Dienstag, 31. Januar 2012

[Buchtipp] Georgette Heyer bei CORA Historical

Heute erscheint Georgette Heyers "Verlobung zu dritt" in der Reihe CORA Historical, eine entzückende Story, die ich wärmstens empfehlen kann! Wenn ihr gerne amüsante Geschichten lest, die euch von der ersten Seite weg zum Schmunzeln bringen, dann greift hier bedenkenlos zu.
Das von CORA gewählte Cover irritiert leider ein bisschen, denn die Heldin entspricht so gar nicht der nachdenklich blickenden jungen Dame, die hier zu sehen ist. Ganz im Gegenteil: Eustacie ist abenteuerlustig und temperamentvoll und stürzt sich Hals über Kopf in eine schwungvolle Geschichte, die von Georgette Heyer im Stile einer Screwball-Comedy erzählt wird.
Meine ausführliche Meinung zum Buch findet ihr HIER.

Montag, 30. Januar 2012

[Wien literarisch] Ein Ende und ein Anfang

Vorigen Samstag war ich zum ersten Mal im Antiquariat Reichmann auf der Wiedner Hauptstraße. Der Laden ist einen kleinen Spaziergang von meiner neuen Wohnung entfernt und ich kannte ihn nicht, weil ich in den letzten 18 Jahren in verschiedenen anderen Teilen der Stadt gewohnt habe. Gleichzeitig war das aber auch die letzte Möglichkeit zu einem Besuch, denn "die traurigste Buchhandlung Wiens", wie E. sie bezeichnet hat, schließt morgen für immer ihre Pforten. Einen sehr interessanten Artikel von Christian Zeilinger, Schriftsteller und langjährigem Kunden der Buchhandlung, kann man hier nachlesen. Ich werde mich darauf beschränken, ein paar Fotos zu zeigen, die ich bei meinem zweistündigen Abtauchen in eine beinahe magische Welt gemacht habe.







Während also in dem einen Stadtteil eine altehrwürdige Buchhandlung schließt, eröffnet in einem anderen (gar nicht mal so weit entfernt übrigens) eine neue: Die feministische Buchhandlung ChickLit wird morgen um 10 Uhr eröffnet. Zu finden ist sie in der Kleeblattgasse 7 im ersten Bezirk und HIER geht's zur Homepage.

Sonntag, 29. Januar 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #5

Es sieht gerade seeeehr traurig aus im Bücherschrank am Margaretenplatz. Vorigen Sonntag war er noch gut gefüllt, gestern und vorgestern jedoch hat er sich leergeräumt präsentiert. 
Bei meinem Kurzbesuch am Freitag nachmittag habe ich übrigens eine Bookcrosserin auf frischer Tat ertappt! Ich stand gerade so vor dem Kasten, meine Fotos schon geschossen, da kam eine junge Frau von hinten herangestürmt, hat blitzschnell ein Buch reingestellt, ein Lächeln mit mir getauscht und weg war sie wieder. Das Buch war übrigens das hier und ich hab's mir gleich geschnappt.
Und natürlich habe ich den Fund auch auf der BC-Website registriert, wie sich das gehört. Leider tun das die meisten Finder nicht, was ich ziemlich schade finde. Ich habe ja schon einige Bücher bei bookcrossing registriert und freigelassen, aber die Rückmeldungs-Quote ist gering. Auch irgendwie traurig.


Kasteninhalt, fotografiert am 22.01.2012:

Kasteninhalt, fotografiert am 27.01.2012:

Kasteninhalt, fotografiert am 28.01.2012:

Freitag, 27. Januar 2012

[ausgelesen] Suicide City

Erzählung
Verlag: Killroy media (1999)
Hardcover, 77 Seiten

Zitat:
"Ich bin ein gottverdammter kleiner Cracknigger auf seinem letzten Ritt. Eins zu Null für euch." (steht vorn am Cover)

Von der Buchrückseite:
Schiemann erzählt rasant und mit praller Intensität aus dem Drogen-Milieu, dessen traumatischer Alltag bestimmt wird von Rausch, Isolation und Nähe, von Gewalt und Kriminalität. Mit viel Chemie und noch mehr Zynismus schlägt sich Joey - sein Held mit autobiographischen Zügen - durch Suicide City, von der psychiatrischen Verwahranstalt über Junk-WGs bis hin in ein grotesk verzerrtes Landleben.

