Samstag, 31. Dezember 2011

[Jahres-Rückblick] ...ganz schön was los...


2011. Ein aufregendes Jahr geht zu Ende. Ein Jahr in dem sich bei mir sehr viel geändert hat.
Begonnen hat alles mit meinem 40. Geburtstag, den ich - nach mehreren trübsinnig verbrachten Wochen - trübsinnig auf der Couch verbracht habe. Mit meiner Laune und meinem Wohlbefinden ging es stetig bergab, bis ich an dem verdammten Geburtstag mich wie eine Katze auf dem Sofa zusammengerollt habe und nie wieder aufstehen wollte.
Freilich konnte ich dort nicht liegen bleiben, "musste" wieder arbeiten gehen, "musste" wieder am Leben teilnehmen. An einem Leben, das schon lange nicht mehr meines war. Und deshalb habe ich es geändert. Radikal. Ich habe alles auf den Kopf gestellt. Beinahe nichts ist gleich geblieben. Eigentlich wollte ich hier einen Jahres-Rückblick schreiben und davon erzählen, aber das würde zu ausufernd werden. Und zu privat.
Und weil sich in meinem Leben so vieles geändert hat, wird sich auch hier im Blog noch einiges ändern. Langsam aber sicher hat sich der alleinige Fokus von den Büchern wegbewegt, andere Themen haben Einzug gehalten, die Farbpalette ist größer geworden.
Ich weiß noch nicht genau, wie es hier in Zukunft aussehen wird. Das wird sich langsam weiterentwickeln. Natürlich werde ich auch weiterhin über Bücher bloggen, denn die sind aus meinem Leben einfach nicht wegzudenken, aber sie sind auch nicht das Wichtigste. Meine Romance-Phase scheint vorbei zu sein, ich hab wieder Lust darauf, andere Bücher zu lesen, für die LiRos kann ich mich gerade überhaupt nicht begeistern. (Was mit meinem riesigen LiRo-SuB passiert, weiß ich auch noch nicht.)

"... die Leiden sind vorbei, häng die -schaften an!", hat eine liebe Freundin kürzlich geschrieben und meinte damit meinen Blognamen. Als hätte sie gewusst, dass ich mir just am Tag davor endlich eine eigene Domain gekauft habe. Und deshalb wird mein Blog ab demnächst einen neuen Namen tragen und unter einer anderen Adresse zu finden sein. Aber keine Sorge - ich werde den ganz einfach von hier umleiten, ihr werdet fast gar nichts davon merken. So hoffe ich... ;-)

Ich bedanke mich bei allen Lesern, die regelmäßig hier vorbeikommen, nette Kommentare hinterlassen und/oder mir E-Mails schreiben - ihr seid das Salz in meiner Blogsuppe!
Ich grüße alle stillen Mitleser und auch die "zufälligen" Besucher - ich hoffe, ich konnte euch gut unterhalten und würde mich freuen, wenn ihr meinen Blog auch nächstes Jahr wieder besucht.
Ganz besonders danke ich den paar tollen Menschen, die mich dieses Jahr durch alle Höhen und Tiefen begleitet haben - was hätte ich bloß ohne euch gemacht...

Und nun verabschiede ich mich in eine Jahres-Wechsel-Blog-Umbau-Pause
 und wünsche euch allen
einen guten Start ins nächste Jahr!  


Freitag, 30. Dezember 2011

[ich lese] Die Kunst, frei zu sein

DIE KUNST, FREI ZU SEIN
Handbuch für ein schönes Leben
Heyne, 2009
OT: How To Be Free (2006)
gekauft in einer Wiener Buchhandlung
gibt's aber auch bei Amazon


Von der Buchrückseite:
Fragen Sie sich manchmal, wieso Sie jeden Tag zur Arbeit gehen? Und wer den ganzen Mist kaufen soll, den die Konsumwelt uns anpreist? Und quält Sie nicht insgeheim der Gedanke an ein besseres, freies und glückliches Leben? Tom Hodgkinson, Experte für Müßiggang, Genuss und Gelassenheit, nimmt sich die negativen Erscheinungen unseres modernen Lebens vor: Erfolgsdruck, Versagensangst, Gier, Einsamkeit. Mit der für ihn typischen Mischung aus Humor, enzyklopädischem Wissen und Zitaten führt er vor, wie man sich aus diesen Zwängen befreien kann - und liefert einen neuen, verblüffend einfachen und vergnüglichen Entwurf für ein glücklicheres Leben.

