Mittwoch, 30. November 2011

[Wien kreativ] FESCH'MARKT Winter 2011

Vergangenen Sonntag Vormittag ging's mit der lieben E. in die Ottakringer Brauerei. Aber nicht zum Bier-trinken, sondern weil dort 2 Tage lang der FESCH'MARKT stattfand, bei dem 70 Jungdesigner ihre Werke zum Verkauf angeboten haben. 
Weil am Samstag bereits Fotos online waren, auf denen man die Besucher vor dem Eingang Schlangestehen sah, haben wir beschlossen, schon früh aufzubrechen.
Was allerdings nicht nötig gewesen wäre, denn als wir um Punkt 11 dort ankamen, hielt sich der Andrang in Grenzen. Auch als wir eine Stunde später das Brauerei-Gelände wieder verlassen haben, war eher wenig los. Vielleicht waren ja die meisten Besucher schon am Samstag dort, weil sie Angst hatten, am Sonntag wäre schon alles leergekauft? Vielleicht ist aber auch irgendwie durchgesickert, dass es dort saukalt war und viel zu finster? Oder dass man 2 Euro Eintritt zahlen musste und dafür eigentlich nichts geboten bekam? 
Womit ich ja schon wieder als erstes zur Kritik komme: für einen Markt, bei dem ich Dinge einkaufen soll, Eintritt zu verlangen - auch wenn's nur 2 Euro sind - ist in meinen Augen ein Witz und normalerweise ein Grund, dass ich gleich wieder umdrehe. Ein noch größerer Witz war, dass die Security jedem Besucher einen "Ottakringer Brauerei"-Stempel auf den Handrücken gedrückt hat. Hallo? Hat man das irgendwie mit einem Clubbing verwechselt? Ahja, am Plakat stand ja auch noch was von 10 DJs. Gesehen/gehört hab ich nur einen. (Der aber wenigstens Musik nach meinem Geschmack aufgelegt hat.) 
Von den 7 Junggastronomen, die ebenfalls am Plakat erwähnt wurden, hab ich auch nix gesehen. Könnte aber durchaus dran liegen, dass mir bei dem wenig ansprechenden Durcheinander im (auch ohne Gäste) vollgestopften Gastro-Bereich gleich mal der Hunger vergangen ist und jegliche Lust, dort etwas zu konsumieren. Obwohl die Cupcakes von 12 munchies ziemlich lecker ausgesehen haben...
Von den 2 Euro Eintritt ist übrigens nirgends etwas erwähnt worden. Gut, auf den läppischen 2 Euro will ich nicht länger herumreiten, aber erwähnen will ich auf jeden Fall noch, dass das fesche Feschmarkt-Sackerl auch nicht umsonst war. Man bekam es als sogenannte "Wundertüte" für 10 Euro - diese enthielt eine Packung Katzenzungen, ein Buch, eine Packung Badezusätze, eine Tube Biersenf und ansonsten jede Menge Werbe-Kram. So wundervoll war die Wundertüte also nicht (aber auf jeden Fall mehr als 10 Euro wert).
Zu guter Letzt muss ich auch noch über die Location maulen. Die war zwar komplett anders geartet als beim Dawanda Designmarkt am Wochenende davor, aber ebenso ungeeignet. Die "Alte Technik" der Ottakringer Brauerei ist eine aufgelassene - total abgefuckte - Industriehalle, die zwar ein gewisses Flair ausstrahlt, in der es aber entschieden zu dunkel und zu kalt war. Die Verkäufer mussten ihre Waren mit selbst mitgebrachten Scheinwerfern beleuchten. Das Betreiben von Heizgeräten war ihnen jedoch untersagt, das hätte wohl die Elektrische Anlage nicht überlebt. Die Waren wurden - der Location angemessen - auf Biertischen präsentiert. Auf der Galerie wurde Mode angeboten - was leider sehr unglücklich gewählt war, denn dort konnte man sich in der Enge kaum bewegen. 
Von den Designstücken der Jungdesigner hab ich außerdem gar nicht mal so viel mitbekommen, einerseits, weil es so dunkel war und andererseits, weil mich die schrottreife Industriearchitektur so derart abgelenkt hat. Alte Häuser üben nämlich seit jeher eine Faszination auf mich aus und bei der Gelegenheit hätt ich wirklich gerne eine gscheite Kamera gehabt.
Nun aber zum erfreulichen Teil: Es waren ein paar wirklich innovative Designer (aus Ungarn!) dort mit sehr interessanten Stücken, die allerdings teilweise für meinen Begriff dann doch ziemlich überteuert waren. Gekauft habe ich eine Rolle rotes Papiergarn von Paperphine für 3 Euro. Das war schon meine ganze Beute. 
Beinahe hätte ich mir auch noch einen Ring gekauft,  denn ich war absolut hingerissen von den zauberhaften Schmuckstücken von Andrea Steinhauser, die ihre Schmuckserie "Kaffeehaus am Ring" stilecht auf Etageren und goldenen Tellern präsentiert hat. 

















Nachher ging's zum Kaffeehaus-Test in Gregors Konditorei in der Schönbrunner Straße. Was wir dort für Überraschungen erlebt haben, erzähle ich euch demnächst...