Mein Eindruck:
Ich habe das Buch kürzlich im roten Bücherschrank am Margaretenplatz gefunden. Wer es dort wohl hineingestellt haben mag? Wie auch immer. Wenn ich es nicht zufällig dort gefunden hätte, hätte ich das Buch sicher niemals gelesen. Wäre jetzt auch kein großer Verlust gewesen. Das soll nicht heißen, dass ich es schlecht fand. Eh nicht. Aber zu Begeisterungsstürmen hat es mich auch nicht hingerissen. Ich habe für die 77 Seiten erstaunlich lange gebraucht, weil ich mich zwischendurch ständig habe ablenken lassen. Was jetzt nicht gerade für die Story spricht. Fesselnd ist anders. 
Die Erzählung bietet in 4 Kapiteln einen Einblick in das Leben eines jungen Junkies. Sie wird aus der Ich-Perspektive erzählt und so erfährt man erst am Schluss überhaupt mal seinen Namen. Sehr gut dargestellt wurde die verquere Wahrnehmung der Realität des jungen Mannes, seine Wahnvorstellungen. Die Story kippt immer wieder in (alp)traumähnliche Sequenzen ab, die allerdings weit weniger verstören, als die ekelerregenden Sexszenen. Gegen Ende wird die Geschichte immer abstruser und der Schluss war für mich beim besten Willen nicht mehr verständlich.

Fazit:
Sprachlich gute Underground-Literatur, allerdings nicht unbedingt spannend und schon gar nicht nachvollziehbar. Achtung: hoher Ekelfaktor!

Sonntag, 22. Januar 2012

[Wien kulinarisch] Kaffee Kurzweil


Kaffeehaustipp kurz und bündig: heute vormittag sind wir zufällig ins Kaffee Kurzweil in der Paniglgasse gestolpert und waren vom ansprechenden Ambiente aufs Positivste überrascht.
Was uns sehr gut gefallen hat:
- moderne, geradlinige, sehr geschmackvolle Einrichtung
- angenehme Atmosphäre
- tolle Musik in angemessener Lautstärke
- interessante kleine Speisekarte
- Frühstück täglich bis 16 Uhr
- moderate Kaffeepreise (1 Melange + 1 Espresso für € 4,70)
- bis 18 Uhr Nichtraucherlokal


Fazit: Empfehlung! Wird auf jeden Fall wieder besucht.

Freitag, 20. Januar 2012

[ich lese] Vincent

Roman
Autor: Joey Goebel
Diogenes, 2005
OT: Torture the Artist (2004)
geschenkt bekommen
gibt's aber auch bei Amazon


Von der Buchrückseite:
Wussten Sie, dass große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, dass ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. 
Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden?
Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.

Warum ich dieses Buch lese:
Mein Liebster mistet grade sein Bücherregal aus und bringt mir bei jedem Besuch Bücher mit, die ich behalten kann oder in den Roten Kasten stellen, wie auch immer ich will. Dieses hier hab ich behalten und mal reingelesen. Es beginnt mit einem Brief an den siebenjährigen Vincent, geschrieben von seinem "Beschützer" Harlan. Vincent hat die Begabung dazu ein großer Künstler zu werden und Harlan wurde engagiert um dafür zu sorgen, dass Vincent immer unglücklich ist, damit seine Kunst großartig wird. Eine interessante Idee.
Vincent wird übrigens Schriftsteller und Songwriter und ich würde gerne wissen, ob er es schafft, am Ende doch noch glücklich zu werden, denn mit sieben Jahren ist er überzeugt davon, dass das möglich ist.
Die einzelnen Kapitel des Buches tragen Frauennamen und da bin ich jetzt irgendwie neugierig geworden, was es mit den Frauen wohl auf sich haben wird.

Zitat:
"Noch einmal, es tut mir leid. Es stimmt, was die Leute sagen - das Leben ist ungerecht, vor allem zu Dir. Und ich kann Dir nur einen Trost bieten: Was Du in all dem Leid und der Einsamkeit zustande bringst, wird Deine Verzweiflung und unsere Grausamkeit bei weitem überdauern. Unsere Folter ist vergänglich, Dein Werk währt ewig. So gesehen, werden wir auf lange Sicht alle gewinnen."
(Aus Kapitel 1 "Rachel")


Mittwoch, 18. Januar 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #4

Am vergangenen Freitag gab es kurz nach Mittag einen argen Schneesturm. Am Samstag habe ich gegen 14 Uhr ein paar Bücher in den Kasten gestellt und dabei leider feststellen müssen, dass im untersten Regalfach ein völlig durchnässtes Buch lag.
Tja, wie ich es in meinem letzten Update befürchtet hatte: der Kasten scheint nicht ganz dicht zu sein. Wobei, ganz sicher bin ich mir da jetzt auch nicht, immerhin war keiner der Regalböden feucht, bloß dieses eine völlig aufgeweichte Buch war da und ein ebenso aufgeweichtes Romanheft. Alle anderen Bücher waren augenscheinlich trocken. Sehr seltsam...

