Heute geht´s weiter mit Marie Seth´s Blog, dem persönlichen Blogprojekt der 24jährigen Niederösterreicherin Angelika, die außerdem Chefredakteurin beim Online-Literatur-Portal literatopia.de ist.
Hallo zusammen,
ich freu mich sehr über diese Aktion und auch die Möglichkeit ein wenig über meinen Blog erzählen zu dürfen. Zuerst jedoch ein paar Worte zu mir: Mein Name ist Marie Seth; eigentlich aber Angelika. Ich wohne in Niederösterreich, bin vierundzwanzig Jahre alt, stolze sieben Jahre verheiratet, und schreibe seit ungefähr zwei Jahren als Redakteur - nun mehr auch als Chefredakteur - für das Online-Literatur-Portal literatopia.de. Ein Projekt, das mir sehr viel bedeutet, in mir jedoch schon länger den Wunsch keimen ließ, nebenbei noch etwas anderes, persönlicheres zu erschaffen. Ein kleines Buntglasfenster in meine Welt, durch das ich rufen und manchmal auch hören kann. Wichtig hierbei war mir zum einen, für mich aufzuzeichnen was ich gerade tue (die Zeit mit Büchern vergeht so rasend schnell) und manch geneigten Lesern auch ein wenig Unterhaltung in Form von Novitäten, interessanten News und natürlich auch persönlichen Einblicken bieten zu dürfen.
Wie lange gibt es deinen Blog schon?
Noch nicht sehr lange. Den Schritt dazu ein kleines, eigenes Reich zu erschaffen tat ich ziemlich genau zum Jahresbeginn 2011. Davor hatte ich schon einen Blog, allerdings habe ich ihn mehr zur Datensicherung missbraucht, als aktiv etwas aus dieser schönen Gelegenheit machen zu wollen. Irgendwann kam mir die Idee, meine ganzen Rezensionen in einem neuen Projekt zu präsentieren, das mir oben drein mehr Möglichkeiten bieten würde, in Kontakt mit anderen Lesern zu treten. Rückmeldungen egal welcher Art waren und sind mir immer wichtig. An diesen kann man wachsen. Entweder persönlicher, oder aber auch fachlicher Natur. Je nach dem.
Welche Genres liest du am liebsten? Welche Bücher stellst du auf deinem Blog vor?
Ganz klar bevorzuge ich Romane mit phantastischen Elementen. Ob Märchen, Fantasy oder aber auch Dark Fantasy spielt für mich hierbei keine große Rolle, sofern das Buch gut geschrieben und die Idee kein ausgelutschtes Abbild diverser Verkaufsschlager ist. Allerdings schlägt mein Herz auch ebenso für Thriller. Besonders solche haben es mir angetan, die Russland zur Zeit Stalins in den Mittelpunkt stellen und manch Leser würde sich wundern, dass es davon nicht wenige gibt.
Auf meinem Blog stelle ich eigentlich jedes Buch meinen Lesern vor, das ich lesen durfte. In diesem Punkt dann auch quer Beet, denn ich bemühe mich darum, mich vermehrt vielseitig durch den Dschungel an Lesestoff zu kämpfen. Ob Sachbuch, Krimi, Manga oder Horror – gelegentliche Ausflüge in andere Genres sind niemals ausgeschlossen und immer wieder erwünscht, sofern ich mich der Fantasy entziehen kann.
Lieblingsautoren? Lieblingsbücher?
Meine beiden Favoriten im Bereich Fantasy sind ganz klar Joe Abercrombie (Kriegsklingen) und Brandon Sanderson (Kinder des Nebels). Erstgenannter ist einfach ein Zyniker durch und durch, der gezeigt hat wie außergewöhnlich humorvoll und dennoch beißend ernst und realistisch Fantasy sein kann. Er beschönigt nichts; etwas, das man nur bewundern kann. Brandon Sanderson hingegen bietet einen annehmbaren Gegenpart. Religionen sind sein Spezialgebiet und beinahe alles wird farbig ausgemalt. Details bestimmten die Welt; liebenswerte Eigenschaften seine Charaktere und dennoch will man sie lesen, obwohl man inzwischen die sich leicht wiederholenden Vorgehensweisen des Autors kennt.