Dienstag, 29. November 2011

3x3 am Dienstag #11

Foto-Aktion, hosted by Cara.
Konditorei im Test - Schätze auf der Fensterbank - Lizenz zum Einsacken - gut geschnürt - Regalmeter eingespart - nächtliche Spielchen - sonntäglicher Beutezug - Verdunkelungsgefahr

Montag, 28. November 2011

[indiebook] Leseproben-Test #9

Susanne Caspary: Sam
Vampir-Romanze
erschienen 2011
als Kindle-Edition für € 3,90 erhältlich



Kurzbeschreibung (via Amazon):
Als ich vor über sechs Jahren zurück nach England ging um meine geliebte Großmutter zu beerdigen, war mein Leben schlicht gesagt das einer ganz normalen, sechsundzwanzigjährigen jungen Frau, die kurz vor dem Abschluss an der Uni stand. Ich erwartete von meinem Leben nicht mehr und nicht weniger als jede andere Frau meines Alters: eine gute Ausbildung, einen liebenden Mann, drei fröhliche Kinder und ein Haus in der Vorstadt.
Doch dann traf ich ihn, ...den Mann, der meine Welt auf den Kopf stellte.
Alexander DeMauriere: arrogant, extrem gutaussehend, finanziell unabhängig und ...ein unsterblicher Vampir.
Das Schicksal hat uns zusammengeführt und mich in eine Welt katapultiert, voller Gefahren, Ängste und Verrat. Aber auch in eine Welt voller Liebe, Leidenschaft und Erotik.
Ich heiße Samantha und hier ist meine Geschichte...

Kommentar:
Wie kam ich bloß auf die Idee, es mit einer Vampir-Romanze zu versuchen? Ach ja, das Cover ist ansprechend und das Buch hat auf Amazon massenhaft 5-Stern-Kritiken. Also "massenhaft" für ein Indie-Buch. Wenn man sich die Rezensenten aber genauer ansieht, fällt folgendes auf: während ich das hier schreibe (25. November 2011) hat das Buch insgesamt 32 Kundenbewertungen, davon 17 mal 5 Sterne und 8 mal 4 Sterne. Von diesen 25 Kunden sind jedoch 13 "Einzeltäter", sprich sie haben nur dieses eine Buch rezensiert und sonst nichts. So ein Missverhältnis muss man beim Buchkauf unbedingt beachten.
Aber nun zu meiner Meinung zur Leseprobe, die ich eingangs ja schon angedeutet habe. Die Leseprobe zieht sich, der Anfang plätschert so dahin. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Samantha erzählt und zwar im Präsens. Damit habe ich an und für sich kein Problem, jedoch liest sich die Erzählung wie ein Jungmädchen-Tagebuch, sehr schlicht und wenig anspruchsvoll geschrieben. Die Autorin verliert sich in endlosen Beschreibungen des Tagesablaufes von Sam, jeder Schritt und jede Bewegung wird dokumentiert.  Gleich zu Beginn bin ich über einen schweren Logikfehler gestolpert, der dann schon ein wenig irritiert. Außerdem werden im ersten Kapitel Restaurierungs- und Bauarbeiten im Schloss beschrieben. Tja, leider hab ich davon ein bisschen zu viel Ahnung, als dass ich den beschriebenen Ablauf glaubhaft finden könnte.
Auf der anderen Seite schafft es die Autorin durchaus, mein Interesse an der Figur des Alexandre DeMauriere zu wecken. Aber leider nicht genug, um mir das Buch für € 3,90 zu kaufen.

Fazit:
Klischeehaft-naiv mit der Tendenz zur Langeweile. Nicht wirklich schlecht, aber bestenfalls Mittelmaß. Wenn man über die erzählerischen Schwächen hinwegsieht und eine ungebrochene Vorliebe für Vampirromanzen hat, so würde ich jedoch nicht gänzlich davon abraten. Leseproben-Test trotzdem nicht bestanden.


Samstag, 26. November 2011

[Blog-Parade] Meine Notizbücher


Endlich kommt auch mein eigener Beitrag zur Blogparade "Zeigt her eure Notizbücher". Für alle, die noch mitmachen wollen ist noch bis zum 30. November Zeit!

Ich kaufe mir immer wieder Notizbücher. In die ich dann nichts hineinschreibe. Weil sie viel zu schön dafür sind und ich sie nicht "entweihen" will.
Jaja, ich weiß. Verrückt. Na und?
Außerdem habe ich einen Hang zu Notizbüchern mit "schönem" Papier, auf dem man aber leider nicht schreiben kann, weil jede Tinte verlaufen würde...


Das Miro-Notizbuch dürfte eines meiner ältesten sein, das hab ich sicher schon seit über 20 Jahren. Und ich habe es bis heute nicht über mich gebracht, etwas hineinzuschreiben.


Am liebsten sind mir Notizbücher im A5-Format (vorzugsweise mit einem Band zum Verschließen), deshalb sind drei der sechs Bücher auf diesem Foto auch tatsächlich in Gebrauch (gewesen), Meist als Reise-Tagebücher, in denen Besichtigungen und Ausgaben notiert wurden und Schnipsel eingeklebt.


Dieses ledergebundene Buch mit dem wunderschönen Papier habe ich von meinem Bruder geschenkt bekommen. Viiiiel zu schade, um etwas hineinzuschreiben.


Die beiden kleinen Notizbücher (A6) hab ich vor einigen Jahren mal bei IKEA gekauft. (Vielen Dank an Katrin von Saiten für den Hinweis, ich hätte mich nämlich nicht mehr dran erinnert, wo die her sind.)


