Mittwoch, 30. Juni 2010

Halbjahres-Resümee


Geplant als Blog über alles Mögliche, hat sich "Zwillingsleiden", das ich zu Anfang eine Zeitlang mit dem kryptischen Titel "Vom Sachen anfangen und wieder damit aufhören" bedacht hatte, inzwischen zu einem Bücherblog entwickelt und ich bin überrascht, dass mir fast täglich was zum Thema Bücher einfällt. Naja, so überrascht dann auch wieder nicht, denn Bücher sind schon mein ganzes Leben lang meine größte Leidenschaft. Das Bücher rezensieren betreibe ich seit dem vorigen Jahr, und seither hat sich mein Leseverhalten doch ein bisschen verändert - weil ich jetzt über jedes gelesene Buch (auch über die schlechten!) wohl ein paar Stunden nachdenke. Sieht man auch an der Länge meiner Rezensionen (viel schwafeln ist ein altes Zwillingsleiden *gg*).

Mittlerweile habe ich sage und schreibe 79 Rezensionen online, größtenteils von Büchern die ich heuer gelesen habe. Die Zahl meiner heuer gelesenen Bücher kann sich auch sehen lassen: 65 Bücher bis jetzt und dazu noch 7 Novellas. Macht eine Gesamtseitenanzahl von schon fast 22.000 (könnt ihr übrigens in der linken Sidebar mitverfolgen).

Im Mai habe ich mein Blog-Layout runderneuert und bin echt noch immer stolz drauf, dass ich das alles selbst gemacht habe, trotz äußerst geringer HTML-Kenntnisse habe ich ein verregnetes Wochenende lang rumgebastelt, bis ich 3 Spalten hatte und einigermaßen zufrieden mit der Farbauswahl war.

Als ich endlich mal gecheckt hatte, wie man diese "Unterseiten" macht, hab ich natürlich wieder gebastelt und jetzt könnt ihr oben im Menü zum Beispiel auf meinen SuB oder die Gesamtübersicht über meine Rezensionen klicken. Sehr praktisch! 
Meine liebsten Romance-Helden findet ihr unter dem Titel "my sexy heroes". Und da ich mich ja kürzlich dazu entschlossen habe, auch an einigen Challenges mitzumachen, gibt´s auch dafür nun eine eigene Seite.
"all the books" ist noch immer nicht ganz fertig, aber da stehen bis jetzt ein paar hundert Bücher aufgelistet, die ich in meinem Leserleben bisher gelesen habe. Fehlen allerdings noch immer die ganzen Sachbücher, die ich mir jahrelang reingezogen habe, das sind nämlich echt ziemlich viele. Tatsächlich habe ich in den letzten Jahren kaum Romane gelesen, das hol ich jetzt aber eifrig nach. Von den Sach- und Fachbüchern hab ich erst mal genug *gg*
Außerdem plane ich schon seit längerem endlich mal eine Link-Liste zu machen, aber ich komm damit nicht wirklich weiter. So toll das auch ist, dass fast täglich neue deutschsprachige Bücherblogs auftauchen, aber so wird die Linkliste ja nie fertig! (Zur Zeit habe ich 240 deutschsprachige und 45 englischsprachige Bücherblogs mittels Google-Reader im täglichen Visier *pff*).

Nachdem ich beim Blog-Umbau auch das "regelmäßige Leser"-Widget eingebaut habe, kann ich und andere nun auch sehen, wer hier so mitliest, und das sind mittlerweile 43 Leute *freu*. Das sind aber noch lang nicht alle, weil ja nicht alle Blog-Leser auch ein Google-Konto haben (wollen) um sich da anzumelden. Ein paar Leutchen haben mich auch über diverse Feed-Reader abonniert. Und ich möchte mich an dieser Stelle ganz ganz herzlich bei all meinen lieben Lesern bedanken, dass sie hier immer wieder reinschauen und auch ganz viele Kommentare abgeben, worüber ich mich besonders freue! Es geht ja glaub ich vielen Bücherfreaks so, dass dieses "extreme" Leseverhalten im Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis nicht immer auf Verständnis stößt, und da tut es wirklich gut, wenn man weiß, dass es "da draußen" noch mehr so Buchverrückte gibt.

Das vergangene halbe Jahr habe ich versucht, meinen Blog mit möglichst viel (gutem) Content zu füllen, damit es auch wirklich einen Grund gibt, um hier reinzuschauen, und so habe ich bis auf wenige Ausnahmen, täglich einen Post verfasst. Wie lange ich diese Regelmäßigkeit noch aufrechterhalten kann, weiß ich selber nicht, im Moment hab ich noch immer einen Riesenspaß am (täglichen) bloggen, aber wie das bei einem sprunghaften Zwilling so ist, könnte sich das auch blitzartig ändern ;-) Und irgendwann muss ich ja auch mal Urlaub machen, und wenn ich wegfahre, lese ich meistens nicht so viel, weil ich da die Zeit mit meinem Schatz verbringe, zB. um zu wandern und neue Gegenden zu entdecken. Es könnte aber durchaus die Gefahr bestehen, dass ich euch dann mit meinen Urlaubsfotos beglücke *gg*.

Falls jemand bis hierher durchgehalten hat, dem sei noch gesagt, dass es jetzt jeden Donnerstag bei mir ein "Fundstück" aus dem Internet gibt, das meistens mit Büchern zu tun hat. Allerdings nicht morgen, denn da gibt´s die allmonatliche Lesestatistik. Ach, wenn ich so eine Statistik doch schon länger machen würde! Ich liebe ja Listen und Statistik...
Apropos Statistik: in diesem Monat hatte ich durchschnittlich 100 Seitenaufrufe (Hits)  täglich - unglaublich! Und deshalb bedanke ich mich nochmals ganz lieb bei euch allen und ich hoffe, euch gefällt was ich so schreibe und ihr schaut weiterhin hier vorbei!

Dienstag, 29. Juni 2010

[Rezension] Lorelei James: Running With the Devil ***/*

RUNNING WITH THE DEVIL
Erotic Romantic Suspense

Autor: Lorelei James
Verlag: Samhain Publishing (2007)
Paperback, 235 Seiten
ISBN 1-59998-557-8

Klappentext:
Taking a ride on the wild side is a dangerous proposition.
Drug dealer? Hooker? Blackmailer? Kenna Jones was the last person to have contact with a murdered federal informant and DEA Agent Drake March goes undercover during the Sturgis Motorcycle Rally to find out just what her relationship to the dead man was. One problem - from the moment Drake encounters the gorgeuos, hot-tempered chameleon - he doesn´t trust her - or his immediate attraction to her.
Kenna´s situation can´t get worse. Posing as arm candy for rich bikers is a humiliating way to earn tuition. But the financially strapped grad student has no choice. And it appears too-sexy-for-his-badge Agent Drake March isn´t giving her a choice either. He threatens to have her arrested if she refuses to cooperate in his investigation.

