Mittwoch, 31. März 2010

was soll ich bloß damit tun??

Ich hatte eine schlaflose Nacht. Einen Alptraum auch. (Also doch nicht ganz so schlaflos.)
Schuld dran ist Megan Hart, oder vielmehr, das Buch  das ich gerade von ihr lese.

Ich weiß nicht, wie die Frau das macht, mich derartig in eine Geschichte hineinzuziehen. Ich weiß nicht, wie die Frau das macht, dass die Figuren, vor allem die männlichen, so eine Präsenz gewinnen, selbst wenn sie nicht viel über sie schreibt. Ich weiß nicht, wie sie das macht, dass ich mit einem Knoten im Magen herumlaufe, seit ich die ersten Kapitel gelesen habe. Ich weiß nicht, wie sie das macht, dass ich schon das halbe Buch verheult habe, und ich weiß nicht, warum ich auf diese Geschichte so emotional reagiere (naja, ich hab schon eine Erklärung, aber das ist wirklich zu privat).

Ich weiß vor allem nicht, wie dieses Buch jemals ein gutes Ende haben könnte. Ich weiß aber, dass ihre Geschichten eben nicht ein (für mich) gutes Ende haben müssen, und das macht mich fertig. Das hier kann nicht gut ausgehen, absolut unmöglich.

Ich glaub ich kann das nicht weiterlesen.

Solche Bücher sind nichts für mich, ich bin zu emotional. Sch*** Krebs-Mond. Zuerst heul ich mir die Augen aus und hinterher bin ich so fertig, dass ich herumrenne wie hypnotisiert, unter Drogen, völlig daneben. Wie kann ich zulassen, dass das ein blödes Buch mit mir macht?

Geht´s euch manchmal auch so mit Büchern, oder stimmt da irgendwas nicht mit mir???

Was soll ich tun: Weiterlesen in dem Wissen, dass es mir hinterher höchstwahrscheinlich schlecht geht und ich dem Buch trotzdem (oder vielleicht sogar deswegen) 5 Sterne geben werde? Das Buch weglegen und drauf warten, dass der Mond in den Steinbock geht (und damit gegenüber von meinem Radix-Krebs-Mond steht) und mich nicht so emotional werden lässt? Tschuldigung, astrologisches Kauderwelsch auch noch....
Das Buch überhaupt nicht weiterlesen, und auf die klitzekleine Möglichkeit verzichten, dass Frau Hart doch noch Erbarmen hat?
Ich bin total fertig, falls das wer gemerkt hat. Trost und Rat werden gerne angenommen.

Dienstag, 30. März 2010

SuB-Zuwachs

Die definitiv letzten neuen Bücher für März sind heute bei mir eingelangt *freu*. Das heißt, neu sind sie eigentlich nicht, denn ich habe sie gebraucht gekauft über booklooker, aber sie sehen aus wie neu und ungelesen, kommen nämlich von meiner Lieblingsverkäuferin ginoka, und ihre Bücher sind immer in einem absolut spitzenmäßigen Zustand. Ginoka hat übrigens ein super Angebot, immer ganz aktuelle Titel, zwar nicht ganz so billig, aber der Zustand ist absolut top, und da geb ich gern ein paar Euro mehr aus, weil ich mag keine abgegammelten Bücher. Und wenn ich mehr bestelle, dann bin ich mit dem anteiligen Porto immer noch billiger, als wenn ich sie neu kaufe.

Kürzlich habe ich in ihrem Angebot das hier entdeckt:

Auf das bin ich schon ganz besonders neugierig. Irgendwo habe ich die Inhaltsangabe zu diesem Buch entdeckt und die hat mich sofort angesprochen.
Emma Dial arbeitet im New Yorker Atelier von Michael Freiburg. Nicht nur mit großer Begabung, sondern auch mit Michaels blindem Vertrauen gesegnet, malt sie für ihn Bilder, riesige überdimensionale Landschaften in Öl, die auf dem Markt horrende Preise erzielen. Michael bezahlt gut, lädt sie regelmäßig zum Essen ein und geht mit ihr ins Bett. 
Oh Mann, hab ich mir gedacht, das kann doch nicht sein, dass diese begabte junge Frau sich von dem Kerl so ausnützen lässt, auch wenn er gut bezahlt. Das schreit nach Konflikt, das muss ich lesen!!