Zu beeindrucken wusste mich in weiterer Folge David Benioff mit „Stadt der Diebe“ und „Alles auf Anfang“. Ein Autor der eine Sprachgewalt besitzt, wie man sie lesen möchte. Kresely Cole mit ihrer ausgezeichneten Dark Fantasy-Reihe. Rebecca Gablé unter anderem mit „Hiobs Brüder“. Khaled Hosseini mit „Drachenläufer“ (unbedingt lesen!) und Tom Rob Smith mit seinem Thriller „Kind 44“.
Was gibts auf deinem Blog außer Rezensionen sonst noch zu finden?
Da ich noch nicht lange blogge, nicht sonderlich viel. Bisher habe ich über Novitäten, Literaturnews, Sachbücher, diverse (Literatur-)Videos, bzw. Trailer und Ankündigungen geschrieben. In weiterer Folge möchte ich alles ein wenig ausbauen und die Dinge präsentieren, die mich rund um die Literatur beschäftigen. Allem voran natürlich auch literatopia.de, denn ich plane meine literarische Heimat sehr aktiv mit einzubauen.
Besonders stolz bin ich allerdings auf meine geführten Interviews. Bisher durfte dich unter anderem Joe Abercrombie, Jeanniene Frost, Monika Felten und Claudia Kern interviewen. Weitere Interviews mit Brandon Sanderson, Lynn Raven und so manch anderen namhaften oder aber auch noch eher unbekannteren Autoren stehen für dieses Jahr an und ich habe mir zum Ziel gesetzt in diesem Punkt noch ein bisschen fleißiger als im Vorjahr zu sein.
Was macht deinen Blog zu etwas Besonderem?
Um ehrlich zu sein will ich nicht für mich beanspruchen etwas sehr besonderes oder außergewöhnliches erschaffen zu haben oder in weiterer Folge aufzuziehen. Literatur-Blogs gibt es (dafür zu) viele und sicherlich so einige, die vielleicht lesenswerter sind. Warum man gerade bei mir stöbern sollte ist eine gute Frage auf die ich gerne eine Antwort wüsste. Bis es soweit ist möchte ich betonen, dass ich mich einfach über jeden Leser freue, der die gleiche Leidenschaft teilt, wie sie von mir Besitz ergriffen hat. Ich bemühe mich interessantes zu bieten und darüber hinaus mit Rezensionen und Interviews zu ködern, die im besten Fall lesenswert, im schlimmsten Fall aber zumindest einen Blick wert gewesen sind.
Was macht dir beim Bloggen am meisten Spaß?
Ich glaube, dass bloggen viele verschiedene Aspekte und Facetten zu bieten hat. Manche davon machen ungemeinen Spaß (wie zum Beispiel das gemeinsame Unterhalten), andere sind an manchen Tagen einfach so amüsant, wie im schlimmsten Regenwetter völlig durchnässt auf Eis zu gehen. Für mich persönlich ist bloggen gerade aus dem Grund eine Bereicherung, weil ich dadurch – so hoffe ich – die Möglichkeit erhalte mich mehr mit anderen auszutauschen und darüber hinaus auch ein bisschen meine Arbeit zu präsentieren. Rückmeldungen zu bekommen ist für mich wunderbar, sie helfen, wie ich schon weiter oben sagte, zu wachsen und sich am eigenen Tun zu erfreuen. Davon abgesehen ist es für mich immer noch ein kleines Wunder gelesen zu werden. Auch jetzt noch und nach so langer Zeit bei literatopia.de. :o)
(KLICK aufs Bild bringt euch direkt zu Marie Seths Blog!)