Kommentar:
Das ist eines der beiden Bücher von Lorelei James, die sie vor der Rough Riders-Serie veröffentlicht hat. Keine Cowboys hier, dafür Biker und Drogenfahnder, ein Haufen leicht bekleideter Mädchen, jede Menge Motorräder und der ein oder andere Drogendealer. Schauplatz der Geschichte ist die Sturgis Motorcycle Rally, eine riesige Biker-Veranstaltung, die alljährlich in Sturgis, South Dakota, stattfindet. 
Unter dem Namen Kenna Jones hat sich Kaye Anne das Geld für´s Studium verdient, indem sie einem gewissen Jerry Travis als Begleitung und optischer Aufputz bei der letztjährigen Veranstaltung gedient hat. Nun ist Jerry tot. Ermordet. Und Kenna war anscheinend sein letzter Kontakt. Da der gute Jerry als Informant für die Drogenfahndung gearbeitet hat, muss Agent Drake March der Sache nachgehen und die geheimnisvolle Kenna näher unter die Lupe nehmen. Als Kenna nicht kooperieren will, droht er ihr damit, sie zu verhaften. Da für Kenna aber einiges auf dem Spiel steht (ihr Studium zum Beispiel, in dem sie kurz vor dem Abschluss steht), willigt sie schließlich ein. So ganz nebenbei findet sie den toughen Drogenfahnder außerdem auch noch ziemlich attraktiv.
Die Anziehung ist durchaus gegenseitig, denn Drake lässt sich von der hübschen Kenna, die ständig ihr Aussehen wechselt, ganz schön von der Arbeit ablenken.

Ich mag ja solche Storys. Der Undercover-Agent, der sich nicht ganz sicher ist, ob die hübsche Verdächtige nicht doch völlig unschuldig ist. Und die Verdächtige, die sich nicht sicher ist, ob der Mann wirklich zu den Guten gehört, denn irgendwie hat er ihr ja nicht mal seinen Dienstausweis gezeigt.
LJ versteht es schon, eine Geschichte zu erzählen, in der zwischen den beiden Protagonisten von Anfang an die Funken sprühen, allerdings kommt hier die Geschichte drumherum irgendwie zu kurz. Meiner Meinung nach können es sich die beiden in ihrer Situation eigentlich nicht leisten, die ganze Zeit an Sex zu denken, geschweige denn, "es" ständig zu tun. Ein bisschen weniger hätte nicht geschadet. Nun ist es aber nicht so, dass die Krimi-Handlung dadurch zu kurz kommt (am Ende wird es sogar noch mal richtig spannend), aber irgendwie fehlt es der ganzen Geschichte an Atmosphäre. Immerhin befinden sie sich auf einer riesigen Veranstaltung, wo tausende Leute mit ihren Motorrädern sind, wo es laut und hemmungslos zugeht, aber leider springt das irgendwie nicht rüber. Ich hatte ständig das Gefühl, die beiden bewegen sich irgendwo am Rande, aber nicht mittendrin. Und mittendrin wär sicher spannender gewesen.
Leider haben mich die beiden Figuren auch nicht ganz überzeugen können. Kenna beherrscht perfekt die Kunst, sich in den verschiedensten Verkleidungen zu präsentieren, mal ist sie rothaarig, mal blond, sie ändert ihre Augenfarbe mittels Kontaktlinsen und trägt ultraknappe Kleidung und High Heels. Auf der anderen Seite will sie jedoch die (sexuell unerfahrene), strebsame, unscheinbare Studentin sein - und genau das kann ich ihr aber leider nicht abnehmen. Drake ist ein bisschen zu wenig professionell für einen erfahrenen Agenten der Drogenfahndung, auch wenn seine Mitarbeiter das Gegenteil behaupten. Zeigen tut er´s halt leider nicht.
Wie immer gibt es zahlreiche explizite erotische Szenen, in denen allerdings das gewisse Prickeln fehlt.
Trotzdem bietet die Geschichte eine ganz nette Unterhaltung, gehört aber sicher nicht zu den besten Büchern der Autorin.

Fazit:
3,5 Sterne für eine eher durchschnittliche Romance, aus der man mehr hätte machen können.




Montag, 28. Juni 2010

[Rezension] LaVyrle Spencer: Ein Haus im Himmel ****

EIN HAUS IM HIMMEL
Contemporary Romance

Autor: LaVyrle Spencer
Verlag: Goldmann (1997)
Originaltitel: "A Promise to Cherish" (1983)
Taschenbuch, 220 Seiten
ISBN: 3-442-42985-4

Klappentext:
Allein unter Wölfen - so fühlt sich die junge Ingenieurin Lee Walker in ihrem Job. Als ihr größter Konkurrent ihr einen blendend dotierten Posten in seiner Baufirma anbietet, ist sie daher hellauf begeistert über die neue Chance. Noch will sie nicht wahrhaben, dass Sam Brown nicht nur ihre beruflichen Qualitäten schätzt...

Kommentar:
Wieder mal ein Beispiel für einen irreführenden Klappentext. Erstens ist Sam Brown nicht Lee Walkers persönlicher Konkurrent und zweitens ist sie nicht hellauf begeistert über sein Angebot. Aber fangen wir von vorne an:
Den Anfang macht ein am Flughafen vertauschter Koffer. Lee Walker ist im Auftrag ihres ekelhaften Chefs unterwegs nach Denver, um dort ein Angebot für einen riesigen Bauauftrag abzugeben. Sie ist schon spät dran, will sich nur noch umziehen, doch als sie den Koffer öffnet, liegt obenauf nicht das Kuvert mit ihrem Angebot sondern ausgerechnet ein Playboy-Heft. Und drunter natürlich nicht ihre Kleider, sondern die eines Mannes. Lee macht sich also in viel zu legeren Klamotten und ohne Angebot auf zur Angebotseröffnung, wo sie erstens feststellt, dass ein Unbekannter ihr Angebot abgegeben hat, und zweitens, dass genau dieser Unbekannte ihr Angebot noch um einige tausend Dollar unterboten und damit den Zuschlag erhalten hat.
Lee ist total sauer, auch wenn der Mann verdammt gut aussieht. Und außerdem auch noch ihren Koffer hat!
Ohne den lukrativen Auftrag in der Tasche, aber wenigstens mit dem richtigen Koffer, fliegt Lee wieder nachhause, wo sie das Ekelpaket von Chef stinksauer erwartet. Obwohl Lee ihren Job verdammt nötig hat, geht er ihr gehörig gegen den Strich und als sie einige Tage später zufällig ein Telefongespräch mithört, in dem es um illegale Geschäfte geht, kündigt sie.
Ein neuer Job in der krisengeschüttelten Baubranche ist allerdings nicht leicht zu finden, da trifft es sich ja gut, dass Sam Brown sie aufspürt und ihr einen Job in seiner Firma anbietet. Nach anfänglichen Bedenken ist Lee jedoch aufgrund der sehr guten Bezahlung und des wirklich tollen Büros schnell überredet. Außerdem knistert es zwischen den beiden, trotz des schlechten Starts den sie in Denver hatten, ganz gehörig, was Lee jedoch so gar nicht in den Kram passt, denn eine Affäre kann sie nach ihrer Scheidung echt nicht brauchen, und schon gar nicht mit ihrem Chef.

Lee Walker ist nicht nur eine Frau, die versucht sich in einer Männerwelt zu behaupten, sie hat auch noch zu einem Viertel indianisches Blut in den Adern, weshalb sie äußerst empfindlich auf das Verhalten der Leute ihr gegenüber reagiert. Seit einigen Jahren ist sie geschieden und versucht seither, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Was nicht so einfach ist, denn mit ihrer Scheidung hat sie etwas sehr Wertvolles verloren, das soll jedoch ihr Geheimnis bleiben. Als die Beziehung mit Sam immer ernsthafter wird, droht ihr Geheimnis die Beziehung zu zerstören.
Sam, den Lee anfänglich für einen betrügerischen Wüstling hielt, entpuppt sich bald als liebenswerter und ehrenhafter Mann, der sich aufrichtig für sie interessiert und ehrlich um eine Beziehung bemüht ist und sie umwirbt. Lee macht es ihm jedoch nicht leicht, und Sam zieht sich zurück, als er erkennen muss, dass Lee ihm nicht genug vertraut, um ihm ihr Geheimnis zu verraten.