Weil ich aber nie nur ein Buch bestellen kann, sind dann auch noch 4 andere in dem Paket gelandet, damit es sich mit dem Porto auch richtig auszahlt:

Das hier ist ein Nachfolge-Buch vom Havanna-Quartett, von dem ich ja bereits Teil 2 (Rezi hier) gelesen habe. Der Protagonist Mario Conde hat mir sehr gut gefallen. Offensichtlich hat er inzwischen den Polizeidienst quittiert, arbeitet nun als Archivar und entdeckt eine wertvolle, längst vergessene Bibliothek. 
Klingt sehr interessant, wird allerdings ein bisschen auf meinem SuB warten müssen, denn ich will das Havanna-Quartett vorher noch komplett lesen.


Die unscheinbare Alice findet ihr geregeltes Leben furchtbar langweilig. Nur gut, dass sie Gretchen hat: die glamouröse TV-Moderatorin nimmt Alice mit zu den aufregendsten Partys der Stadt und zeigt ihr, wie man richtig Spaß haben kann. Eine so gute Freundin ist selten! Außerdem gibt es da noch Gretchens umwerfenden Bruder Bailey, für den Alice sogar ihren Verlobten vergessen würde. Aber wenn es um Männer geht, hört die Freundschaft schnell auf. Und Alice fragt sich, ob ihre neue Freundin vielleicht von Anfang an mit falschen Karten gespielt hat...
Hört sich ein bisschen sehr nach Chick-Lit an, soll aber ziemlich böse sein.


Der Untertitel des Buch lautet "Mein Jahr mit Handwerkern". Der Autor hat ein renovierungsbedürftiges Haus in Südfrankreich geerbt und beschreibt seine Erlebnisse mit den Handwerkern als "ein Dickicht aus Andeutungen, vagen Versprechungen und Dilettantismus, eine Welt ohne Regeln, bevölkert von ahnungslosen Anfängern, Großmäulern, Querköpfen, Aufschneidern, wo ein falsches Wort, ein Glas Wein zu viel oder zu wenig alles zum Einsturz bringen konnte, wo immer etwas fehlte, ein Werkzeug, ein Brett, Sand, ein Sack Zement. Kurz, ein undurchschaubarer Dschungel, gegen den man kaum eine Chance hat."
Na na na! So schlimm wird´s doch wohl nicht sein. Ich arbeite seit 20 Jahren in der Baubranche und bin mal gespannt!


Und zu guter letzt war auch noch ein Reiseführer für Barcelona im Paket, wo ich endlich, endlich einmal hin will, vielleicht klappt´s ja heuer, das Buch hab ich nun ja schon mal.

Montag, 29. März 2010

[Rezension] Lauren Dane: Laid Bare ****

"Laid Bare" von Lauren Dane ist eine etwas andere Liebesgeschichte, die mich ein wenig unschlüssig zurückließ, wie ich sie bewerten soll. Bis zur Hälfte des Buchs war ich davon überzeugt, das wird jetzt ein 5-Sterne-Buch, dann kam eine Wende in der Geschichte, die einerseits interessant war, mich andererseits aber irgendwie gestört hat. Wenn ich die Buchrückseite genauer gelesen hätte, wär ich davon nicht ganz so überrascht gewesen... Aber ich fang mal von vorne an.

Die Story:
Erin Brown spielt Bassgitarre in einer Rock-Band. Sie ist tätowiert, gepierct, trägt Doc Martens und Dreads. Ihr Nachbar Todd Keenan ist ein Cop, geradlinig und ordentlich, und er hört Country-Music.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem fühlen sie sich zueinander hingezogen. Sie haben über zwei Monate eine heiße Affäre, aber Todd kann nicht mit der Seite seiner Sexualität umgehen, die Erin aus ihm hervorholt, und flüchtet. In eine andere Stadt, in ein anderes Leben.

Zehn Jahre später kommt er zurück nach Seatlle, und die Anziehung zwischen den beiden hat sich nicht geändert. Jedoch alles andere.
Todd war inzwischen mit einem "anständigen Mädchen" verheiratet, ist aber wieder geschieden und will nun endlich das leben, was er ist. Er hat keine Ahnung was mit Erin inzwischen passiert ist, als er sie zufällig in einem Café trifft.
Erin hatte inzwischen eine steile Karriere als Rockstar, bis in ihrem Leben etwas Schreckliches passiert ist, das sie völlig aus der Bahn geworfen hat. Nun gehört ihr das Café neben dem Tattoo-Studio ihres Bruders und sie versucht nun, drei Jahre danach, wieder in ein normales Leben zurückzufinden.