Diese beiden stammen aus Thailand und sind ein Urlaubsmitbringsel. Ursprünglich war das ein Set mit 4 verschieden großen Büchern, von denen ich zwei aber verschenkt habe.


Dieses kleine hübsche Ding hab ich auch aus Thailand mitgebracht. Es ist nur 11x10cm groß und federleicht.


Dieses hier hat einen Holzeinband  - und ist natürlich auch viel zu schade, um was hineinzuschreiben. 


Das pinke Notizbuch von Leuchtturm1917 (in A6) ist meine neueste Errungenschaft. Da war ich mal kürzlich auf der Mariahilferstraße im großen Thalia. Anstatt mich vom unglaublichen Angebot an Büchern überwältigen zu lassen, bin ich aber schnurstracks ins Untergeschoss zu den Schreibwaren. Ich wollte nämlich ein Notizbuch für ein spezielles Projekt. 
Eigentlich sollte es ja ein Moleskine werden, aber dann hab ich mich in die Bücher von Leuchtturm1917 verliebt. Die sind eine Spur größer als die von Moleskine, haben ein paar Seiten mehr, sind aber ein bisschen billiger und es gibt sie in den hübschesten Farben. Außerdem haben sie vorne eine Inhaltsverzeichnis, die Seiten sind vornummeriert, hinten gibt's eine Falttasche und außerdem noch Sticker zum Archivieren.
Als zusätzliches "Goodie" gibt's eine einklebbare Schlaufe für einen Stift, den sogenannten PenLoop, den man in allen Farben dazukaufen kann.
(Zu den Notizbüchern von Leuchtturm1917 gibt's auf notizbuchblog.de eine ganze Sammlung von Artikeln.)

So. Nachdem ich mich hier geoutet habe, dass ich ein paar Notizbücher besitze, aber in die meisten nichts reinschreibe, fragt sich vielleicht wer, WO schreibt die denn ihre Notizen eigentlich hin? Und hier kommt die unspektakuläre (und unhübsche) Wahrheit: 

in ein schmuddeliges schwarzes Ding mit total ausgeleiertem Gummi, das ich seit 1998 besitze...

...und in unzählige Collegeblöcke und Hefte (das auf dem Foto sind längst nicht alle). 

Freitag, 25. November 2011

gebrauchte Bücher loswerden #5

Eigentlich hätte ich ja meine Bücher vor meiner Übersiedlung ausmisten wollen, aber wie es halt so kommt, kommt es eh prinzipiell immer anders. Jetzt habe ich also 11 Bananenkartons voller Bücher hier in der neuen Wohnung stehen und noch immer kein Bücherregal. Zwei der Kartons habe ich beim Einpacken schon mit jenen Büchern vollgepackt, die ich loswerden möchte. Und irgendwie hätte ich halt auch gern wenigstens ein bisschen Geld dafür. 
In den vergangenen drei Jahren habe ich ja meine nicht mehr benötigten Bücher auf verschiedenen Wegen verkauft, vertauscht oder verschenkt und jetzt kommt eine neue (relativ bequeme) Möglichkeit hinzu, nämlich verschiedene Ankaufsplattformen, die seit einiger Zeit online sind, und einem gleich  nach Eingabe der ISBN-Nummer sagen, ob sie das Buch nehmen und was sie dafür bezahlen. Ich schätze, dass es mittlerweile schon mehr als 10 solcher Portale gibt, jedoch - wie üblich - sind wir Österreicher auch hier benachteiligt. Ich habe lediglich 2 Portale gefunden, die Bücher aus Österreich ankaufen, ohne Portokosten zu verlangen. Man muss aber eine Bedingung erfüllen: einmal ist es ein Mindestanzahl von Büchern und bei den anderen eine Mindestsumme. Über meine aktuelle Buch-Ausmist-Aktion werde ich euch bald berichten!
Über andere Möglichkeiten, seine gebrauchten Bücher loszuwerden, habe ich bereits früher erzählt:


Mittwoch, 23. November 2011

3x3 am Dienstag #10

Ist zwar schon Mittwoch, aber trotzdem...

Foto-Aktion, hosted by Cara.


Wartezeiten - Beutezüge - Entdeckungen - Gaumenfreuden

Dienstag, 22. November 2011

[indiebook] Leseproben-Test #8

Annina Boger: Ein Zwilling kommt selten allein
Liebesroman
erschienen 2011
als Kindle-Edition für € 9,99 erhältlich



Kurzbeschreibung (via Amazon):
Seit ihrer Scheidung vor zwei Jahren führt Marina ein ereignisloses Single-Leben. Da hilft nur eines: Mutig begibt sie sich auf die Tanzfläche, wodurch sich ihr Bekanntenkreis um einige Kavaliere erweitert.
Marinas Einzimmerwohnung grenzt direkt an das Badezimmer ihres neuen Nachbarn Archibald. Dieser Mann singt und trällert ohne Rücksicht auf die Tageszeit – und raubt ihr den Schlaf.
Dabei sollte sie fit sein für ihren anspruchsvollen Job an einer Privatschule für Touristik. Ihre Berufskollegen begegnen der Wiedereinsteigerin nicht nur wohlwollend.
Zu allem Unglück strengt Ex-Mann Jochen eine Gerichtsklage gegen sie an, um die befristeten Unterhaltsbeiträge zu kürzen. Dies beschwört alte Erinnerungen herauf, die sie lieber aus dem Gedächtnis streichen würde.
Die Partnersuche scheint im Sand zu verlaufen, doch Marina gibt nicht so schnell auf. Schließlich gibt es noch weitere Möglichkeiten…