Diese Geschichte hat absolut nostalgische Gefühle in mir hervorgerufen! Ich arbeite ja selbst seit 20 Jahren in der Bauwirtschaft und habe sovieles wiedererkannt. Damals in den 90er Jahren haben wir auch so gearbeitet, da wurden Angebote für öffentliche Aufträge noch von Hand ausgepreist, und auch ich war bei solchen Angebotseröffnungen dabei, wo sich die Vertreter aller anbietenden Firmen einfinden, die verschlossenen Kuverts von einem Vertreter des Auftraggebers geöffnet, und die Angebotssummen laut verlesen und mitnotiert werden. (Und auch ich hatte eine Affäre am Arbeitsplatz mit meinem Vorgesetzten. Achja, lang, lang ist´s her.)

LaVyrle Spencer hat hier zwei sehr sympathische Protagonisten geschaffen und erzählt eine nette, nachvollziehbare Lovestory, die mich zwischendurch auch sehr zum Schmunzeln gebracht hat. Zum Glück hat sie in diesem Buch eine einfach Erzählperspektive (nämlich aus Sicht von Lee) beibehalten, was die Lesbarkeit wesentlich verbessert hat gegenüber dem Buch, das ich vorher von ihr gelesen habe (Rezension hier). Einziger Störfaktor war die Bezeichnung von Lee´s Job als "Schätzer", bei uns heißt das "Kalkulant".

Fazit:
4 Sterne für eine solide Liebesgeschichte, die zwar nichts Besonderes ist, aber mich persönlich sehr angesprochen, und nostalgische Erinnerungen bei mir geweckt hat.
(Das Buch ist vergriffen, man kann es jedoch gebraucht zB bei booklooker finden.)

Sonntag, 27. Juni 2010

[Rezension] Wiebke Lorenz: Was? Wäre? Wenn? ****

WAS? WÄRE? WENN?
Roman/Chick-Lit

Autor: Wiebke Lorenz
Verlag: Piper (2003)
zur Zeit neu aufgelegt bei:
Weltbild Sammlereditionen"freche Frauen!"
Taschenbuch, 284 Seiten

Klappentext:
Was wäre, wenn... man sein Leben von vorn beginnen und manche Dinge ungeschehen machen könnte? Charly würde dazu einiges einfallen: das geschmissene Studium, zahllose Affären und wilde Partynächte. Bei einer geheimnisvollen "Personalberatung" bekommt sie ein unglaubliches Angebot: Sie kann alle misslungenen und peinlichen Ereignisse aus ihrem Leben löschen, als wären sie nie passiert. Ein vollkommen neues Leben - dieser Versuchung kann Charly einfach nicht widerstehen. Doch das hat ungeahnte Folgen...


Kommentar:
Das war ja mal eine positive Überraschung! Ich hab´s ja sonst gar nicht so mit deutschen Autorinnen, und schon gar nicht mit deutscher Chick-Lit, deshalb hat mich dieses Buch hier umso mehr überrascht!

Charlotta Maybach, genannt "Charly" ist mit ihrem Leben unzufrieden. Das Studium hat sie abgebrochen und arbeitet stattdessen als Kellnerin in einer Bar. Durchzechte Nächte, jede Menge One-Night-Stands und haufenweise Peinlichkeiten - das ist alles, was sie vorweisen kann. Die positiven Dinge in ihrem Leben sind ihre Liebe zur Musik und die Gespräche mit dem Barbesitzer Tim und Georg, einem alten Mann, der anscheinend obdachlos ist, und der jeden Tag bei unzähligen Kaffees, für die er nicht zu zahlen braucht, im "Drinks & More" verbringt.
Als Charly eines Tages in der Manteltasche von Tim eine Visitenkarte findet, bietet sich ihr die Chance, ihr Leben zu ändern, indem sie alle unerfreulichen Ereignisse aus ihrem Leben löschen kann. Angefangen beim desaströsen "ersten Mal" mit ihrer Jugendliebe Moritz. (Zitat: Wenn man mich nach den zehn peinlichsten Erlebnissen meines Lebens fragt, belegt dieses hier noch immer die Plätze eins bis fünfundzwanzig.)
Die Folgen, die sich daraus ergeben, sind allerdings einigermaßen verwirrend für Charly. Und nicht nur das - nach einiger Zeit möchte Charly das alles nur noch rückgängig machen, denn dieses Leben ist definitiv nicht ihres! Doch die mysteriöse Elisa von der Personalberatung "New Life" ist nicht mehr auffindbar...

Wiebke Lorenz hat hier einen äußerst unterhaltsamen Roman geschrieben. Die Protagonistin Charly ist sehr sympathisch - mit all ihren "Fehlern". Auch wenn die  Figuren des Romans ein wenig klischeehaft sind, und die Story stellenweise ein ganz klein wenig vorhersehbar ist, so habe ich mich doch sehr gut unterhalten. Der Schreibstil von Frau Lorenz ist erfrischend und lustig, vor allem mit dem ersten Drittel des Buches habe ich mich sehr amüsiert. Außerdem gibt es jede Menge Musikzitate, und sowas mag ich eben.
Und so ganz nebenbei regt der Roman auch noch zum Nachdenken an. Jede kleine Entscheidung die wir treffen, jeder Schritt in eine bestimmte Richtung, beeinflusst unser Leben. Charly bekommt die einmalige Chance, alle "falschen" Entscheidungen, alle Peinlichkeiten aus ihrem Leben zu löschen. Aber ist das dann noch ihr Leben? Ist sie denn glücklich, nachdem sie alles "richtig" gemacht hat? Ganz und gar nicht! Denn, Zitat: Nur eine Null hat keine Ecken und Kanten!

Fazit:
4 Sterne für einen netten, unterhaltsamen Roman mit einer sehr sympathischen Protagonistin.

Tipp:
Das Buch ist derzeit in einer Weltbild-Sammler-Edition "freche Frauen!" um € 2,95 zu haben - ein Schnäppchen, das frau sich nicht entgehen lassen sollte! (Auch wenn das Cover nicht gerade ein Hit ist.)

Samstag, 26. Juni 2010

[Rezension] Kenneth Grahame: Der Drache, der nicht kämpfen wollte

DER DRACHE, DER NICHT KÄMPFEN WOLLTE
Kinderbuch


Autor: Kenneth Grahame
Verlag: Omnibus (2001)
Originaltitel: "The reluctant Dragon" (1938)
Taschenbuch, 60 Seiten, illustriert
ISBN 3-570-20906-7

Klappentext:
Es ist allgemein bekannt, dass die meisten Drachen gerne Feuer spucken, Prinzessinnen rauben und Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Aber der Drache, den der kleine Junge in einer Höhle entdeckt, der ist ganz anders. Er liebt Gedichte und ist überhaupt sehr gebildet. Trotzdem fühlen sich die Bewohner eines nahe gelegenen Dorfes von ihm bedroht und engagieren den heiligen Georg, einen berühmten Drachentöter, der dem Ungeheuer den Garaus machen soll...