Kommentar:
Ich mochte Erin auf Anhieb (Tattoos und Doc Martens, was soll ich mehr sagen...). Todd mochte ich auch gleich, obwohl es ihm peinlich war, auf "so ein" Mädchen zu stehen.
In den ersten 4 Kapiteln erzählt Lauren Dane von der äußerst heißen Affäre der beiden. Erin ist eine starke Persönlichkeit, sie ist ausgeflippt und steht dazu. Sie weiß genau, was sie will, und sie nimmt es sich.
Todd ist ein durch und durch anständiger Kerl, ein Polizist aus einer Polizistenfamilie. Dass er in puncto Sex allerdings Fantasien hat, die in seine anständige Welt nicht passen, will er nicht akzeptieren. Er kann damit nicht umgehen, dass er dominant veranlagt ist und er will es einfach nicht sein. Dass Erin diese Seite in ihm erkennt und herausfordert, weil sie das genau so mag, macht ihm Angst und er flüchtet vor ihr und vor sich selbst.
Er heiratet ein nettes Mädchen, doch die Ehe ist zum Scheitern verurteilt. Nachdem er im Dienst angeschossen wird und einige Zeit im Koma liegt, wird ihm klar, dass das Leben, dass er bisher gelebt hat, nicht sein eigenes war. Er willigt in die Scheidung ein und zieht zurück nach Seattle. Den Polizeidienst hat er quittiert und steigt in das Security-Unternehmen seiner beiden Freunde ein.
Mehr oder weniger zufällig trifft er Erin wieder. Mehr oder weniger deshalb, weil er ausgerechnet in das Café geht, das direkt neben dem Tattoo-Studio von Erins Bruder Brody liegt. Dass dieses Café inzwischen Erin gehört, weiß Todd allerdings nicht.
Er weiß auch nicht, was inzwischen mit Erin passiert ist, es fällt ihm allerdings auf, dass sie sich stark verändert hat.
Erin ist zusammen mit ihrem anderen Bruder Adrian und der gemeinsamen Band inzwischen groß rausgekommen. Die Band hatte eine steile Karriere, doch dann geschah mit Erin etwas Schreckliches, seither hat sie sich aus der Band zurückgezogen, schreibt aber immer noch Songs, und spielt mit ihrem Bruder die CDs im Studio ein. Auf die Bühne will sie allerdings nicht mehr. Das Café ist für sie eine Chance, wieder in ein halbwegs normales Leben zurückzufinden, das Geld hat sie natürlich nicht nötig, aber ohne das Café würde sie wahrscheinlich nicht mehr auf die Straße gehen. Es ist direkt mit dem Tattooshop von Brody verbunden, was ihr eine gewisse Sicherheit gibt. In ihrem Appartement lebt sie total abgeschottet, die Tür ist mit 4 Schlössern und Zugangscode gesichert.
Als Todd das bemerkt, fragt er sich natürlich, was der Grund dafür ist, Erin will es ihm lange nicht verraten, denn sie will über das, was sie erleben musste, nicht sprechen.
Allerdings lässt sich Erin wieder auf eine Affäre mit Todd ein, dem es nun endlich möglich ist, zu seinen sexuellen Vorlieben zu stehen. Erin ist jedoch von Anfang an klar, dass sie ihn zwar in ihr Bett, nicht jedoch in ihr Herz lässt, denn noch einen Verlust würde sie nicht überleben. Und hier geht es nicht nur darum, dass sie Todd bereits einmal verloren hat, ihr wurde noch etwas anderes, sehr Wertvolles genommen. Unter abscheulichen Umständen, was sie gebrochen zurückgelassen hat.
In der Beziehung mit Todd gelingt es ihr langsam wieder, sich lebendig zu fühlen, allerdings wehrt sie sich lange dagegen, sich einzugestehen, dass die Beziehung bereits viel intensiver ist, als sie es jemals wieder haben wollte.
Todd gelingt es nicht, aus Erin Einzelheiten zu dem Vorfall herauszuholen, die ganze tragische Geschichte muss er im Internet recherchieren.
Mit Unterstützung seines besten Freundes Ben gelingt es ihm, Erin langsam wieder ins Leben zurückzuholen. Die Beziehung zwischen Todd, Erin und Ben nimmt ab der Hälfte des Buches eine (von mir unerwartete) Wendung, denn Ben landet mit den beiden im Bett. Und es wird allen dreien ziemlich schnell klar, dass das keine einmalige Sache war. Hätte ich die Rückseite des Buches etwas aufmerksamer gelesen, wäre ich nicht so überrascht gewesen, und auch nicht ein klein wenig enttäuscht, denn ich empfand die Geschichte mit Ben zuerst als Störfaktor.