Warum ich dieses Buch lese:
Seit Jahren träume ich von einem "einfachen Leben". In den vergangenen Monaten habe ich mich von vielen Dingen getrennt. Da meine neue Wohnung nur mehr halb so groß ist wie die alte, habe ich viele Dinge zurückgelassen - und festgestellt, dass ich sie gar nicht brauche! Ich habe mein Leben von vielfältigem Ballast befreit und fühle mich selbst befreit. Und trotzdem ist immer noch genug da. Manchmal sogar zu viel...
Ich habe mir schon vor einiger Zeit die Leseprobe von "How To Be Free" auf mein Tablet geladen, habe aber erst begonnen, es zu lesen, als mir das Buch erneut ins Auge gesprungen ist. (Als ich kürzlich mal in einer sehr großen Buchhandelskette auf der Mariahilferstraße war um mich bei den Wirtschaftsbüchern umzusehen, lag die deutschsprachige Ausgabe des Buches dort auf demselben Tisch wie das Buch von Joseph Stiglitz und das von Franz Hörmann.)
Die Leseprobe der Originalausgabe, die die ersten beiden Kapitel enthielt, hat mir sehr gut gefallen, ich wollte das Buch aber nicht als E-Book lesen, weil mir das bei langen Texten zu anstrengend ist auf dem Tablet. Deshalb habe ich mir die Print-Ausgabe geholt.

Zitat:
"Ich bin gegen Verbrechen, weil sie das Regierungssystem stärken: Jedem Verbrechen folgen zehnfache Angriffe auf die persönliche Freiheit aller Bürger. Eine Bombe führt zu tausend neuen Gesetzen. Regierungen lieben die Kriminalität, denn sie liefert ihnen eine Existenzgrundlage - den Schutz der Bürger - und einen Vorwand dafür, Kontrolle über uns auszuüben. Deshalb sollte der wahre Anarchist kriminelle Taten um jeden Preis meiden."
(Aus Kapitel 1 "Verjag die Angst; sei sorglos")


Freitag, 23. Dezember 2011

[Wien kulinarisch] Süssi - Salon de Thé Francais

In der Wiener Operngasse findet man "Viennas first and only French Tea Room", das Süssi, ein ganz entzückendes kleines Lokal, das einer Puppenstube gleicht in der man sich gleich wohl fühlt. Soferne man nicht unter Klaustrophobie leidet, denn wenn ich "kleines Lokal" schreibe, dann meine ich das auch so. Es gibt nur sehr wenige Tischchen, alles ist sehr eng und in der hinteren Hälfte des Raumes ist auch noch die Decke sehr niedrig.
Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen? - ist die Atmosphäre ganz zauberhaft. Hier fühlt man sich zurückversetzt in eine längst vergangene Zeit, in der es noch nicht so hektisch war. Und tatsächlich geht hier auch alles nicht so schnell. Aber dafür mit Stil und Charme. Da wird einem gleich der Mantel abgenommen und in die Garderobe gebracht und während man auf den bestellten Tee oder Kaffee wartet, bekommt man frisches Wasser aus einer Silberkaraffe in hübsche blaue Gläser gefüllt. Angenehm!
Wie es sich für einen Teesalon gehört, ist die Auswahl an Teesorten umfangreich und wenn mal alle Utensilien für den stilvollen Teegenuss herangeschafft sind, dann ist auf dem kleinen runden Tischchen gerade noch für ein Tellerchen mit Leckereien Platz.
Die Auswahl an verführerischen Süßigkeiten ist schier unglaublich - ich konnte nicht einmal die Hälfte davon fotografisch einfangen. Neben verschiedensten Tartes und Crémes gibt es auch noch die derzeit angesagten Macarons und Cupcakes. Außerdem gibt es eine Auswahl an Pralinen und Keksen. Alles natürlich auch zum Mitnehmen. Und wer es lieber pikant mag, der bestellt eine Quiche. 
Mit ein paar Impressionen von unserem Besuch im Süssi verabschiede ich mich in einen kurzen Weihnachtsurlaub und wünsche allen Bloglesern und -besuchern schöne Feiertage!



Donnerstag, 22. Dezember 2011

[Wien kreativ] Gehäkelt oder gestrickt?

Dass ich vom Wintermarkt im Semperdepot sehr angetan war, habe ich ja bereits gestern berichtet. Zwei der Aussteller haben aber einen ganz besonderen Eindruck bei mir hinterlassen und diese beiden möchte ich euch heute gerne vorstellen.

(c) Wollrausch
Unter dem Namen Wollrausch häkeln Emmi und Mari den "schönsten Unsinn der Alpenwelt".
Zwischen gehäkelten Spiegeleiern, Sushi, Spaghetti, Karotten, Cupcakes und Schnitzeln finden sich auch selbstbefüllbare (und somit immer wieder verwendbare) Glückskekse, sowie so manches unanständige Teil, das viele Besucher erst auf den zweiten Blick entdeckt haben. (Ich übrigens auch...)



Die beiden Mädels haben definitiv Humor und Geschick und wer ein ausgefallenes Geschenk sucht, kann ihre Werke bei Dawanda käuflich erwerben. Leider haben sie in ihrem Shop dort zur Zeit nicht sehr viele Artikel, aber Emmi hat mir versprochen, sich bald darum zu kümmern.