Kommentar:
Da hab ich jetzt also mal schnell ein Kinderbuch gelesen, und zwar für die "Ich bilde mich weiter!"-Challenge. Hmm. Tja. Was soll ich jetzt dazu sagen? Das Buch war in einer großen Schachtel, die mir eine Freundin mal überlassen hat. Da war ein buntes Sammelsurium an Büchern drinnen, unter anderem auch dieses hier.
Kurz war´s und schnell ausgelesen. Zum Glück.
Warum soll das bitte ein Klassiker der Kinderliteratur sein? (Steht auf dem Buchrücken drauf.) Kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen. Die Sprache ist meiner Meinung nach nicht besonders kindgerecht, aber ich bin auch nicht wirklich die Expertin um das zu beurteilen. Dafür, dass das Buch 1938 erschienen ist, klingt die Sprache für mich ziemlich modern und eigentlich recht flapsig. Könnte aber natürlich sehr wohl an der Übersetzung liegen.
Solange ich auch darüber nachdenke, ich kann in der Geschichte keine besondere Moral entdecken. Sie ist auch nicht lustig, oder wenigstens unterhaltsam. 
Ein kleiner Junge, der sehr viele Bücher liest, freundet sich mit einem Drachen an, den sein Vater, ein Schäfer, in einer Höhle entdeckt hat. Das Anfreunden wird in wenigen Sätzen abgehandelt, sollte doch aber, meiner Meinung nach, ein wichtiger Teil der Geschichte sein. Warum sollte der Junge denn sonst später für seinen Freund eintreten, wenn die Dorfbewohner einen Drachentöter auf ihn ansetzen? Warum die das tun bleibt eigentlich auch unklar. Denn der Drache hat ja gar nichts getan, als nur vor seiner Höhle in den Bergen herumzuliegen. Trotzdem erzählen diese Dorfbewohner dem Drachentöter allerlei Lügengeschichten, damit dieser den Drachen tötet. Okay, die Dorfbewohner wollen unbedingt einen tollen Kampf sehen. Denen ist wohl sonst auch irgendwie fad. Der Junge und der Heilige Georg und der Drache hecken also einen Plan aus. Sie werden eine Show abziehen, der Drache wird nur zum Schein verletzt, danach vom Heiligen bekehrt und darf dann sogar am Festbankett nach dem Kampf teilnehmen, wo er alle mit seinen Geschichten unterhält. 

Fazit:
Die Geschichte war echt total fad, tut mir leid. Und das Ende war sowas von blöd. Von einer Bewertung mit Sternchen sehe ich in diesem speziellen Fall ab.

Donnerstag, 24. Juni 2010

[Stöckchen] 100 Bücher

Also, nachdem diese 100er-Liste wieder mal durch die Blogs geistert (z.B. hab ich es bei Pero gesehen), muss ich doch glatt auch mal... Um ehrlich zu sein, finde ich die Liste ja nicht so prickelnd. Ein Viertel davon hab ich gelesen, ein paar würde ich gerne noch lesen und der Rest interessiert mich so richtig überhaupt nicht. Und von ca. 10 dieser Bücher habe ich noch nie was gehört.

fett = gelesen (25)
kursiv = ungelesen im Regal (4)
*Sternchen = Wunschliste (7)
unterstrichen = Verfilmung gesehen (16)


1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
*4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho (dt. + engl.)
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
*14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
*16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
*17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
*23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams (dt. + engl.)
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez (engl.)
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, J. D. Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
*83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
*99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Mittwoch, 23. Juni 2010

[Rezension] Julia Quinn: Penelopes pikantes Geheimnis ***/*

PENELOPES PIKANTES GEHEIMNIS
Historical Romance


Bridgerton-Reihe, Buch 4
Autor: Julia Quinn
Verlag: Mira Taschenbuch (2010)
Originaltitel: "Romancing Mr. Bridgerton" (2002)
Taschenbuch, 444 Seiten
ISBN 978-3-89941-708-1

Klappentext:
London, 1824: Bereits seit langem ist Penelope heimlich in den umschwärmten Colin Bridgerton verliebt - hoffnungslos, da der begehrte Junggeselle sie, ein unscheinbares Mauerblümchen, bis jetzt gar nicht wahrgenommen hat. Doch dann begegnet sie ihm im Haus seiner Schwester. In einem bewegenden Gespräch gesteht Colin, wie sehr er sich nach wahrer Liebe sehnt, und küsst Penelope zärtlich. Fortan hat er nur noch Augen für sie. Aber Penelope hat ein Geheimnis, dessen Enthüllung ihr unverhofftes Glück gefährdet: Unter dem Pseudonym Lady Whistledown schreibt sie pikante, manchmal skandalöse Kolumnen über die Mitglieder der Gesellschaft. Jeder will wissen, wer die Lady mit der Giftfeder ist. Was, wenn Colin es herausfindet?

Kommentar:
Skandalös finde ich hier, dass das Geheimnis der Lady Whistledown schon im Klappentext verraten wird. Das ist ja sowas von blöd! Außerdem stimmt das gar nicht mit dem bewegenden Gespräch und dem Kuss. Was zum Teufel denken sich die Leute eigentlich, die diese Klappentexte verbrechen?

Ich mach´s diesmal kurz. Penelope und Colin sind ein sehr sympathisches Paar. Penelope ist 28, war ihr Leben lang das Mauerblümchen und hat sich schon damit abgefunden, eine alte Jungfer zu bleiben. (Das ist in diesem Monat schon meine dritte alte Jungfer! Dieses Thema scheint in den Historicals wirklich beliebt zu sein.) Colin ist entzückend, so wie alle Bridgerton-Jungs. Ähnlich wie Benedict kämpft auch Colin mit dem Problem, dass er ganz einfach nur als charmant gilt, und das ist schon alles. Nichts Besonderes eben. Ein weiterer Bridgerton. Als drittältester Sohn verfügt er zwar ebenso über den guten Ruf und das Vermögen der Familie, aber der Titel gehört seinem ältesten Bruder Anthony, ebenso die Verantwortung für Familie und Ländereien und damit eine Aufgabe. Colin hat keine Aufgabe und nichts vorzuweisen, außer, dass er viele Auslandsreisen unternommen hat. Vor allem um der Langeweile zu entfliehen. (Und den Verheiratungsversuchen seiner Mutter...).

Das gibt jetzt ehrlich gesagt nicht grade viel Stoff für eine spannende Geschichte her, zumal das Geheimnis, wer hinter Lady Whistledown steckt, je schon zeitig gelüftet wird - für den Leser zumindest. Wie immer überzeugt jedoch die liebevolle Erzählweise von Julia Quinn, wenn dieser Geschichte auch leider ein wenig der Charme und der gewohnte Witz fehlt. Noch dazu ist dieses Buch auch noch umfangreicher als die anderen der Serie und wartet mit einigen Längen auf, die nur Colins umwerfende Liebeserklärung einigermaßen wett macht.

Fazit:
3,5 Sterne für das bisher schwächste Buch der Serie.