Ich gebe es zu, ich habe das Buch rein aufgrund des Titels gekauft, der zwar ziemlich schauderhaft und furchtbar altbacken klingt, aber das Reizwort "Zwilling" enthält. Ah, hoppla, stopp! Ich hab das Buch ja gar nicht gekauft, sondern nur die Leseprobe gelesen. Und diese nicht mal ganz. Denn - was auch bereits in der Kurzbeschreibung negativ auffällt - die Geschichte ist strunzlangweilig. Der Hauptcharakter Marina ist mir unsympathisch und die Autorin erzählt viel zu viel anstatt es durch Handlung zu zeigen. So erklärt sie mir wie Marina sein soll, ohne es mich selbst feststellen zu lassen und garniert das Ganze auch noch mit viel zu vielen unnötigen Informationen.
Über einen unsympathischen Hauptprotagonisten kann ich ja noch hinwegsehen, aber es gibt drei Fehler, die ich einem Autor nicht verzeihe: einen langweiligen Einstieg in die Geschichte, Infodump und die Missachtung eines der wichtigsten Prinzipien: "Show, don't tell". In dieser Leseprobe fand ich leider all das und deshalb habe ich das Buch auch nicht gekauft. Und schon gar nicht für (meiner Meinung nach) völlig überzahlte 10 Euro. Hallo? Da krieg ich ja ein Printbuch billiger.

Fazit:
Bemüht aber langweilig. Leseproben-Test wegen zu vieler technischer Fehler nicht bestanden.


Sonntag, 20. November 2011

[Wien kreativ] Dawanda Designmarkt Wien

Während ich meinen Bericht über den DaWanda Designmarkt, den ich heute besucht habe, schreibe, stehen möglicherweise noch immer einige Leute in der Schlange und warten darauf, dass sie eingelassen werden. Glaubt ihr nicht? Seht euch dieses Foto an:
Dieses Bild hat sich mir und meiner Freundin E. geboten, als wir um 13 Uhr das Gebäude verlassen haben. Schlauerweise waren wir ja schon kurz vor 11 Uhr da und sind zu diesem Zeitpunkt noch problemlos reingekommen. Bis zum Mittag waren aber alle fünf Stockwerke des Hotels bereits ziemlich überfüllt und wir haben gehört, dass man niemanden mehr reinlässt, wenn nicht zuvor ein paar andere Leute das Haus verlassen haben.
Was mich gleich mal zur Kritik bringt. Schon beim ersten Betreten des Hotels in dem der Designmarkt stattfand, wurde uns zwar ein auffaltbarer Plan mit allen Anbietern in die Hand gedrückt, vermisst habe ich jedoch eine Garderobe. So mussten sich alle Besucher mitsamt ihren dicken Jacken und Mänteln, den Schals und den Hauben, die man aufgrund der Temperaturen draußen unbedingt gebraucht hat, durch die engen Gänge wursteln. Dass man sich kaum entspannt umsehen kann, wenn man seine Jacke unter den Arm geklemmt hat, muss ich wohl nicht extra erwähnen. 
Grundsätzlich ist das Konzept für den Designmarkt ja eine wirklich tolle Sache, auch dass man dafür mit einem Hotel eine eher außergewöhnliche Location gewählt hat. So hatte jeder der zahlreichen Anbieter ein eigenes Zimmer als Ausstellungs- und Verkaufsraum zur Verfügung. AAAber: Die Zimmer im Meiniger Hotel Franz sind ganz einfach viel zu klein und zu eng für sowas. Die Designer(Innen) waren meist zu zweit. Wenn dann noch vier Gäste (mit Jacken/Mänteln und fallweise sogar Kleinkindern) dazukamen, war so ein Räumchen heillos überfüllt und ich habe mehrmals vorzeitig die Flucht ergriffen, weil hinter mir einfach zuviele Leute ins eh schon volle Zimmer gedrängt haben.
Nun aber zum Erfreulichen. Die Designer(Innen) waren allesamt sehr sehr nett und entspannt, selbst wenn die Zimmer aus allen Nähten geplatzt sind. Und: Wir haben Beute gemacht!
Auf dem Foto seht ihr zwei Loops von MissAmi und eine Jane-Austen-Kette sowie einen Mr. Darcy-Taschenspiegel von segnalibro. Während die liebe E. bereits mit dem Vorsatz hineingestürmt ist, sich eine Jane-Austen-Kette zu kaufen, hab ich auf den Moment gewartet, wo ich eines der Zimmer betrete und ein Stück sehe, in das ich mich auf Anhieb verliebe. So geschehen mit dem zotteligen Flauschi-Loop von MissAmi Stoffwerkstatt. Dass die Dame auch noch eine (Ober-)Österreicherin ist, hat den Deal perfekt gemacht.
Leider war es aufgrund der Enge kaum möglich zu fotografieren, aber ein paar kleine Eindrücke habe ich doch zu einer Collage zusammengestellt:


Nach dem Markt gings ins Fett+Zucker in der Hollandstraße auf einen gemütlichen Kaffee im schicken Retro-Ambiete. Der kleine, ganz offensichtlich mit viel Liebe geführte, Kuchenladen besticht durch die angenehme Atmosphäre, den wirklich ausgezeichneten Kaffee und - wär hätte sich's gedacht - die kleine, aber feine Kuchenauswahl. Getestet wurden Apfelstreusel und Brownie. Unbedingt zu empfehlen! Wir kommen wieder, denn dieser Kuchen macht glücklich!