Die Häkel-Pimmel waren übrigens bei älteren Ehepaaren äußerst beliebt, wie mir Emmi erzählt hat. Tja, die alten Leutchen sollte man nicht unterschätzen. Die haben eben Humor! ;-)


Jedenfalls konnte ich mich kaum sattsehen an den Kunstwerken und Frau E. musste mich beinahe mit Gewalt vom Wollrausch-Stand wegzerren.

Aber, so flatterhaft wie wir Zwillinge sind, fand ich ein paar Tische weiter wieder etwas, das meine Aufmerksamkeit erregt hat. Oder vielmehr: jemanden. Einen Mann zum Verlieben nämlich!
Unter dem Label OneDaySoon.Knitwear strickt Christian Schals und Hauben aus Schurwolle und gerne auch nach Wunsch. Kontakt kann man mit ihm via FB-Fanpage aufnehmen.



Strick-Survival-Tipps holt sich Christian aus diesem Buch: When Bad Things Happen to Good Knitters. Und ich hab übrigens einen der hübschen Sticker bekommen, die im Bild oben zu sehen sind!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

[Wien kreativ] Wintermarkt im Semperdepot

Was für ein wunderbarer Markt! Nachdem wir in den letzten Wochen bereits vier der angesagtesten Design-Märkte der Stadt besucht haben, an denen ich jede Menge zu bekritteln hatte, habe ich mir vom Wintermarkt im Semperdepot, den wir vorigen Samstag besucht haben, eigentlich nicht mehr viel erwartet. Ich wurde jedoch aufs Positivste überrascht.
Hier hat einfach alles gepasst: eine geräumige Location, die viel Platz für die Besucher bot und es den Ausstellern erlaubte, ihre Werke ansprechend zu präsentieren, dazu eine gute Atmosphäre und angenehme Hintergrundmusik. 
Das Allerbeste waren aber die vielseitigen Kreativen, die bei diesem Markt vertreten waren. Ich habe bereits am ersten Stand mein Lieblingsstück gefunden und bin auch später aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen.
Und weil's so schön war, gibt's die Fotos heute in groß anstatt zusammengestöpselt!










Zwei ganz besondere Kreative stelle ich euch morgen in einem Extra-Post vor, denn die beiden haben sich das verdient!

Nach dem Marktbesuch wollten wir eigentlich noch auf einen samstagnachmittäglichen Kaffee ins phil (eine Mischung aus Buchhandlung und Café), das dort gleich um die Ecke liegt, jedoch leider schon ziemlich überfüllt war. Stattdessen ging es in einen putzigen Teesalon in der Operngasse, über den ich demnächst berichten werde.


Montag, 19. Dezember 2011

[ich lese] Im freien Fall

Im freien Fall: Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft
Autor: Joseph Stiglitz
Verlag: Pantheon, 2011
leihweise von einer Freundin bekommen
gibt's aber auch bei Amazon


Nobelpreisträger Joseph Stiglitz über die Finanzkrise
Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wir seit dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers erleben, ist die schlimmste seit den 1930er Jahren – und trotz Zeichen der Erholung noch lange nicht überstanden. In seinem Buch zeigt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, wie es zur weltweiten Krise kommen konnte, und erklärt, was wir tun müssen, um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.
Joseph Stiglitz war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 zu einem Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung wurde. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank. 2001 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Stiglitz lehrt heute an der Columbia University in New York und leitete die UN-Kommission zur Reform der internationalen Geld- und Finanzmärkte. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter die Bestseller „Die Schatten der Globalisierung“ (2002) und „Die Chancen der Globalisierung“ (2006).
(Quelle: amazon)


Warum ich dieses Buch lese:
In Zeiten wie diesen halte ich es für geradezu fahrlässig, wenn ein halbwegs intelligentes Mädchen wie ich ihre Nase einzig und allein in oberflächliche Unterhaltungslektüre steckt, anstatt bei der Rettung der Welt mitzuhelfen. Deshalb lese ich dieses Buch und noch ein paar andere mit ähnlicher Thematik. Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. (Adieu, Romances!) Manchmal sogar eine komplette Neuorientierung. Weiterhin die Augen zu verschließen vor dem, was da draußen passiert, könnte ins Auge gehen. Wir dürfen uns nicht länger von Politik und Medien belügen lassen, die beide in der Hand der sogenannten "Elite" sind und nach Belieben manipuliert werden. Wir (ihr wisst schon: die 99%) müssen aufwachen und uns wehren. Dazu ist es aber nötig, das perfide Spiel zu verstehen, das schon viel zu lange mit uns gespielt wird. Ich will mitreden können!