Serieninfo:
Band 1: Wie erobert man einen Duke? (auch unter dem Titel "Wie erobert man einen Herzog" erschienen) / The Duke and I  (Rezension)
Band 2: Wie bezaubert man einen Viscount? / The Viscount Who Loved me  (Rezension)
Band 3: Wie verführt man einen Lord? (auch unter dem Titel "Zauber einer Ballnacht" erschienen) / An Offer From A Gentleman  (Rezension)
Band 4: Penelopes pikantes Geheimnis (auch unter dem Titel "Lady Whistledowns Geheimnis" erschienen) / Romancing Mr. Bridgerton
Band 5: In Liebe, Ihre Eloise / To Sir Philip, With Love
Band 6: Ein hinreißend verruchter Gentleman / When He Was Wicked
Band 7: Mitternachtsdiamanten / It´s In His Kiss
Band 8: Hochzeitsglocken für Lady Lucy / On the Way to the Wedding



Dienstag, 22. Juni 2010

[Challenge] Kari´s SuB-Losverfahren

Zum ersten Mal nehme ich an Kari´s SuB-Losverfahren teil! Dort muss man die Höhe seines SuB bekanntgeben, jeder Teilnehmer darf dann für einen von Kari ausgelosten anderen Teilnehmer die Glücksfee spielen und eine Zahl bekanntgeben. Dieses Buch soll dann innerhalb eines Monats gelesen werden.

Tine hat für mich die Nr. 18 ausgewählt, und das wäre "Running With the Devil" von Lorelei James gewesen, das ich aber zufällig schon am Wochenende ausgelesen habe. Also habe ich sie um eine andere Zahl gebeten, und das wurde dann die Nr. 39.
Hm. Ja. Muss ich dann wohl die O. endlich mal fertig lesen. Fürchte allerdings, dass ich wieder von vorn anfangen muss...

Die Liste all jener Bücher die es hätte treffen können, findet ihr unten. Ich habe aus meinem zum Los-Zeitpunkt aktuellen SuB jene Bücher rausgenommen, die ich bereits für die Weltreise-Challenge von Natira ausgewählt hatte, dafür hab ich aber mein Bücherregal durchforstet und noch ein paar Uralt-Regal-Leichen mit reingenommen, die schon einige Jahre ungelesen herumstehen. Außerdem hab ich auch alle angelesenen und unterbrochenen Bücher inkludiert, und tatsächlich hat das "Losglück" eins von denen getroffen...

1. Bruce Chatwin: Traumpfade
2. Cosette: gefügig
3. Da Chen: Die Söhne des Drachen
4. Nora Dechand (Hrsg.): Komm, spiel mit mir *
5. Sabine & Wolf Deunan: Ein bisschen härter ist viel besser *
6. Div: Wild Ride (Anthology)
7. Jane Feather: Diebin meines Herzens
8. Elizabeth George: Mein ist die Rache
9. Mireille Giuliano: French Women Don´t Get Fat
10. Mariah Greene: Stadt der Lüste
11. Megan Hart: Beichte eines Verführers
12. Sheridan Hay: The Secret of Lost Things *
13. Kristan Higgins: Fools Rush In
14. Kristan Higgins: too good to be true
15. John Irving: Gottes Werk und Teufels Beitrag
16. John Irving: Laßt die Bären los! *
17. Julie James: Something About You
18. Lorelei James: Running With the Devil
19. Lorelei James: Shoulda Been a Cowboy (Rough Riders, Book 7)
20. Lorelei James: Wild West Boys
21. Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg
22. Lora Leigh: Seduction (Bound Hearts)
23. Stanislaw Lem: Der Mensch vom Mars *
24. Doris Lessing: Ein süßer Traum
25. Kat Martin: Lockruf des Herzens
26. Henry Miller: Sexus
27. Henry Miller: Wendekreis des Krebses
28. Marlo Morgan: Traumfänger
29. Marlo Morgan: Traumreisende
30. Pheobe Müller: Schlachthof der Lüste
31. Ronnie. Die Autobiographie von Ronnie O´Sullivan
32. Veronika Peters: Was in zwei Koffer passt *
33. Terry Pratchett: Die gemeine Hauskatze
34. Amanda Quick: Riskante Nächte
35. Amanda Quick: Verführung im Mondlicht
36. Amanda Quick: Geheimnis der Nacht
37. Julia Quinn: In Liebe, ihre Eloise (Bridgerton-Reihe, Band 5)
38. Julia Quinn: Ten Things I Love About You
39. Pauline Réage: Geschichte der O *
40. Harold Robbins: Goodbye, Janette
41. Hermann Schadler: Tödlicher Kurschatten
42. David Schnarch: Die Psychologie sexueller Leidenschaft *
43. LaVyrle Spencer: Nach all den Jahren
44. Ralf Sotscheck: Gebrauchsanweisung für Irland
45. John Steinbeck: Wonniger Donnerstag
46. Claudia Toman: Jagdzeit *
47. Paige Toon: Chasing Daisy
48. Patricia Nell Warren: Torero

*Bücher mit Sternchen habe ich angelesen/unterbrochen. Teilweise schon vor Jahren, d.h. ich kann wieder von vorne anfangen...

Montag, 21. Juni 2010

[Rezension] LaVyrle Spencer: Küss mich, Schurke ***

KÜSS MICH, SCHURKE
Historical Romance

Autor: LaVyrle Spencer
Verlag: Knaur (1990)
Originaltitel: "Hummingbird" (1983)
Taschenbuch, 352 Seiten
ISBN: 3-426-02895-6

Klappentext:
Colorado im Jahre 1879:
Aus finanziellen Gründen erklärt sich die tugendhafte Abigail MacKenzie bereit, Jesse und David, die beim Überfall auf einen Zug schwer verletzt wurden, in ihrem Haus gesund zu pflegen. Der sanfte David ist von Abigails Sittsamkeit sehr angetan und verliebt sich in sie. Abigail könnte glücklich und zufrieden sein, wäre da nicht Jesse, der nicht nur unverschämt, sondern auch äußerst attraktiv und verführerisch ist.

Kommentar:
Stuart´s Junction ist ein verschlafenes Bergstädtchen in Colorado. Seitdem jedoch die Eisenbahn hierher gebaut wurde, gibt es zweimal täglich Aufregung im Ort. Einmal, wenn der Zug um 9 Uhr 50 ankommt, und ein zweites Mal zum Nachmittagszug. Da lassen alle im Ort ihre Arbeit liegen und versammeln sich am Bahnhof. Das heißt, fast alle. Denn als eines Tages der 9 Uhr 50 Zug nicht wie erwartet ankommt, kriegt Abigail MacKenzie, die jede Art von Spektakel verabscheut, es nicht mit. Dabei wird ausgerechnet dieses Spektakel ihr Leben verändern.
Abigail MacKenzie ist der Inbegriff einer puritanischen Jungfrau. Sie ist tadellos gepflegt und ihr Häuschen ist in peinlichster Ordnung. Niemals geht sie ohne Hut und Handschuhe aus dem Haus, die gestärkte Bluse ist hochgeschlossen, und ihre Schuhspitzen sind niemals unter ihrem langen Rock sichtbar. Nachdem sie lange Jahre ihren kranken Vater gepflegt hat, ist nach dessen Tod alles Geld aufgebraucht und Abigail sieht sich gezwungen, einer Arbeit nachzugehen. In Stuart´s Junction würde sich dafür jedoch nur eine Stelle als Bedienung in einem Restaurant anbieten, aber das ist ja noch besser als verhungern. Die Hoffnung, dass sie mit ihren 33 Jahren noch einen Mann finden würde, hat die "alte Jungfer" schon lange aufgegeben.
Als sich im Dorf niemand findet, der Doc Dougherty bei der Pflege der beiden schwerverletzten Männer, die mit dem verspäteten Zug angekommen sind, unterstützt, meldet sich Abigail, zumal sie Erfahrung in der Krankenpflege hat, und das dafür versprochene Geld bitter nötig.
Während der sanftmütige und äußerst höfliche junge David, der den Überfall vereiteln konnte, sich als vorbildlicher Patient erweist, gebärdet sich der schwerverletzte vermeintliche Zugräuber, als er endlich zu sich kommt, äußerst ungehobelt, er schimpft und flucht, provoziert Abigail und bricht beinahe stündlich einen Streit mit ihr vom Zaun.
Die bisher völlig untadelige Abigail, die sich niemals zur Äußerung von Gefühlen (und schon gar nicht von negativen Gefühlen) hat hinreißen lassen, erkennt sich selbst nicht mehr wieder, als sie mit Zorn, Hass und Wut auf das Verhalten ihres Patienten reagiert. Und nicht nur das! Denn wenn sie sich gerade nicht streiten, macht er ihr deutliche Avancen und nimmt sich einige Frechheiten heraus - und ihre Reaktion darauf macht Abigail noch mehr Kopfzerbrechen.