Samstag, 19. November 2011

[Wien literarisch] Offene Bibliothek Margareten

Die offenen Bücherschränke scheinen sich in Wien wachsender Beliebtheit zu erfreuen, denn es gibt schon wieder einen Neuen. Er nennt sich Wortschatz, steht mitten am Margaretenplatz und sieht ein wenig eigentümlich aus. Auf einem mächtigen Betonsockel thront ein schiefes Kastl mit roter Plexiglastür. Sicher keine designerische Meisterleistung, aber immerhin auffällig und auf jeden Fall zweckmäßig, denn es hat einiges an Büchern drinnen Platz. Ganz toll finde ich die Platzierung - unter einem Baum und direkt neben einer Parkbank. Gestiftet wurde die "Offene Bibliothek Margareten", so verkündet eine Tafel, von den Geschäftsleuten rund um den Margaretenplatz, die sich unter dem Namen 5er City vereint haben. Schade, dass man auf deren Homepage (noch) nichts über diese Einrichtung nachlesen kann.


Entgegen dem für offene Bücherschränke üblichen Konzept (Bücher reinstellen/Bücher entnehmen), wird hier mittels handschriftlicher Notiz darum gebeten, Bücherspenden in einem nahegelegenen Geschäftslokal abzugeben. Zu vorgeschriebenen Zeiten, und zwar von Dienstag bis Freitag von 11 bis 15 Uhr. Das schrenkt mich als Bücherspendenwillige jetzt allerdings ein bissl ein, denn um diese Zeit bin ich üblicherweise bei der Arbeit (weit weg vom Margaretenplatz). Was, wenn ich jetzt während meinem sonntagnachmittäglichen Spaziergang ein paar nicht mehr benötigte Bücher aus dem Rucksack zaubern und einfach so dort hineinstellen würde? Hmmm...


Natürlich habe ich für meinen Bericht auch den Inhalt des Schrankes unter die Lupe genommen. Leider hat sich mir ungefähr dasselbe Bild geboten wie bei meinem Besuch des Offenen Bücherschrankes in der Westbahnstraße Ende April. Die Buchauswahl beschränkt sich auf alte Schinken und Reiseführer. Und ich meine wirklich alte Schinken. Verstaubte Romane aus den 50er und 60er Jahren, aus dem Bücherregal von der Oma, die aber ganz sicher nicht als antiquarisch durchgehen. Und Reiseführer, die älter sind als drei Jahre, kann doch ehrlich auch kein Mensch brauchen. Naja, ich werde das Angebot mal im Auge behalten. Und bei Gelegenheit ein paar von meinen ausgemusterten Büchern dazustellen. Zwei der elf Bananenschachteln, die sich hier stapeln sind nämlich voller Bücher, die ich ganz sicher nicht mehr lesen werde...



Mist, das Kamasutra da im unteren Fach hab ich doch glatt übersehen...

Update 20.11.2011: Heute am Rückweg von der Dawanda Designmesse nochmal den Inhalt inspiziert. Das Kamasutra war schon weg. Hmpf. Und auch sonst so einiges, aber dafür sind andere Bücher dazugekommen. Es herrscht also reger Austausch. Gut so!

Mittwoch, 16. November 2011

LoveLetter-Magazin November 2011

Der neue LoveLetter ist da! 
Und diesmal mach ich es mir einfach, denn wie üblich hat Soleil einen tollen Artikel über die neue Ausgabe geschrieben. Dass ich das Magazin allen empfehle, die gerne Liebesromane lesen, ist eh schon bekannt. Und außerdem gibt's bei Soleil diesmal sogar einen Blick ins Heft per Video, was will man mehr?

Dienstag, 15. November 2011

Montag, 14. November 2011

[indiebook] Leseproben-Test #7


Edda Minck: Dolly Mc Canzies Spur
Kurzgeschichte
erschienen 2011
als Kindle-Edition für € 0,99 erhältlich


Kurzbeschreibung (via Amazon):
Dolly ist tot, aber nicht so ganz... vor allem nicht für die, die sie kannten.

Die Leseprobe umfasst lediglich eine Kindle-Seite (mittlere Schriftgröße), aber es handelt sich hier ja auch um eine Kurzgeschichte. Die insgesamt allerdings auch nur siebeneinhalb Kindle-Seiten hat. Das weiß ich, weil ich sie mir nach der Leseprobe, die mich tatsächlich geködert hat, gekauft habe. Bei 99 Cent tippt mein Finger schon mal schneller auf "jetzt kaufen". So gut die Story auch begonnen hat, so stark hat sie aber leider nachgelassen, und das Ende - und somit auch die ganze Geschichte - empfand ich als äußerst unbefriedigend.