Sonntag, 18. Dezember 2011

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #2

Neues Update von der Offenen Bibliothek Margareten. "Ich glaub ich steh im Wald", hab ich mir gedacht, als ich am Freitag den Bücherschrank am Margaretenplatz besucht habe. Den hätte ich nämlich fast nicht gesehen, weil er zur Zeit mitten im Verkaufsbereich eines Christbaumverkäufers steht.  
Natürlich hielt mich das nicht davon ab, den Inhalt zu inspizieren und siehe da - der Kasten war ganz schön leergeräumt! 
Man hat außerdem an der Tür nun eine Feder angebracht*, sodass man diese nun wohl nicht mehr komplett öffnen kann, vorher konnte man sie um 180° zur Seite aufklappen, das wird durch die Feder und einen Draht jetzt verhindert. Soll heißen, man muss die Tür jetzt mit einer Hand offenhalten, um etwas herauszunehmen, was ein bisschen umständlich ist. Vor allem, wenn man wie ich auch noch Fotos machen will. Aber natürlich können mich weder Christbäume noch Metallfedern davon abhalten mit meiner Berichterstattung über den Bücherschrank weiterzumachen...





Oh, und der Hinweis, dass Bücherspenden im Geschäft an der Ecke abgegeben werden können, ist wieder da. Anfangs lag ja ein handgeschriebener Zettel im Kasten, der zwischendurch verschwunden war und nun durch einen gedruckten und laminierten Zettel ersetzt worden ist. Ich werde bei Gelegenheit mal im Geschäft nachfragen, wie man sich da den Ablauf eigentlich so vorstellt. Zwischenzeitlich interpretieren wir das mal so, dass man Bücher dort abgeben kann, falls der Schrank mal heillos überfüllt sein sollte. Solange allerdings genug Platz ist, werde ich meine Bücher auch weiterhin "einfach so" hineinstellen.
Hab ich natürlich auch schon wieder getan. Außerdem habe ich bei bookcrossing.com eine Crossing Zone angelegt, weil der Schrank noch nicht erfasst war. Ich hoffe, dass ihn demnächst auch weitere Bookcrosser benützen werden. 
Bei meinem letzten Bericht habe ich ja angemerkt, dass die Bücherfunde leider meist nicht registriert werden, was ich sehr schade finde, denn ich würde ja zu gerne wissen, wo die von mir freigelassenen Bücher landen, das ist ja beim bookcrossing der halbe Spaß. Umso mehr hat mich folgender Eintrag von einem Anonymen Finder gefreut:
ist mir schon am 10.12. zugeflattert, aus einem dieser neuen Selbstbedienungs-Glaskästen, am Margarethenplatz. Bin happy. verschlinge Grisham auf Englisch, ohne das gelesene nachher ins Regal stellen zu wollen. Werde es also alsbald wieder auf die Reise schicken - finde die Idee super!

Die Margaretenstraße wird übrigens in einem gerade in der Zeitung Die Presse erschienenen Artikel als die "alternative Buchmeile Wiens" bezeichnet. Der Autor hat neben sämtlichen Buchhandlungen und Antiquariaten auch den Bücherschrank "Wortschatz" besucht. (Die im Artikel erwähnte Schmonzette befindet sich allerdings nicht mehr im Schrank. *pfeif*)


* Ergänzung (19.12.2011):
Warum diese Feder angebracht worden ist, erklärt Eva Jancak in ihrem Literaturgeflüster (in den Kommentaren).

Samstag, 17. Dezember 2011

[ich lese] Das Ende des Geldes

Das Ende des Geldes. Wegweiser in eine ökosoziale Zukunft
Autoren: Franz Hörmann/Otmar Pregetter
Verlag: Galila, 2011
gekauft in einer Buchhandlung in Wien
gibt's aber auch bei Amazon



Von der Buchrückseite:
Die Zeit der Banken und des Geldes ist vorbei.
Banken erfinden Geld aus Luft, unser gegenwärtiges Finanzsystem ist ein reines Betrugsmodell und die freien Märkte - von den Finanzeliten als Allheilmittel gepriesen - machen Reiche noch reicher, während immer mehr Menschen immer weniger übrig bleibt. Zu diesen Erkenntnissen kommen die beiden Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann und Otman Pregetter in diesem streitbaren und fundierten Buch. Doch die beiden Autoren verbreiten keineswegs Hiobsbotschaften, wenn sie "grundlegende Veränderungen der Gesellschaft" fordern. Sie zeigen realistische Möglichkeiten auf, wie eine Gesellschaft ohne Geld funktionieren kann, und sie bieten einen Wegweiser in eine ökologisch und sozial orientierte Zukunft.