Es gibt für mich ein paar Ungereimtheiten in dem Buch. Einerseits finde ich es unwahrscheinlich, dass Todd von der Geschichte mit Erin nichts mitgekriegt hat. Er wusste nicht mal, dass sie solchen Erfolg mit der Rockband hatte, weil er sich für ihre Art von Musik nie interessiert hat. Ich kann das nicht ganz glauben, denn er kannte schließlich die Band, und wenn die groß rauskommt, dann muss er das irgendwo mal gehört/gelesen/gesehen haben. Und dann dieses schreckliche Ereignis, das muss doch in den Medien gewesen sein, das kann ihm nicht entgangen sein, selbst wenn er in Boston gelebt hat und Erin in Los Angeles. Wenn ich einmal eine solche Affäre mit einer Frau hatte, die mir 10 Jahre nicht aus dem Kopf geht, und meine Fantasien beherrscht, dann entgeht mir sowas nicht einfach! Vielleicht hat er aber wirklich den Kopf total in den Sand gesteckt, aus Angst vor sich selbst und vor dem was er nicht sein wollte, und hat deshalb alles ausgeblendet, was ihn an Erin erinnert hätte. Möglich. Aber nicht sehr wahrscheinlich.

Andererseits ist es für mich auch nicht ganz glaubhaft, dass Erin, die reiche (ehemalige) Rockmusikerin, nun völlig unbehelligt ein Café führt, und dort täglich arbeitet. Sprich Kaffee verkauft, Sandwiches und Suppe, was sie übrigens alles selbst zubereitet. Gut, wie schon oben erwähnt, ist dieses Café eine Art Therapie für Erin, damit sie wieder aus dem Haus geht, die Finger von Alkohol und Tabletten lässt, und langsam wieder ein gewisses Maß an Sicherheit und Angstfreiheit gewinnt. Das Geld hätte sie nicht nötig, ist klar.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Todd und Erin ging im ersten Teil des Buches ein wenig rasch vor sich, und ich habe mich gefragt, wo bleibt der Konflikt? Natürlich waren da die ständigen Probleme, weil Erin sich nicht öffnen konnte/wollte, obwohl Todd besonders geduldig und liebevoll (außer im Bett) mit ihr umgegangen ist. Ich dachte mir, ist jetzt das Happy End schon mitten im Buch, oder was?
Und dann kam plötzlich Ben ins Spiel, der sich gleich von Anfang an in Erin verliebt hat. Und das obwohl Erin mit seinem besten Freund zusammen war. Natürlich hätte er seinen Gefühlen nicht nachgegeben, wenn er von den beiden nicht dazu eingeladen worden wäre.
Ich empfand diese Wendung der Geschichte zuerst als störend, habe aber inzwischen eine ganze Nacht und einen ganzen Tag lang über dieses Buch nachgedacht, und letztendlich erscheint es mir durchaus legitim, denn Erin hat erstens die Power, diese zwei Männer zu "handlen", andererseits hat sie eine derart schreckliche Erfahrung hinter sich, der sie unglaubliche Ängste, Panikattacken und Selbstvorwürfe zu verdanken hat, dass es für sie nur gut ist, dass sie gleich zwei starke Männer hat, die sie schützen. Auch wenn es ihr hin und wieder zuviel wird, dass die beiden sich ständig um sie kümmern wollen, wo doch auch ihre beiden Brüder nichts anderes tun, aber natürlich nicht ständig um sie herum sein können.

Was die erotischen Szenen angeht, so sind diese erwartungsgemäß äußerst explizit, ohne jedoch vulgär oder pornografisch zu werden. Für die Tatsache, dass es hier eigentlich um eine D/s-Beziehung gehen soll, sind sie jedoch geradezu zahm, zeichnen sich aber vor allem durch ein verständnis- und liebevolles Miteinander aus.

Todds Geschichte fällt ziemlich komplett unter den Tisch und verschwindet neben der von Erin. Immerhin ist er im Dienst angeschossen worden und lag im Koma, doch darauf wird niemals eingegangen.

Falls sich jetzt wer fragt, warum gibt sie dem Buch eigentlich vier Sterne, wenn sie so viel zu meckern hat - tja, ich weiß auch nicht, ich mochte es ganz einfach!

Ich mochte die Charaktere, ich musste schon nach dem vierten Kapitel heulen, als Todd und Erin sich getrennt haben. Es hat mich aus irgendeinem Grund sehr angesprochen (ich verrate aber ganz sicher nicht warum!). Und ich mochte auch die Nebenfiguren.