Die Autorin Edda Minck hat auch unter dem Namen Jelly Connelly (einem weiteren Pseudonym) zwei E-Books veröffentlicht, von denen ich mir ebenfalls die Leseproben heruntergeladen habe:



Jelly Connelly: HIT ME
Ratgeber (?)
erschienen 2011
als Kindle-Edition für € 2,42 erhältlich


Kurzbeschreibung (via Amazon):
Viele sind berufen, wenige auserwählt. Aber der Traum bleibt: Ich möchte ein Drehbuchautor sein. Wenn Sie mich fragen, lassen Sie es lieber - oder lesen Sie den kleinen lustigen Ratgeber, bevor Sie sich auf die Ochsentour begeben. Wenn Sie dann immer noch wollen, verabschieden Sie sich von Wohlstand, Glück und Ausgeglichenheit, Freunden, Beziehungspartner und der Hoffnung auf artgerechte Haltung.
Viel Glück - ich habe Sie gewarnt.
Ihre Jelly Connelly

So wie die Kurzbeschreibung liest sich auch die Leseprobe: flapsig, locker, frech, ziemlich aufdringlich. Wer Überschriften wie "Das Krankheitsbild Autor" oder Wendungen wie "die Eier langziehen" (drei mal innerhalb der ersten vier Absätze!) lustig findet und sich die Ambitionen zum Drehbuchautor nehmen lassen will, dem sei es empfohlen. Ich hab es bei der Leseprobe belassen und das Buch nicht gekauft.



Jelly Connelly: RatzFatz
Roman
erschienen 2011
als Kindle-Edition für € 4,02 erhältlich


Kurzbeschreibung (via Amazon):
Wenn Engel reisen ... ja, was denn dann? Scheint die Sonne? Und wenn Schlampen reisen? Scheint sie nicht?
Vorhersagen, auch der mentalen Witterungsverhältnisse können nicht getroffen werden, wenn hysterische Weiber von A nach B wollen. Und, ob sie jemals ankommen werden, ist hier gar nicht die Frage. Hauptsache, die wahnwitzige Reise beginnt unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen und man hat die richtige Musik dabei.
Ein Roadmovie mit Frauen, Autos und Italien.

Ja, Roadmovie, das hätte mich doch glatt angesprochen. Leider war der Schreibstil so dermaßen überbemüht lustig und die Story gleichzeitig so langweilig, dass ich dafür ganz sicher nicht 4 Euro ausgeben wollte.



Fazit: Die Bücher von Edda Minck/Jelly Conelly sind leider so ganz und gar nicht mein Fall. Den Schreibstil und diese Art des Humors muss man schon mögen. Ich mag sie nicht so.

Freitag, 11. November 2011

[und sonst noch so?] Statusmeldung #1

Boah, was für eine stressige Woche! Hatte am Dienstag eine Zahn-OP und so nebenbei auch noch Arbeit mit der Vorbereitung für meinen Wohnungsflohmarkt, bei dem ich morgen Dinge loswerden will, die ich nicht mehr brauche, die aber zu schade zum Wegwerfen sind. Bloggen ging sich also gar nicht aus, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nicht mal meinen Beitrag für meine eigene Blogparade fertig habe. Dafür waren 4 Teilnehmerinnen schon fleissig und haben ihre Notizbücher hergezeigt und ein bisschen was darüber erzählt, aber seht selbst:
Moena macht ihre Notizen "immer noch am liebsten mit Stift auf Papier" und zeigt unter anderem ein Buch, dass sie von ihren Kollegen geschenkt bekommen hat. Sarah hat "eine gewisse Schwäche" für das Thema Notizbuch und eine sehr schöne Sammlung von Paperblanks, in die sie nichts hineinschreibt. Typisch Mila - ein sehr persönlicher und sehr lustiger Bericht über ihr Notizbuch in dem sie alle ihre Ausgaben festhält. Die liebe Jo enthüllt, wo sie ihre beliebten Unfugreime notiert und dass sie unbrauchbare Notizbücher ins Altpapier wirft.
Wer an der Blogparade teilnehmen will, hat noch bis 30.11. Zeit dazu. Unter allen Teilnehmern wird ein Notizbuch verlost!

3x3 am Dienstag musste leider auch ausfallen, damit geht's hoffentlich nächste Woche weiter. 

Dieses Wochenende findet in Wien eine Buchmesse statt. Die BuchWien. Ich geh nicht hin, falls wer fragt. Über die kürzlich stattgefundene Frankfurter Buchmesse ist ja in den Bücherblogs schon im Vorfeld ein ganz enormes Trara gemacht worden, während sich die BuchWien kaum irgendwo erwähnt findet. Naja, ich konnte das Theater um die fbm schon nicht nachvollziehen und so gesehen vermisse ich auch Berichte über die BuchWien nicht wirklich. Bei mir wird's natürlich auch keinen geben. Ich geh ja nicht hin. Bücher habe ich zuhause genug (11 unausgepackte Bananenkartons voll um genau zu sein) und große Menschenansammlungen mag ich irgendwie gar nicht, schon gar nicht in künstlich belichteter und belüfteter Umgebung.

Gegen das herbstliche Nebel-Grau wird es demnächst wieder ein paar hübsche Foto-Collagen geben. Mit Lesen ist bei mir grad nicht sehr viel los, aber das ist eine andere Geschichte. Erzähl ich euch mal. Vielleicht. 

Sonntag, 6. November 2011

[Blog-Parade] "Zeigt her eure Notizbücher" - wer macht mit?