Ich mag das Wild-West-Setting des Buches. Und Jesse ist einer der von mir bevorzugten Bad Boy-Helden. Die ach so tugendhafte Abigail konnte ich mir sehr gut vorstellen, sie wurde von der Autorin toll gezeichnet.
Und damit kommen wir aber leider schon zu den negativen Punkten des Buches. Der Schreibstil war eine mittlere Katastrophe, was vielleicht zum Teil an der Übersetzung liegen mag, aber zum Großteil ganz sicher an der Tatsache liegt, dass Frau Spencer die auktoriale Erzählperspektive genauso schrecklich sprunghaft anwendet wie Nora Roberts, bei der mich das auch total nervt. Außerdem haben wir hier ebenfalls ein großes Ungleichgewicht zwischen "showing" und "telling", das heißt "telling" überwiegt mehr als deutlich - und das spricht für mich ganz einfach für einen schlechten Stil. Und nervt obendrein.

Warum gebe ich diesem Buch nun trotzdem immerhin 3 Sterne? Ich weiß es nicht, es ist eine Bauchentscheidung. Ich habe mich über den schlechten Schreibstil geärgert, mich aber gleichzeitig sehr über die Geschichte amüsiert. Sogar ein paar Tränchen habe ich zerdrückt zwischendurch.

Anmerkung zum Cover:
Diese Covers sind ja ein Hauptgrund, warum ich jahrelang um LiRos einen großen Bogen gemacht habe, und dieses hier verdeutlicht wieder mal, dass sich die Macher überhaupt nichts dabei gedacht haben. Mal abgesehen davon, dass es total Retro und deshalb schon wieder auf eine bizarre Art ansprechend ist, stimmt hier fast gar nichts. Abigail würde ihre Haare niemals offen tragen, einzig ein strenger Knoten ist für sie angemessen. Der Rock ist viel zu kurz, Abigail zeigt ja nicht mal ihre Schuhe her, geschweige denn ihre Knöchel und hier sieht man ja fast bis zur Kniebeuge. Ganz zu schweigen von der weit ausgeschnittenen und über die Schulter gerutschten Bluse. Und als Draufgabe auch noch Make-Up und knallrote krallenartige Fingernägel! Nein, das ist auf keinen Fall unsere Heldin Abigail MacKenzie!

Fazit:
3 Sterne für ein stilistisch äußerst grenzwertiges Buch, dessen Geschichte allerdings einen gewissen Charme besitzt und mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
(Das Buch ist übrigens vergriffen, deshalb gibt´s hier auch keinen Link irgendwo hin.)

Sonntag, 20. Juni 2010

[Rezension] Gail Carriger: Soulless *****+

SOULLESS
Steampunk Romance


Reihe: The Parasol Protectorate, Book 1
Autor: Gail Carriger
Verlag: orbit (2009)
Paperback, 357 Seiten
ISBN: 978-0-316-05663-2

Klappentext:
Alexia Tarabotti is laboring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she´s a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette.
Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire - and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate.
With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia is responsible. Can she figure out what is actually happening to London´s high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?

Kommentar:
Wieder mal hab ich einen Ausflug in ein mir wenig vertrautes Terrain gemacht. Und es war der absolute Kracher!
Gail Carriger skizziert in ihrem Buch ein viktorianisches England, in dem Vampire, Werwölfe und Geister ein ganz normaler Bestandteil der Gesellschaft sind. Alle supernaturals sind registriert, haben ihre eigene Behörde und unterstützen sogar Queen Victoria in einem Schattenkabinett. Daneben ist allerdings alles so, wie wir es im viktorianischen England erwarten. Die feine Gesellschaft hat ihre Regeln und Gepflogenheiten, die hier aber eben auch Vampire und Werwölfe mit einschließen. 
Alexia Tarabotti gehört jedoch weder zu den Vampiren oder Werwölfen, und auch nicht zu den "normalen" daylight people. Denn sie ist etwas Besonderes. Sie ist eine sogenannte preternatural, sie hat keine Seele, und kann durch diesen Umstand die supernaturals neutralisieren, einfach durch Körperkontakt. Die Vampire nennen eine wie sie wenig charmant "soul sucker". Dass es solche preternaturals überhaupt gibt, ist nur eingeweihten Kreisen bekannt, Alexias Familie gehört nicht dazu. Zum Glück, denn ihre dämliche Mutter und ihre beiden noch dämlicheren Halbschwestern wären wohl mehr als entsetzt. Die beschäftigen sich zu Alexias Beruhigung aber ohnehin viel lieber mit der neuesten Mode und dem neuesten Tratsch, als etwa mit Büchern oder gar der Wissenschaft (igitt!).
Der Umstand, dass Alexias Eigenschaft nicht allgemein bekannt ist, bringt die junge Dame in allerhöchste Gefahr. Allerdings sorgt die Unwissenheit der Leute über ihre Fähigkeiten gleichzeitig auch dafür, dass sie der Gefahr letztendlich ohne gröbere Blessuren entkommen kann. 

Die Figur der Alexia Tarabotti ist Gail Carriger wunderbar gelungen. Alexia ist sehr gebildet, dank ihrer etwas zu dunklen Haut (ihr Vater war Italiener, wie peinlich!), ihrer etwas zu großen Nase und ihrer etwas zu üppigen Figur (sie isst nun mal für ihr Leben gerne), gilt sie mit ihren 25 Jahren Jahren als alte Jungfer, und ihre Mutter hat von vornherein gar nicht mal versucht, sie an den Mann zu bringen, und das Geld, was so ein Unterfangen kosten würde (da müssen ja Kleider gekauft werden und und und!), lieber für ihre beiden jüngeren, viel hübscheren Töchter gespart, denn hier würde sich die Investition lohnen. Außerdem ist Alexia nicht gerade auf den Mund gefallen und sie tut ganz einfach, was sie will. Und welcher Mann würde so etwas schon anziehend finden? 
Tja, Lord Conall Maccon vielleicht? Obwohl er ein Werwolf ist, seine Manieren zu wünschen übrig lassen, und er zudem auch noch Schotte (!) ist, ist er ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Als Alpha des einflussreichen Woolsey Rudels leitet er die Untersuchungen für das BUR (Bureau of Unnatural Registry), nachdem Alexia aus Versehen einen Vampir getötet hat (einen, der ihr nicht mal ordentlich vorgestellt worden ist - sowas!). Ihm zur Seite sein kongenialer Beta, Professor Lyall.

