ist ja wiederum ein Grund dafür, dass die Diagnose Burnout gesellschaftlich anerkannt wird, denn das kann ja nur jemand haben, der vorher ordentlich - und sprichwörtlich bis zum Umfallen - geschuftet hat. (Womit wir wieder bei der kranken Einstellung zum Thema Leistung von weiter oben angelangt sind.) Was aber so meiner Meinung nach nicht ganz richtig sein kann. Denn Menschen lassen sich auch deshalb ausbeuten, weil Ihnen nichts anderes übrigbleibt, und nicht weil sie arbeitssüchtig sind. Sie arbeiten in einem ungeliebten Job weiter, gehen jeden Tag in eine Firma, die sie mittlerweile hassen, machen eine Arbeit, die sie weder glücklich  macht, noch ausfüllt und mit der sie sich vielleicht nicht einmal mehr ein klein wenig identifizieren können - und nur aus dem Grund, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, sonst zu überleben.
Von meinem Job - und dem Geld, das ich dafür bekomme - hängt meine soziale Stellung ab. Ohne Geld kann ich mir nichts kaufen. Und gratis gibt es (fast) nichts. Die grundlegendsten Bedürfnisse - etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf - kann man sich ja vielleicht gerade noch erfüllen, mit enormen Abstrichen an der Qualität natürlich, aber alles, was darüber hinausgeht, müsste auf der Strecke bleiben. Und wo steh ich denn auf der sozialen Skala, wenn ich mir nicht die neuesten Dinge kaufen kann, die man "haben muss", die man unbedingt braucht, weil die (Werbe-)Industrie uns das so eintrichtert?
Ich glaube nicht, dass die Ursache für ein Burnout so einfach mit dem Wörtchen "Arbeitssucht" abgehakt werden kann, vielmehr dürfte die Ursache ein Zusammenspiel vielfacher Faktoren sein. Die (kranke) Struktur unserer Arbeitswelt  zum Beispiel. Der krankhafte Konsumwahn, von dem ein Großteil der Bevölkerung befallen ist - auch wenn es viele nicht merken und/oder nicht wahrhaben wollen. Der Druck unter dem wir alle stehen, etwas zu leisten, zu funktionieren, sich anzupassen, sich einzufügen, nicht aufzufallen, niemandem zur Last zu fallen, ständig erreichbar zu sein, keine Information zu verpassen, die neuesten Trends zu kennen, Erfolg zu haben, Dinge zu besitzen, die Wirtschaft am Leben zu erhalten und und und... Das kann doch keiner mehr aushalten!
Wo man auch hingeht, ständig wird man mit Werbung berieselt oder gar aufdringlich beschallt. Überall hat man Werbung vor den Augen oder in den Ohren. Grell, bunt und aufdringlich. Werbung, die uns sagt, wo und was wir kaufen sollen. Nachrichten, du uns sagen, was wichtig ist. Headlines, die uns suggerieren, worüber wir uns Gedanken machen sollen. Und Berichte, die uns sagen, dass es keine Alternativen gibt. (Wofür auch immer.)
Doch es gibt welche. Wir müssen sie uns selber erschaffen, die Alternativen. Freie Lebensgestaltung muss für jeden Einzelnen machbar sein. Es scheitert aber oft schon daran, dass es für den Einzelnen gar nicht vorstellbar ist.

(Nicht vorstellbar ist es zum Beispiel ganz offenbar für all jene, die den Kopf schütteln, wenn ich sage, dass ich keine Tageszeitungen lese, dass ich kein Radio höre und dass ich keinen Fernseher besitze. Ich aber fühle mich wesentlicher freier, wenn ich nicht ständig von schlechten Nachrichten, unnötigen Informationen und aufdringlicher Werbung beeinflusst werde.)

Donnerstag, 1. März 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #8

Traurig sieht das aus... Die Tür wurde entfernt - ich hoffe, zwecks Reparatur. Der Kasteninhalt ist, dank des feuchten Wetters das wir hier gerade haben, in einem üblen Zustand. Völlig unverständlich ist (nicht nur) mir, wie Leute derzeit Bücher in den Schrank stellen können, wo doch völlig klar ist, dass diese Schaden nehmen. Aber es wird gemacht...