Klappentext:
"Dieses Buch soll ein Weckruf sein. Zu lange hat die Demokratie, hat die Bevölkerung geschlafen. Zu lange ließen die Menschen die Verwaltung ihres Geldes - sogar seine Erzeugung und Vernichtung - in den Händen der Banker, die sich bei näherer Betrachtung als ahnungslos, leider oft auch als betrügerisch erweisen." Mit diesen Worten beginnen die beiden renommierten Wirtschaftswissenschaftler dieses Buch. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass dieses Werk bereits "veraltet" sein könnte, wenn Sie es in Händen halten, zum Beispiel weil Spanien, Großbritannien oder gar die USA bankrott sind.
Doch die Autoren zeigen auch Auswege aus dem ökonomischen Dilemma auf. Denn wir Menschen haben nicht nur die Wahl zwischen Kommunismus und Turbokapitalismus. Unser Geldsystem ist kein Naturgesetz, sondern eine von Menschen getroffene Konvention. So beschreiben die Autoren zum Endes dieses Buches den Weg zu einer Gesellschaft nSG (Gesellschaft nach dem Schuldgeldsystem), die Wohlstand für alle, nicht nur für Angehörige der Finanzelite bietet.

Warum ich dieses Buch lese:
In Zeiten wie diesen halte ich es für geradezu fahrlässig, wenn ein halbwegs intelligentes Mädchen wie ich ihre Nase einzig und allein in oberflächliche Unterhaltungslektüre steckt, anstatt bei der Rettung der Welt mitzuhelfen. Deshalb lese ich dieses Buch und noch ein paar andere mit ähnlicher Thematik. Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. (Adieu, Romances!) Manchmal sogar eine komplette Neuorientierung. Weiterhin die Augen zu verschließen vor dem, was da draußen passiert, könnte ins Auge gehen. Wir dürfen uns nicht länger von Politik und Medien belügen lassen, die beide in der Hand der sogenannten "Elite" sind und nach Belieben manipuliert werden. Wir (ihr wisst schon: die 99%) müssen aufwachen und uns wehren. Dazu ist es aber nötig, das perfide Spiel zu verstehen, das schon viel zu lange mit uns gespielt wird. Ich will mitreden können!

Freitag, 16. Dezember 2011

[Wien kulinarisch] Rori's Finest Sweets


Das kleine Lokal in der Pilgramgasse gehört zu der neuen Art Konditorei die sich in Wien breit macht. Sie nennen sich "Kuchenladen" oder "Bakeries" und verkaufen Cupcakes, Brownies und so Zeug. Alles nicht wirklich österreichisch, aber bei Mehlspeis kenn ich  keinen Genierer, die kann von sonstwo sein, Hauptsache schmecken tut's.
Das Rori's Finest Sweets punktet, weil es bei mir in der Nähe ist und wirklich ganz entzückend eingerichtet. Der erste Besuch am vergangenen Samstag war leider nicht ganz so berauschend, aber der letzte war er deshalb nicht. Obwohl wir die einzigen Gäste waren, war die Bedienung ein wenig überfordert, ich frage mich, was passiert, wenn mal wirklich was los ist...
Getestet wurden: Ein Nudelsalat - ziemlich lecker. Ein Schoko-Mousse-Teilchen - gut. Ein Himbeer-Philadelphia-Cupcake - ganz gut, aber einmal reicht völlig. 
Wie schon erwähnt ist die Einrichtung wirklich sehr süß, ich mag den Stil, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich noch bewegen kann, wenn mal alle Tische besetzt sein sollten. 
Die Musik war ein wenig zu laut, und außerdem war ich nicht gerade in der besten Stimmung, weil ich 10min zuvor einen Unfall mit meiner Kamera hatte. Das könnte eventuell meine Beurteilung beeinflusst haben, das Rori's kriegt daher auf jeden Fall noch eine zweite Chance...





(Die Fotos hab ich übrigens mit dem Galaxy Tab gemacht, gar nicht mal schlecht, gell? Leider ist das Ding halt schon ein bissl sperrig, aber zur Not geht's auf jeden Fall.)

Nachtrag:
Und so sieht es von außen aus:

Donnerstag, 15. Dezember 2011

[ich lese] Geld ohne Zinsen und Inflation

Geld ohne Zinsen und Inflation. Ein Tauschmittel das jedem dient.
Autor: Margrit Kennedy
Verlag: Goldmann, 1991
gekauft in einem Antiquariat in Wien
gibt's aber auch bei Amazon


Von der Buchrückseite:
"Es gibt keinen heimtückischeren und sichereren Weg, das Fundament der Gesellschaft zu zerstören, als ihre Währungen zu entwerten", schreibt George Orwell in "1984", und genau das ist es, was unser modernes Geldsystem durch Zinsen und Inflation bewirkt.
Margrit Kennedy - Architektin, Stadtplanerin und Ökologin - räumt unsere Mißverständnisse in Bezug auf Geld aus:
  • Sie beschreibt die Funktionsweise des Geldes und legt die Gründe für seine anhaltenden Wertschwankungen dar.
  • Sie erklärt, warum das Geld die Welt nicht nur "in Schwung hält", sondern dabei immer wieder zerstörerische Krisen verursacht.
  • Sie zeigt, wie die gewaltigen Schulden der Dritten Welt, ebenso wie Arbeitslosigkeit und Umweltprobleme, Waffenproduktion und Bau von Atomkraftwerken, verbunden sind mit dem Mechanismus, der das Geld heute in Umlauf hält: dem Zins.
Margrit Kennedy stellt das komplexe Thema in angemessener, für alle verständlicher Form dar. Sie beschreibt Maßnahmen, die jeder selbst ergreifen kann, um den Übergang zu einen neuen Geldsystem einzuleiten, das für alle einen Gewinn bedeutet.