Als ich um 14 Uhr meine Bücher eingestellt habe, hat es im Kasten ein bisschen traurig ausgesehen:


Auf dem Rückweg vom samstäglichen Kaffeehausbesuch bin ich nochmal so gegen 17 Uhr am Margaretenplatz vorbeigekommen und da ist mir ein Mann mit zwei Kisten voller Bücher aufgefallen, der zielstrebig in Richtung Kasten marschiert ist. Ich war gerade auf dem Weg in den Supermarkt und natürlich habe ich am Rückweg nochmal den Kasten inspizieren müssen, denn ich wollte doch wissen, ob der Mann die Bücher tatsächlich wie vermutet dort hinein gestellt hatte. Und ja, hatte er!
Leider war es schon ziemlich dunkel und die Fotos sind nicht so toll geworden, aber man kann trotzdem erkennen, dass eine Menge Thriller und EDV-Bücher in sehr gutem Zustand eingestellt worden sind, die ziemlich sicher wenig später von interessierten Lesern gefunden worden sind. Immerhin waren die Bücher, die ich drei Stunden zuvor eingestellt hatte, auch bereits weg.


To be continued...

Freitag, 13. Januar 2012

[ich lese] Betty Blue: 37,2° am Morgen

Roman
Autor: Philippe Djian
Diogenes, 1988
OT: 37,2° Le Matin (1985)
ausgeborgt von einer Freundin
gibt's aber auch bei Amazon



Warum ich dieses Buch lese:
Es gibt so Bücher, die stehen seit Jahren auf meiner MUML-Liste*. Das hier ist eines davon. Als ich es am Mittwoch abend im Bücherregal einer lieben Freundin entdeckt habe, habe ich es mir ausgeborgt. Am Donnerstag in der Früh habe ich begonnen, es zu lesen. Und am Donnerstag abend habe ich bereits überlegt, es wieder abzubrechen. Schuld daran ist aber nicht das Buch, sondern irgendwelche Hirnis beim Online-Händler, und zwar deshalb:


Wichtiger Hinweis:
Auf der Amazon-Produktseite des Buches befindet sich ein Ausschnitt aus einem Literatur-Lexikon - Das Buch der 1000 Bücher - der leider in wenigen Sätzen den kompletten Inhalt des Buches erzählt, und gnadenlos spoilert.
Ich hab das schon vor einiger Zeit mal gelesen, mich wahnsinnig darüber geärgert und beschlossen, dass ich das Buch jetzt nicht mehr lesen kann, weil ich das Ende schon weiß. Natürlich hab ich das inzwischen vergessen, also nicht das Ende an sich, sondern wie es dazu kommt. Und vor allem habe ich vergessen, dass dieser Scheiß-Text auf der Amazon-Seite steht. Doof wie ich bin, hab ich doch glatt den Text beim Verlinken gerade nochmals gelesen, weil ich eigentlich einen Klappentext hier reinkopieren wollte. Verdammt! Was hab ich mich geärgert. So eine Scheiße aber auch! Wie kann man sowas nur machen? Sind die denn komplett bescheuert? Auch wenn das Buch ein Kultbuch ist, das viele kennen und das auch verfilmt worden ist, so heißt das ja noch lange nicht, dass JEDER die Story kennt. Oder vorher schon wissen will. Ich will ein Buch lesen und überrascht werden! Verdammte Scheiße nochmal! Ich bin soooooo angepisst!