Es gibt Bücher, die lese ich absichtlich langsam, in kleinen Stücken, weil ich mich nicht von den Personen trennen möchte. "Soulless" ist so eines. Obwohl man es ja eigentlich in einem Rutsch durchlesen könnte, weil die Geschichte einfach sowas von nett ist, die Charaktere sympathisch und gut ausgearbeitet, die Sprache anspruchsvoll und voller hintergründigem Humor (und very british!) und die Dialoge einfach genial. Außerdem gilt es, ein spannendes und gefährliches Geheimnis zu lösen, und ich sehe jetzt ganz geflissentlich über einige kleine "Unzulänglichkeiten" in der Geschichte hinweg - denn die sind wirklich völlig nebensächlich, einem anderen Buch würde ich dafür vielleicht ungnädig einen Stern abziehen. Aber alleine die Figur des Lord Akeldama ist schon (mindestens) einen Zusatz-Stern wert ;-)
Und dann ist da natürlich noch die bezaubernde Liebesgeschichte zweier Leute, die offensichtlich für einander bestimmt sind, die sich aber erst zusammenraufen müssen. Einfach köstlich, denn beide lassen sich nicht gern was sagen, sie sind eben beide "alpha". Lord Maccon ist herrlich ruppig und poltert herum und Alexia ist ja so himmlisch distinguiert - ich liebe sie!
Ganz besonders gut gelungen sind außerdem die Nebenfiguren, allen voran der absolut hinreißende Lord Akeldama (ein im wahrsten Sinn des Wortes schillernder Vampir, der Alexia niemals beim Namen nennt, dafür aber über ein schier unerschöpfliches Repertoire an Kosenamen verfügt), Professor Lyall (der die unglaublichsten Dinge aus seinen Manteltaschen befördert), Miss Ivy Hisselpenny (Alexias Freundin mit einer Vorliebe für grässliche Hüte) oder der Buttler Floote (der in jeder Situation weiß, was zu tun ist, selbst als Queen Victoria vor der Tür steht).

An alle, die dieses Buch zu Hause noch immer ungelesen herumstehen haben: Worauf wartet ihr noch?? Holt es raus, lest es, amüsiert euch prächtig damit!
Irina, ich würde nicht auf die Übersetzung warten, denn wenn diese nicht wirklich gut ist, wird das Buch einen Großteil seines Charmes, der eindeutig in der wunderbaren Sprache liegt, verlieren.

Fazit:
5 Sterne und ein Plus für ein wirklich amüsantes Abenteuer bei dem einfach alles überzeugt - die Sprache, die Figuren, das Setting. Und nicht zuletzt natürlich das Cover, das mich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und darauf, ein paar Personen wieder zu treffen, die ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe.

Hinweis:
"Soulless" ist das erste Buch der Reihe "The Parasol Protectorate".
Band 2 "Changeless" ist bereits erschienen, enthält aber angeblich am Ende einen äußerst fiesen Cliffhanger. Also werde ich damit wohl noch ein bisschen warten, denn Band 3 "Blameless" erscheint im September.
Es sind noch mindestens 2 weitere Bücher geplant, nämlich "Heartless" (für Mitte 2011) und "Timeless" (für 2012). Guckst du HIER!

Und seht euch ganz unbedingt die Website der Autorin an, die ist einfach großartig!

Samstag, 19. Juni 2010

[Challenge] ich bilde mich weiter

Jetzt hat auch mich das Challenge-Fieber gepackt! Eigentlich muss ich ja wirklich nicht überall dabei sein, aber die "Ich bilde mich weiter!"-Challenge von Holly ist doch auch sehr interessant. Die läuft schon seit Anfang des Jahres und geht noch bis 31.12.2010. Ziel ist es, aus 12 verschiedenen Genres jeweils ein Buch zu lesen. Da ich zum Glück einige Genres schon abgedeckt habe, und einiges noch auf meinem SuB liegt, bin ich zuversichtlich, die Challenge bis Ende des Jahres zu schaffen. Naja, das Genre "Horror" könnte in kleines Problem werden, denn das ist ja so gar nicht meins. Aber, es soll ja eine Herausforderung sein, oder?
Ich habe jetzt übrigens alle Challenges an denen ich teilnehme auf einer eigenen Seite zusammengefasst!

Freitag, 18. Juni 2010

[SuB-Zuwachs] Geburtstagskaufrausch #2

Das ist Teil 2 von meinem Geburtstagskaufrausch!

Ich habe erstmals bei Weltbild Bücher übers Internet bestellt. Die kann man sich auf Wunsch in der nächstgelegenen Filiale abholen und die ist ja bei mir praktischerweise gleich nebenan. Allerdings werde ich diesen Service wohl zum ersten und letzten Mal genutzt haben, denn ich war mehr als genervt.
Zum einen bekam ich am Mittwoch die Bestätigungsmail, dass die Bücher abholbereit seien, und als ich voller Vorfreude nach der Arbeit in den Laden kam, waren die Bücher nicht da. Die sehr freundliche Verkäuferin hat mir erklärt, dass es Schwierigkeiten mit der Post gäbe (Postbote im Krankenstand, Vertretung überfordert), und hat mir angeboten, meine Telefonnummer zu hinterlassen. Ich hab dankend abgelehnt, da ich ja ohnehin beim Einkaufen immer dort vorbeikomme.
Am Donnerstag waren die Bücher noch immer nicht da, und eine andere, auch ganz freundliche Verkäuferin hat mir erklärt, dass ich ja gerne vorher anrufen könne. Ich wieder abgelehnt.
Am Freitag waren die Bücher dann endlich da und ich musste zu meinem großen Ärger feststellen, dass die drei Taschenbücher an den Kanten angeschmutzt waren und das Gebundene staubige Fingerabdrücke auf dem Schnitt hatte. Die dämliche Schicksn an der Kassa hat schnippisch gemeint, ich müsse sie ja nicht nehmen.
Was ich aber trotzdem gemacht habe, weil die Bücher ja total billig waren. Und außerdem geh ich ja nicht dreimal hin und lass dann die Bücher dort.

Melanie Rose: Mein Tag ist deine Nacht
Hier hat mich der Klappentext angesprochen, und ich hatte das Buch vor einiger Zeit schon mal in der Hand, jetzt hab ich zugegriffen, weil es auf €4,95 herabgesetzt war.
Klappentext:
Was wäre, wenn...
...Sie plötzlich im Körper einer Fremden aufwachen würden? Vier entzückende Kinder hätten, eine luxuriöse Villa und einen liebenden Mann - aber nicht einmal Ihren Namen wüssten? Genau das passiert Jessica Taylor, in deren Singleleben doch erst am Tag zuvor die Liebe wie der Blitz einschlug. Und das ist erst der Anfang: Sobald Jessica im einen Leben einschläft, wacht sie im anderen wieder auf! Diese Geschichte glaubt ihr zunächst natürlich niemand - bis auf einmal alles einen Sinn ergibt...

Unter dem Titel "Freche Frauen" gibt´s bei Weltbild zur Zeit eine Reihe von Büchern um € 2,95. Für diese drei habe ich mich entschieden:

Wiebke Lorenz: Was? Wäre? Wenn?
Ist das nicht die eine Hälfte von dem Autorenduo Anne Hertz? Ich kenn mich ja mit deutschen Autorinnen nicht so aus, und hab auch nicht immer grad die beste Meinung dazu, aber versuchen wir´s doch mal!
Klappentext:
Was wäre, wenn... man sein Leben von vorn beginnen und manche Dinge ungeschehen machen könnte? Charly würde dazu einiges einfallen: das geschmissene Studium, zahllose Affären und wilde Partynächte. Bei einer geheimnisvollen "Personalberatung" bekommt sie ein unglaubliches Angebot: Sie kann alle misslungenen und peinlichen Ereignisse aus ihrem Leben löschen, als wären sie nie passiert. Ein vollkommen neues Leben - dieser Versuchung kann Charly einfach nicht widerstehen. Doch das hat ungeahnte Folgen...