Warum ich dieses Buch lese:
In Zeiten wie diesen halte ich es für geradezu fahrlässig, wenn ein halbwegs intelligentes Mädchen wie ich ihre Nase einzig und allein in oberflächliche Unterhaltungslektüre steckt, anstatt bei der Rettung der Welt mitzuhelfen. Deshalb lese ich dieses Buch und noch ein paar andere mit ähnlicher Thematik. Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen. Manchmal sogar eine komplette Neuorientierung. Weiterhin die Augen zu verschließen vor dem, was da draußen passiert, könnte ins Auge gehen. Wir dürfen uns nicht länger von Politik und Medien belügen lassen, die beide in der Hand der sogenannten "Elite" sind. Wir müssen aufwachen und uns wehren. Dazu ist es aber nötig, das perfide Spiel zu verstehen, das schon viel zu lange mit uns gespielt wird.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

[Wien kreativ] Designmärkte oder "Wer bastelt mit?"

E. und ich wollten es wieder mal wissen und haben vergangenen Samstag gleich zwei der angesagten Designmärkte besucht.
Zuerst ging's zum f(l)airmarkt in der Thelemangasse. Leider wurde auch für diese Veranstaltung - wie schon beim Dawanda-Designmarkt und beim Fesch'Markt - eine völlig ungeeignete Location gewählt. Um in den Hauptausstellungsraum zu gelangen, musste man zuerst durch mehrere kleine vollgestopfte Räumlichkeiten hindurch und dann auch noch durch einen Türdurchgang, der bei dem Andrang von Besuchern einem Nadelöhr glich. Dadurch staute sich natürlich alles zurück und ich wollte an der Stelle eigentlich schon umdrehen. Konnte aber nicht...
Endlich im Zentrum des Marktes angekommen, haben wir eine etwas übereilte Runde gedreht, weil ich sonst wahrscheinlich kollabiert wäre. Es war: viel zu eng, viel zu voll, viel zu heiß, viel zu laut. Schade, denn es gab einige sehr nette Sachen zu bestaunen. Ich sag nur: Notizbücher und Skizzenbücher aus alten Kinderbüchern.
Leider konnte man sich an den Verkaufsständen auch gar nicht wirklich in Ruhe umsehen, weil man ständig das Gefühl hatte, jemand anderem im Weg zu stehen. Was jetzt hier "fair" war, hat sich mir nicht so ganz erschlossen und das Flair ist leider in der Enge erstickt.


Positiv anzumerken ist allerdings, dass es zumindest die Andeutung einer Garderobe gab, die aber leider unbeaufsichtigt war. Und, das Beste: es gab einen Kinderwagenparkplatz! Ich bin ziemlich sicher, dass sonst einige Kampfmütter versucht hätten, sich mit ihrem Minipanzer einen Weg in den ohnehin schon heillos überfüllten Marktbereich zu bahnen. (Zwei Dinge, die ich beim Dawanda-Designmarkt ja stark bekritteln musste).
Und bitte am besten gar nicht fragen, was das auf dem Foto rechts unten sein soll. Ich hab keinen blassen Schimmer. Wir haben den Stuhl benutzt um unsere Taschen abzustellen, während wir unsere Jacken angezogen haben. Allerdings haben uns alle Leute, die vorbeigegangen sind, ein bissl komisch angesehen, so dass ich annehme, dass wir wohl mitten in einer... öhm... Kunstinstallation standen...


Einige Gassen weiter, in der Steinergasse, gab es einen Markt der sich "Umschlagplatz wasofil" nannte. Hmm. Keine Ahnung, was das jetzt wieder heißen soll, laut Definition war die Veranstaltung ein "Privatsondermarkt in einzigartiger Atmosphäre". Einzigartig war die Atmosphäre allerdings ganz sicher nicht, denn auch dieser Markt fand in einem ehemaligen, bereits etwas heruntergekommenen Industrie- bzw. Werkstättengebäude statt. Scheint ja jetzt total hip zu sein. Und find ich ja auch irgendwie klasse, dass man heruntergekommenen Gebäuden in eher unattraktiven Gegenden (17. Bezirk, Gürtelnähe) wieder Leben einzuhauchen versucht.
Wenigstens war dort ein bisschen mehr Platz und man hatte Luft zum atmen. Dafür schrammten die ausgestellten Erzeugnisse hart an der Grenze des guten Geschmacks dahin und erinnerten mehr an "Wer bastelt mit?" als an ernsthaftes Design.
Bedruckte T-Shirts und bedruckte Karten kann heutzutage auch schon jeder, kreativ ist was anderes. Ganz zu schweigen von echten Scheußlichkeiten wie Schüsseln und Uhren aus misshandelten Schallplatten. Auch wenn die Verkäuferin mir erklärte, dass diese Platten sich eh niemand anhören wolle, einer Vinylliebhaberin wie mir dreht sich bei dem Anblick der Magen um. Dann gab's noch die Dame, die Strickhauben zu einem Luxuspreis verkaufen wollte, jedoch nicht mal einen Spiegel zur Verfügung stellen konnte, in dem man hätte überprüfen können, ob man mit dem sündteuren Ding nicht vielleicht wie ein Dodel aussieht. Und das, obwohl der Markt schon den dritten Tag lief.