(* MUML = Mussich unbedingt mal lesen)

Mittwoch, 11. Januar 2012

[Jahres-Rückblick 2011] Challenges

Bereits 2010 habe ich einsehen müssen, dass die Teilnahme an Lese-Challenges ganz einfach nix für mich ist, trotzdem hab ich 2011 wieder bei einer teilgenommen, nämlich bei der SuB-Abbau-Challenge 2011, die ich aber Mitte des Jahres wegen akuter Lese-Unlust abgebrochen habe.
Meinen enormen LiRo-SuB (siehe Foto) habe ich kaum verkleinern können, das beschämende Ergebnis will ich hier gar nicht erst erwähnen und derzeit überlege ich, mich überhaupt von einem Großteil dieser Bücher zu trennen. Naja, mal sehen. Denn wenn ich so weitermache, hab ich bald keine Bücher mehr im Regal. (Oh, da fällt mir ein, ich hab ja noch immer kein Regal...)
Weil also diese Challenges so wirklich gar nix für mich sind, ich aber ein leidenschaftlich widersprüchlicher Mensch bin, habe ich kurz überlegt, ob ich nicht heuer doch wieder bei einer mitmache.
Die Challenge von der lieben Neyasha finde ich nämlich wirklich toll und innovativ und eine Teilnahme hätte mich sehr gereizt, vor allem weil in meinem SuB ein paar Bücher liegen, die perfekt dafür passen würden. Aber ich will mich dann doch nicht festlegen - und vor allem am Ende des Jahres nicht wieder so enttäuscht sein - und deshalb mache ich an dieser Stelle einfach nur mal Werbung dafür:


Die Challenge umfasst 20 verschiedene Themen von "Abenteuer" bis "Utopie". Wer mit der Zuordnung der Themen überfordert ist, kann hier eine Literaturliste finden. Es steht jedem Teilnehmer frei, ob er zu einem Thema ein aktuelles Buch oder einen Klassiker lesen will und auch das Genre wird nicht eingeschränkt. Die Challenge geht über das ganze Jahr 2012 und wer sie erfolgreich beenden möchte, muss mindestens 10 Romane gelesen haben. Alle Regeln für die Challenge sind HIER nachzulesen. Anmelden kann man sich noch bis Ende Jänner. (Also hab ich ja auch noch ein bisschen Bedenkzeit...)

Montag, 9. Januar 2012

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #3

Ganz schön was los im Margaretner Bücherschrank! Der "Wortschatz" scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen, denn die Bücher wechseln ständig. Mal ist der Kasten gut gefüllt, mal ziemlich ausgeräumt, wie man auf den Fotos weiter unten sehen kann.
Ich selbst schaue mindestens einmal die Woche dort vorbei und stelle ein paar Bücher rein. Oft nehme ich auch Bücher mit und tatsächlich habe ich dort schon einige Schätzchen gefunden. Insgesamt habe ich bisher 45 Bücher weggegeben und ca. 30 mitgenommen - die meisten davon werde ich aber wieder in den Kasten zurückstellen, wenn ich sie (an)gelesen bzw. durchgeblättert habe. 

Was mir aufgefallen ist:
In den unteren Fächern sammelt sich leider der Schmutz, die Bücher die dort stehen, werden in Mitleidenschaft gezogen. 
Da der Kasten nach hinten geneigt ist, sollte man die Tür bei Regen nicht allzulange geöffnet lassen, denn es regnet hinein.
Die kürzlich montierte Feder ist weggekommen. (Abmontiert? Abgebrochen?) 
Die Bauweise ist meiner Meinung nach nicht so ganz ausgereift. Ich frage mich außerdem, wie lange die Dichtungen die Nässe abhalten können. (Vor allem, falls einmal Schnee auf dem Kasten liegen sollte.)

Kasteninhalt am 29.12.2011:



Kasteninhalt am 31.12.2011:



Kasteninhalt am 07.01.2012:



Donnerstag, 5. Januar 2012

Jahres-Lese-Bilanz 2011

2011 war ein sehr durchmischtes Lesejahr für mich. 2010 habe ich es ja auf 120 ausgelesene Bücher gebracht, wie man hier sehr ausführlich nachlesen kann. 2011 hat das jedoch ganz anders ausgesehen. Bis Ende Mai habe ich 47 Bücher gelesen und wie gewohnt brav in meinen monatlichen Statistiken und in meiner Excel-Liste dokumentiert. Dann aber werden meine Aufzeichnungen chaotisch, reißen mit August völlig ab und ich kann mich nur noch vage dran erinnern, was ich den Rest des Jahres gelesen habe.
Ich habe also versucht, das so gut wie möglich (für mich selbst) zu rekonstruieren, was aber ein bisschen schwierig war. Zum einen weil ich mit der monatlichen Lesebilanz hier im Blog aufgehört habe, und zum anderen weil ich vermehrt E-Books gelesen habe, wobei ich fast völlig den Überblick verloren habe. Die E-Books sind aber zum Glück noch alle im virtuellen Regal, also hab ich einfach dort nachgesehen und abgezählt, wie viele ich davon gelesen habe.
Dasselbe könnte ich jetzt auch mit den "richtigen" Büchern machen - mich einfach vor das Regal stellen und nachsehen, was ich davon in den letzten Monaten gelesen habe. Könnte ich. Wenn ich ein Regal hätte. Die Bücher sind aber noch immer in den Bananenkartons... *pfeif*
Habe ich 2010 noch eine (übertrieben) ausführliche Jahresstatistik vorlegen können, anhand der ich zum Beispiel sagen konnte, wieviele Bücher ich aus welchem Genre gelesen habe, oder in wieviele Länder ich lektüremäßig gereist bin und wieviele Sterne ich durchschnittlich vergeben habe, so wird die Statistik für 2011 kurz und knapp ausfallen. Nämlich wie folgt:

55 Bücher gelesen (davon 50 auf Papier und 5 als E-Book)
12 Bücher zur Hälfte gelesen (davon 6 auf Papier und 6 als E-Book)
23 Shorties/Novellas gelesen (davon eine auf Papier, alle anderen als E-Book)
außerdem unzählige Leseproben

Für einen Vielleser ist das eine geradezu beschämende Statistik, was mir aber vollkommen wurscht ist. Für jemanden, der nicht viel liest, ist das noch immer eine unglaubliche Anzahl. Es ist also alles relativ.
In den letzten Monaten ist mir übrigens aufgefallen, dass das Lesen unter den vielen Bücherbloggerinnen teilweise schon zu einem Konkurrenzkampf geworden ist. Wer liest schneller, wer liest mehr, wer liest die neuesten Bücher zuerst? (Und nicht zuletzt: Wer kriegt die meisten Rezensionsexemplare?) Um ehrlich zu sein kann ich darüber nur den Kopf schütteln. Ich bin doch keine Kampfleserin!
Außerdem gibt es in meinem "Real Life" jetzt andere Prioritäten, andere Dinge sind (wieder) wichtig geworden. Auf jeden Fall wesentlich wichtiger als Lesestatistiken, weshalb ich die monatlichen Statistiken auch nicht wieder einführen werde. (Außer ich überlege es mir irgendwann anders...)

In meiner Jahresstatistik für 2010 habe ich auch über die Veränderungen in meinem Bücherregal berichtet, die ich für 2011 aber gar nicht mehr nachvollziehen kann.
Ich habe einige Bücher via bookmooch ver- und ertauscht, aber das fröhliche Tauschen hat mit Mai 2011 ein jähes Ende gefunden, und daran war die Österreichische Post mit ihrer exorbitanten Gebührenerhöhung schuld. Vielen Dank nochmal, Leute!
Bis Ende Mai habe ich ca. 120 Bücher erworben (etwa ein Drittel davon waren Neukäufe, den Rest habe ich ertauscht oder gebraucht gekauft), dafür habe ich etwa 300 Euro ausgegeben. Im Juni sind noch ein paar in Amerika bestellte Bücher bei mir eingetrudelt und dann habe ich tatsächlich einige Monate lang kein einziges Buch gekauft! Ein paar E-Books, aber davon waren die meisten gratis.
Erst gegen Ende des Jahres habe ich wieder ein paar Bücher käuflich erworben. Außerdem wurde der Offene Bücherschrank am Margaretenplatz aufgestellt und dort habe ich mir einige rausgenommen, jedoch wesentlich mehr von mir ausgemusterte hineingestellt.
Wie groß mein SuB derzeit ist, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen, ist mir aber auch egal. Wenn ich dann mal ein Bücherregal haben werde, kann ich ja nachzählen...

Und dann ist 2011 auch noch etwas passiert, was sich zu Beginn ziemlich seltsam für mich angefühlt hat. Mein Lesegeschmack hat sich verändert, ich konnte mich auf einmal so gar nicht mehr für Romances begeistern, die ich zuvor noch verschlungen hatte. Tatsächlich habe ich hier einige Bücher von Lieblingsautorinnen liegen, die ich gaaaaanz unbedingt haben wollte. Und plötzlich interessieren sie mich nicht mehr.
Wenn ich allerdings genau darüber nachdenke, ist diese Verschiebung meiner Leseinteressen nicht ganz so ungewöhnlich, denn das habe ich in meinem (langen) Lese-Leben doch schon öfter erlebt. Und es ist auch gut so.
Ach, und über Leseflauten (wie sie zum Beispiel im November von vielen Bloggerinnen bejammert worden sind), reg ich mich auch nicht mehr auf. Alles vergeht...