Kürzlich hat die liebe Sarah ein neu erworbenes Notizbuch auf ihrem Blog gezeigt und so nebenbei verraten, dass sie eine kleine Notizbuchsammlung hat. Was mich zur Annahme verleitet hat, dass die Liebe zu Büchern und jene zu Notizbüchern Hand in Hand gehen könnte, denn auch ich habe eine kleine Sammlung von (sehr unterschiedlichen) Notizbüchern.
Beim Übersiedeln sind mir einige verstreute, längst vergessene Büchlein wieder in die Hände geraten und alle, die ich bisher aus den Umzugskartons geborgen habe, werde ich euch demnächst in einem eigenen Post zeigen.
Obwohl heutzutage schon fast jeder mit seinem Handy die Möglichkeit hat, sich digital Notizen zu machen oder mit der integrierten Kamera Augenblicke festzuhalten, scheinen Notizbücher - und zwar die alten, analogen, die aus Papier - trotzdem nicht aus der Mode zu kommen. Ganz im Gegenteil, Moleskines oder ähnliche Formate sind total angesagt und längst nicht mehr Künstlern oder Intellektuellen vorbehalten. Auf dem Tumblelog moleskinery zum Beispiel findet man unzählige Skizzen und Gedanken, die Leute auf der ganzen Welt in ihren Notizbüchern verewigt haben. Bei Dawanda gibt es für Tage- und Notizbücher eine eigene Kategorie - mit über 5000 Artikeln. (Fast) alles, was es über Notizbücher zu wissen gibt, findet man auf dem notizbuchblog.de.

Und weil ich gerne wissen würde, ob es noch ein paar unter euch gibt, die auch gerne Notizbücher mögen, lade ich hiermit zu einer Blog-Parade ein.

Ein paar Anregungen:
Fotografiere deine Notizbücher - einzeln oder alle zusammen. Oder zeig sie uns in einem Video.
Erzähle etwas über ein besonderes Exemplar.
Beantworte folgende Fragen:
- Wie viele Notizbücher besitzt du?
- Wofür verwendest du die Notizbücher? (Gedanken, Ideen, Skizzen, Entwürfe, Tagebuch...)
- Magst du sie lieber liniert, kariert oder glatt?
- Welche Größe bevorzugst du?
- Schreibst du etwas auf die erste Seite?


Teilnehmen kann jeder, der einen Blog hat. und zwar
bis zum 30. November 2011.
Wer teilnehmen möchte, hinterlässt hier bitte einen Kommentar und schickt mir per Mail einen Link zum Artikel sobald dieser online ist, damit ich eine hübsche Liste machen kann. Mail bitte an cafe.uranus[at]yahoo.com.
Den Button könnt ihr gerne mitnehmen!
Unter allen Teilnehmern werde ich am Ende der Aktion ein Notizbuch verlosen.*

Viel Spaß beim Mitmachen!
Ich freue mich schon sehr auf eure Schätze! 


Teilnehmer:
und ich

Edit am 07.12.2011: Diese Blogparade hat ein Open End! Wer mitmachen will, kann es jederzeit tun!
* Unter den Teilnehmern, die bis zum 30.11. mitgemacht haben und mir ein Mail geschickt haben, wird das versprochene Notizbuch verlost.

Samstag, 5. November 2011

Mittwoch, 2. November 2011

[und sonst noch so?] Werbe-Ärgernisse im Bloggerland

Über die Werbe-Kommentar-Flut von Bloggerneulingen wurde sich ja schon allerorten aufgeregt. Da müsste ich meinen Senf eigentlich nicht mehr dazugeben. Aber ich kann halt auch meine Klappe nicht halten und muss den Damen Damaris, Irina und Jasmin recht geben. Sowas geht einfach gar nicht.
Die (oft blutjungen) Neulinge sprießen wie die sprichwörtlichen Schwammerln aus dem Boden und kennen keinen Genierer, wenn es um Leser-Beschaffung geht. Die alteingesessenen Blogger regen sich über die Neulinge auf, die mit Werbekommentaren hausieren gehen und auf diese Art und Weise innerhalb kürzester Zeit eine enorme Anzahl an "regelmäßigen Lesern" sammeln, ohne in ihrem Blog jedoch entsprechenden Content zu bieten. Immerhin hat es aber auf diese Art und Weise eine kleine 15jährige Maus geschafft, mit ganzen 4 Blogposts innerhalb einer Woche zu über 70 regelmäßigen Lesern zu kommen!
Diese Entwicklung ist einerseits bedauerlich, weil ja ganz offensichtlich ist, dass die Neulinge geil auf eine große (sichtbare) Leserzahl sind, damit sie von den Verlägen Rezessionsexemplare [sic!] bekommen, andererseits ärgern sich die Alt-Blogger, weil sie ihre Leserzahl mühsam mit (meist) gutem Inhalt aufgebaut haben. Ich kann den Ärger gut nachvollziehen, aber, Leute, wir dürfen ruhig darauf vertrauen, dass unsere Leser in der Lage sind, Quality-Content zu erkennen. Und genauso dürfen wir drauf vertrauen, dass den vielen Ferienbloggern bald die Luft ausgeht, und dass diese Blogs, die jetzt wie eine Heuschreckenplage die Blogosphäre heimsuchen, schon bald sang- und klanglos verschwunden sind. So war es doch noch immer.
Aber nerven tut's natürlich trotzdem, keine Frage.