Lieb allein ist halt nicht alles. Ein bisschen Professionalität sollte man schon an den Tag legen, wenn man was verkaufen will. Aber vielleicht bin ich da ja hoffnungslos altmodisch. Und deshalb rede ich auch gar nicht darüber, dass wir auf den ganzen pseudokreativen Märkten zwar ein paar gute, aber wesentlich mehr geklaute und schlecht kopierte Ideen gesehen haben.
Am nächsten Samstag geht's übrigens ins Semper-Depot. Ist ja noch lange nicht Weihnachten. Also ist auch noch lange nicht Schluss mit den Designmärkten...

Sonntag, 11. Dezember 2011

Bye bye, kleine rote Kamera...

Jetzt ist es für mich übrigens offiziell bestätigt, dass ich mich nicht zur Lifestyle-Bloggerin eigne. 
Als erstes bin ich ja viel zu kritisch, und finde bei den allerorten hochgelobten Events und Lokalitäten immer (mindestens) ein Haar in der Suppe, und zwar eines, das ich sogar ohne Brille sehen könnte, die ganzen anderen "ich-finde-alles-supi"-Bloggerinnen aber irgendwie nicht. 
Zweitens kann ich nicht mit so hübschen Fotos aufwarten wie die Lifestyle-, Mode- und Schminke-Blogger-Girlies. Während ich mit meiner popeligen kleinen Coolpix verzagt wacklige Bilderchen schieße, rücken die routinierten Shopping-Girlies mit ihren digitalen Spiegelreflex-Kameras an und lassen damit auch noch jeden x-beliebigen Durchschnitts-Event glamourös erscheinen. 
Und drittens kann ich jetzt nicht mal mehr mit den diffusen Bilderchen von meiner Coolpix dienen. Die habe ich nämlich gestern getötet. Bei meinem ersten (und gleichzeitig letzten) Versuch, ein "Outfit-Foto" von mir zu machen. Ich fahr so im Aufzug nach unten, finde mich im Spiegel recht schick, zücke meine kleine rote Kamera, schalte sie ein, stelle fest, dass die Handtasche nicht richtig zur Geltung kommt und beim Versuch sie besser ins Bild zu rücken fällt mir die Kamera aus der Hand und landet - ausgefahrenes Zoom-Objektiv voraus - am Boden. End of story.
Und Beginn einer Neuen. Weil nämlich die Reparatur des Schadens mindestens 150 Euro kosten würde - mehr als die Kamera damals - hab ich mir eine Neue gekauft. Eine hellblaue. Auf die Schnelle. Um damit Fotos von den Events zu machen, zu denen ich gerade unterwegs war. Bericht folgt. Über die Events. Und vielleicht auch über die Kamera, falls ich mich noch mit ihr anfreunden kann. Allerdings befürchte ich, dass ihre Tage gezählt sind, denn sie hat sich bis jetzt alles andere als handlich und bedienerfreundlich erwiesen. Und hübsch wird sowieso überbewertet. Aber tja. Was weiß man schon. Es muss ja nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein...