Linda Howard: Mister Perfekt
Von Linda Howard wollte ich eh schon immer was lesen, also habe ich bei dem Preis mal zugeschlagen.
Klappentext:
Prustend vor Vergnügen stellen die Freundinnen Jaine, Marci, Luna und T.J. bei ihrem allwöchentlichen Freitagabend-Treffen in einer Bar eine Liste der Eigenschaften zusammen, die einen perfekten Mann auszeichnen. Die Kolleginnen in der Firma finden diesen Gag so gut, dass die Liste in Windeseile über E-Mail verbreitet wird, wie eine Lawine die Öffentlichkeit erreicht, sogar Presse und Fernsehen elektrisiert - und aus dem anfänglichen Spaß bitterster Ernst wird. Irgendjemand scheint sich nämlich von dieser Liste persönlich angegriffen zu fühlen. Da wird Luna ermordet aufgefunden - und der Traum von Mr. Perfekt wird zum nervenzerreissenden Alptraum.

Susan Elizabeth Phillips: Träum weiter, Liebling
Mein erstes Buch von SEP war ja eher ein Reinfall (siehe hier und hier), aber die Dame ist ja ziemlich erfolgreich mit ihren Büchern und deshalb will ich ihr (zumal zu dem Preis) noch mal eine Chance geben.
Klappentext:
Typisch! Rachel Stone ist Katastrophen gewöhnt. Und so gibt ihr Auto ausgerechnet in der Kleinstadt den Geist auf, in der ihr verstorbener Ehemann sich nicht gerade beliebt gemacht hatte. Rachel hat einen kleinen Sohn, wenig Geld und keinen Job. Und so überredet sie Gabe Bonner, ihr Arbeit zu geben. Lange schon hat der wortkarge Mann vergessen, was Zärtlichkeit bedeutet. bis das liebenswert-chaotische Gespann sein Leben völlig auf den Kopf stellt...


Ahja, und während ich drei mal beim Weltbild war, hat mich Eloise angelacht, die konnte ich natürlich nicht dort liegen lassen...
Julia Quinn: In Liebe, Ihre Eloise
Buch 5 der Bridgerton-Reihe!
Klappentext:
Zart duftendes Papier, eine geschwungene Frauenhandschrift: Die Brieffreundschaft, die sich zwischen Eloise Bridgerton und Sir Phillip Crane entwickelt hat, bedeutet ihm viel. Seit seine Gattin einer schweren Krankheit erlag, sehnt er sich nach weiblicher Gesellschaft. Überraschend geht eines Nachts sein heimlicher Wunsch in Erfüllung: Eine Kutsche fährt vor, und Phillip findet sich der Schreiberin der bezaubernden Briefe gegenüber. Eloise, eine temperamentvolle Schönheit, ist bereit, auf die Avancen einzugehen, die er ihr in seinen zärtlichen Zeilen gemacht hat. Aber kaum hat er ihr einen ersten Kuss geraubt, erhält Phillip erneut Besuch: Eloises vier Brüder verlangen erbost, dass er ihrer Schwester die Heirat anbietet, jetzt, wo er ihren guten Ruf in Gefahr gebracht hat...

Mittwoch, 16. Juni 2010

[SuB-Zuwachs] Geschenke + Schnäppchen

Neu in meinem Bücherregal:

Da Chen: Die Söhne des Drachen
Dieses Buch habe ich zwar schon im Mai bekommen, aber bisher noch nicht erwähnt. Es war das Geburtstagsgeschenk einer Freundin.
Klappentext:
China zur Zeit der Kulturrevolution. Zwei Brüder, deren Schicksale nicht unterschiedlicher sein könnten. Shento, aufgewachsen im Waisenhaus, und Tan, Sohn des einflussreichen Generals Ding Long. Eines haben sie allerdings gemeinsam: Sie lieben dieselbe Frau.


Patricia Nell Warren: Torero
Dieses Buch ist diese Woche bei mir eingetroffen und ich bedanke mich dafür ganz herzlich bei der lieben Norma!
Klappentext:
In der Stierkampfarena stellt Antonio sein großes Geschick unter Beweis. Hinter der Macho-Fassade des gefeierten Toreros blickt aber nur einer: Juan, ein Bauernbursche mit einer besonderen Gabe...
Die Liebe der beiden ungewöhnlichen Männer entfesselt eine grausame Hetzjagd seitens Antonios adeliger Familie, der katholischen Kirsche und der spanischen Faschisten unter Franco.


Und dann hab ich außerdem kürzlich noch diese drei alten Schinken günstig gebraucht erstanden, hauptsächlich weil mich der Vorname der Autorin fasziniert, und die Covers sind ja sowas von Retro! *gg*

LaVyrle Spencer:
Küss mich, Schurke
Ein Haus im Himmel
Nach all den Jahren
(sind übrigens alle vergriffen...)

Dienstag, 15. Juni 2010

[Challenge] All you need is... Fantasy!

Kürzlich hab ich ja offenbart, dass ich noch nie an einer Challenge teilgenommen habe. Zumindest bis jetzt, die Weltreise-Challenge hat ja offiziell noch gar nicht begonnen. 


Weil aber einmal praktisch keinmal ist, hab ich mich auch noch dazu entschlossen, bei der "All you need is... Fantasy! - Challenge" von Soleil  mitzumachen. 
Und das ist im wahrsten Sinn des Wortes eine Herausforderung für mich, denn eigentlich hab ich mit Fantasy (bisher) eher gar nix am Hut. Was sich aber ändern könnte - sich (dauernd) für was Neues interessieren ist ja ein altes Zwillingsleiden. Und die Versuchung war ganz einfach zu groß, hat mir die liebe Soleil doch sogar eine Station (Nr. 12/1) gewidmet!
Man kann bei der Fantasy-Challenge soviele Stationen absolvieren, wie man will, mit 3 Stationen hat man die Chance auf einen Buchgewinn, und wer alle 12 Stationen absolviert (sprich innerhalb eines Jahres 12 Fantasy-Bücher - eins für jede Station - liest), der kann sogar ein ganzes Buchpaket gewinnen. 
3 Stationen werde ich auf jeden Fall machen, vielleicht werden es sogar mehr. Wer weiß, vielleicht schaffe ich ja sogar alle? 
Auf jeden Fall bin ich dabei aber auf die Hilfe von Soleil und den anderen Teilnehmern angewiesen, denn, wie gesagt, ich kenn mich im Genre nicht aus. Und schon gar nicht in den ganzen Untergenres, die die Stationen bilden. Nachdem es aber so viele Fantasy-Fans gibt, von denen auch viele sich schon angemeldet haben, werden in nächster Zeit wohl jede Menge Buchvorschläge kommen, und da wird doch auch für mich was dabei sein.
Die Challenge geht vom 01.07.2010 bis 01.07.2011 und wer jetzt neugierig geworden ist, klickt HIER für alle Infos!

Tja, und weil aller guten Dinge ja bekanntlich 3 sind, nehme ich zum ersten Mal auch an Kari´s SuB-Losverfahren teil. Nähere Infos dazu gibt´s HIER. Mitmachen geht noch bis 20.06.2010.