Über die zahlreichen Versuche von findigen PR-Fritzen, Blogger als kostenlose Werbeträger zu gewinnen, rege ich mich da aber schon wesentlich mehr auf. Folgendes Mail fand sich dieser Tage in meinem Posteingang:

Hi leiden(schaftlicher) Zwilling ;) , 
das soll keine blöde Werbemail sein, nennen wir es lieber...eine nette Inspiration ;-) 
Mein Name ist Yann, ich suche gerade nach interessanten Bloggern mit Ahnung von dem, was sie so schreiben - und ich glaube, da bin ich bei dir genau richtig. Deshalb möchte ich dich einladen, XY.ME* auszuprobieren. 
Hinter XY.ME steckt eine große Vision, die wir seit einiger Zeit verwirklichen: Viele Menschen zusammenzubringen, um auf neue Art Bücher, Filme u.v.m. zu entdecken. Wir erreichen das, indem man zeigt, was einem gefällt, und sich mit Gleichgesinnten darüber austauscht. So inspiriert und hilft man sich gegenseitig, die richtigen Dinge zu finden, die man dann auch bei uns kaufen kann. Also quasi, Marktplatz meets clevere Produktentdeckungsmechanismen meets Meinungsplattform meets Social Network meets Joy of Use ;-) 
Da du in deinem Blog offensichtlich gerne deine Meinung zu Büchern kundtust, könnte dir unsere Plattform wirklich gefallen, und weil du nicht erst seit gestern bloggst, würde uns dein Feedback sehr interessieren. Außerdem wäre es  ein echter Gewinn für alle Bücherliebhaber auf XY.ME, deine Rezensionen bei uns zu lesen - gerne inklusive Textlink zu deiner Seite. 
Wir haben schon mehrere Blogger an Bord, die das auch tun, und ein weiterer Ort, wo deine Rezensionen anderen weiterhelfen, kann doch nicht schaden, oder?Neugierig? Fragen? Ich freue mich auf deine Antwort!
Viele GrüßeYann
PS.: Anbei mein XY.ME-Bücherregal samt meiner Bewertungen als kleinen Vorgeschmack =) 
PPS.: Gute, lange Rezensionen werden mit besonders vielen Experten-Punkten belohnt, du könntest ziemlich schnell unter die gefragten Top-Experten deines Lieblingsgenres aufsteigen.



*Name und Link wurden von mir entfernt. Ich mache keine Werbung. Punkt.

Normalerweise ignoriere ich ja alle Werbe-Mails, die ich so bekomme, aber da ich dieses hier besonders dreist finde und weil ich gerade so in Laune war, habe ich darauf geantwortet, und zwar so:


Netter Versuch, Yann! ;) 

Muss sagen, die Anrede ist gut gelungen, und veranlasst mich immerhin dazu, diese Antwort hier zu schreiben. Normalerweise antworte ich auf Werbe-Mails gleich gar nicht.  
Du schmierst mir Honig ums Maul und willst mir damit eine "Vision" verkaufen? Ein einziger Blick auf die Website lässt aber leider schon erkennen, dass xy.me auch bloß eine stinknormale gewinnorientierte Verkaufsplattform ist. Solange ich von dem - sicher ganz ordentlichen - Kuchen nichts abkriege, werde ich jedoch niemandem gratis meine Meinung oder meine Gedanken zur Verfügung stellen, auch nicht, wenn man mich mit dem Versprechen ködert, als "Experte" anerkannt zu werden. Sorry, aber das entlockt mir nur einen müden Lacher. Ich habe nicht das Ansinnen, irgendwo zur - unbezahlten - Top-Expertin "aufzusteigen". Danke.  
Von den angepriesenen Rezensionen auf eurer Seite konnte ich mich leider nicht überzeugen, ich konnte sie schlichtweg nicht finden und ich habe weder Zeit noch Lust, mich durch eine unübersichtliche Seite zu wursteln, die mit reißerischen Überschriften - wohl aus Profitgründen - dem Mainstream-Geschmack folgt.
Du wolltest mein Feedback und meine - unbehübschte - Meinung? Bitte, gern geschehn! 
Nochmal zum Mitschreiben:
Ich blogge, weil es mir Spaß macht. Ich bin nicht käuflich.
Ich meide Verkaufs- und Social-Media-Plattformen und Foren, und ich liebe meine Unabhängigkeit. Ich lasse mich nicht von Verlagen oder Plattformen unterstützen und ich unterstütze auch niemanden. Schon gar nicht lasse ich mich von fadenscheinigen, auf individuell getrimmten Mails ködern, die doch an die breite Masse gesendet werden. 
Ich behalte mir übrigens vor, das erhaltene Mail und meine Antwort auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Beste Grüße,
Evi T. 
http://zwillingsleiden.blogspot.com - des Zwillings Leidenschaften: Bücher und Reisen und so


Kinder, bitte, lasst euch doch nicht für blöd verkaufen! Die wollen doch nur wieder mal eure Blogs als kostenfreie Werbefläche benutzen. Überhaupt geht mir der schreckliche Konsumwahn schön langsam wohin, aber das ist eine andere Geschichte...

Dienstag, 1. November 2011

3x3 am Dienstag #8


Foto-Aktion, hosted by Cara.


12 Bananenkartons mit Büchern,
4 Kartons mit Schallplatten,
3 Kartons mit Musikanlage und Zeug