Freitag, 9. Dezember 2011

[Wien literarisch] Wortschatz Margareten - Update #1

Seit einiger Zeit steht auf dem Margaretenplatz ein seltsamer roter Kasten, der mich magisch anzieht, wann immer ich dort vorbeikomme. (Manchmal mache ich auch extra einen Umweg über den Margaretenplatz...)
Ich habe HIER schon darüber berichtet, was es mit dem Kasten auf sich hat und weil es im Internet offenbar noch immer keine offizielle Information zum "Wortschatz", der "Offenen Bibliothek Margareten", gibt (und Leute auf der Suche danach hier auf meinem Blog landen), werde ich wohl in Zukunft gelegentlich darüber berichten.
Heute habe ich erstmals selbst Bücher dort hineingestellt, die ich übrigens vorher bei bookcrossing registriert habe, denn es würde mich schon interessieren, wo die Bücher denn landen. Leider ist es aber so, dass sich viele, die so ein Buch finden, nicht die Mühe machen, den Fund zu melden, obwohl es doch so einfach wäre und auch anonym möglich ist. Schade. Aber das ist eine andere Geschichte...
Zurück zu meinem heutigen Besuch: am Vormittag um ca. halb elf habe ich vier Bücher in den Kasten gestellt, danach war ich mit dem Liebsten im Kaffeehaus und zum Mittagessen. Auf dem Rückweg, um ca. halb drei, habe ich mir den Kasteninhalt nochmals näher angesehen und dabei festgestellt, dass eines der Bücher bereits gefehlt hat, also tatsächlich schon einen neuen Leser gefunden haben muss. 
Naja, und ich konnte nicht widerstehen und hab mir ein Buch mitgenommen, weil der Text auf der Rückseite einfach total absurd und irgendwie ziemlich pervers klingt. Wer jetzt glaubt, ich hätte wieder mal einen erotischen Roman eingesackt, liegt übrigens völlig daneben. Aber auch das ist eine andere Geschichte... 
Im Bücherschrank scheint reger Austausch zu herrschen, am Fotovergleich konnte ich nur mehr einige Bücher ausmachen, die auch bei meinem ersten Besuch vor drei Wochen schon drinnen waren. Der schriftliche Hinweis, dass man Bücherspenden in einem nahen Geschäftslokal abgeben solle, ist mittlerweile verschwunden. Das hielt ich ja auch für sinnlos und widerspricht meiner Meinung nach dem eigentlichen Konzept eines offenen Bücherschrankes. 
Für mich ist ein offener Bücherschrank ein gelungenes Beispiel von Warentausch außerhalb des Geldkreislaufes und dass das "Geben und Nehmen" auch ohne Regeln funktioniert, ist für mich ein klitzekleiner Beweis, dass Menschen durchaus in der Lage sind, sich gesittet zu verhalten, selbst wenn es etwas gratis gibt und dieses auch noch rund um die Uhr verfügbar ist. 


Donnerstag, 8. Dezember 2011

LoveLetter-Magazin Dezember 2011


Der neue LoveLetter ist da! 
Alle Infos zum Inhalt findet ihr HIER.



TIPP:
Auch heuer wieder gibt es den wunderbaren
  Adventskalender auf dem LoveLetter-Magazin-Blog.
Jeden Tag gibt es dort tolle Preise (Bücher, Hörbücher, DVDs) zu gewinnen.
 HIER KLICKEN und mitmachen!



Freitag, 2. Dezember 2011

[Wien kulinarisch] Gregors Konditorei

Nachdem wir am Sonntag vormittag den Feschmarkt in der Ottakringer Brauerei besucht hatten, haben meine Freundin E. und ich am Rückweg Gregors Konditorei in der Schönbrunnerstraße einen Erst-Besuch abgestattet. Das Lokal war ziemlich voll und wir haben gerade noch einen Tisch ergattert. Um gleich festzustellen, dass die wenigen Tische viel zu eng beieinander stehen und die schlechte Akustik dazu führt, dass man praktisch allen Gesprächen an den anderen Tischen problemlos folgen kann. Man kann eigentlich gar nicht nicht zuhören. 
Das Ambiente der Konditorei hat leider genauso wenig Charme wie das Personal, der Wohlfühlfaktor hielt sich in Grenzen, aber die Mehlspeisvitrine war gut gefüllt und die Auswahl ordentlich. Die verspeiste Maronitorte hätte zwar keinen Schönheitswettbewerb gewonnen, hat aber tatsächlich hervorragend geschmeckt. 
Fazit:
Zeug zum Stammlokal hat das Gregors wegen der fehlenden Atmosphäre eher nicht, aber wir waren uns einig, dass wir auf jeden Fall dort ein paar Mehlspeisen holen würden, falls uns mal Besuch unvorbereitet zuhause überrascht.




Noch ein Hinweis - nur zu eurem Besten: seht euch nicht die Tortenfotos auf der Website an. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Das Beste an unserem Besuch im Gregors - neben der Maronitorte - war aber ein Überraschungsfund auf der Fensterbank. 
E. hatte gerade auf die recht umfangreiche Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl hingewiesen, die auf der einen Fensterbank ausgebreitet war, als ich auf der anderen Fensterbank ein paar Bücher entdeckt habe, die sich bei näherer Betrachtung als via bookcrossing freigelassene Bücher entpuppt haben und von denen wir dann jede eines mitgenommen haben.
E. - seit Jahren Bookcrosserin - kann bei einem Wild Catch grundsätzlich kaum widerstehen und ich - noch nicht so lange Bookcrosserin - musste natürlich mitziehen. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch (Chocolat von Joanne Harris) nicht eh schon in meinem SuB habe. Aber macht ja nix, denn sollte es so sein, wird es eben bei nächster Gelegenheit wieder freigelassen. Die liebe E. hingegen hat ein echtes Schätzchen erwischt, nämlich ein vergriffenes Buch (Robin Hobb: Der Ring der Händler, Die Zauberschiffe, Band 1), das gebraucht nicht unter 35 Euro zu haben ist.