Es gibt in diesem Buch keinen großen Konflikt zwischen den Protagonisten, jedoch haben sie ständig an der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Persönlichkeit in "Babyschritten" zu arbeiten, und das kann die Autorin sehr gut rüberbringen. Da ist einerseits Erin, die ihren tragischen Verlust verarbeiten muss, und wieder angstfrei leben will, obwohl sie weiß, dass sie nie wieder die Frau sein wird, die sie einmal war. Ihre Rückfälle machen ihr Angst, aber sie macht weiter, dank der Unterstützung der Männer um sie herum, die sie nicht fallen lassen, auch wenn sie noch so anstrengend ist.
Todd, der sich endlich zugesteht, dass es ok ist, wenn man auf "kink" steht, muss sich da erst orientieren, ein wenig experimentieren und seinen Weg finden. (Obwohl diese Seite der Story ein wenig zu kurz kommt, wie eben die ganze Geschichte von Todd).
Ben hingegen, der schon lange akzeptiert hat, in welcher Art von Partnerschaft er gerne leben möchte, muss seinen eigenen Platz in der Beziehung mit Todd und Erin finden, und er will es außerdem nicht länger vor seiner Familie geheimhalten, fürchtet aber klarerweise die Reaktion seiner Eltern auf die Wahl, die er für sein Leben getroffen hat.

Diese drei Leute hüpfen nicht einfach so miteinander ins Bett, weil sie scharf aufeinander sind, sondern sie reden darüber, überlegen sich vorher, ob und wie sie mit dem "Danach" umgehen können und wollen, und sie machen das auf eine sehr erwachsene Art, was für mich absolut glaubhaft rüberkommt.

Im Prinzip ist diese Geschichte eine Charakterstudie mit erotischem Element, die von kleinen, manchmal unbedeutend wirkenden, Szenen lebt. Auch wenn ich immer mal wieder das Gefühl hatte, dass Lauren Dane einige wichtige Szenen ausgelassen hat, z.B. wurde die Reaktion von Ben´s Vater auf die Eröffnung seines Sohnes, dass er mit Todd und Erin zusammenlebt, nicht geschildert. Die Szene endet mit den Worten: "Dad, I need to tell you something." Ein paar Seiten später erfahren wir in einem Nebensatz, was die Konsequenzen waren.

Es gibt hier übrigens kein Super-Mega-Happy-End, was ich sehr positiv werte, denn es wäre unglaubwürdig, wenn hier plötzlich alles eitel Wonne wäre.

Fazit:
Trotz all den beanstandeten "Mängeln" hat mir das Buch absolut gefallen, auch wenn ich das rational nicht erklären kann, und deshalb kriegt es von mir 4 Sterne.

Lauren Dane ist übrigens eine Freundin von Megan Hart, mit der sie gemeinsam schon mehrere Bücher geschrieben hat. "Laid Bare" war mein erstes Buch von ihr, aber sicher nicht mein letztes. Es gibt zu diesem Buch ein Sequel, nämlich "Coming Undone" in dem die Geschichte von Brody erzählt wird. (Demnach sollten dann eigentlich auch Adrian und Cope irgendwann drankommen...)

Sonntag, 28. März 2010

Anni Bürkl: Schwarztee

Gerade ausgelesen habe ich den "Salzkammergut-Krimi" von Anni Bürkl: "Schwarztee".

Klappentext:
Das beschauliche Altaussee im Salzkammergut. In Berenike Roithers neu eröffnetem Teesalon trifft man sich zu Lesung des skandalumwitterten Autors Sieghard Lahn. Doch ein Besucher steht zur Pause nicht mehr auf und schnell ist klar: Der Journalist Robert Rabenstein wurde ermordet.
Kein guter Auftakt für Berenikes beruflichen Neuanfang. Aber als Frau der Tat beschließt sie, selbst Licht ins Dunkel zu bringen - auch wenn sie sich dazu im fernen Wien der eigenen Vergangenheit stellen muss...

Kommentar:
An anderer Stelle habe ich schon mal all die guten Gründe aufgezählt, warum ich mir dieses Buch gekauft habe, aber ich will es gerne nochmals tun:
Bei Nina bin ich auf eine gute Rezension gestoßen.
Ich lese gerne Bücher, die an Orten spielen, an denen ich schon mal war.
Das Buch spielt im Salzkammergut, das ich von mehreren Urlauben gut kenne, und ich liebe die Gegend. Ich werde mal bei Gelegenheit ein paar schöne Fotos posten!
Teilweise spielt das Buch auch in Wien - und das kenne ich zwangsweise, weil ich hier wohne. I know all the places, würde Frau Roither sagen, oder denken, aber dazu später.
Ich trinke gerne Tee (bin aber kein Experte, und verwende - shame on me - Teesackerl!).

Leider kann ich mich der guten Meinung von Nina zu dem Buch nicht anschließen. Um ehrlich zu sein, habe ich mich sogar ziemlich durch die über 300 Seiten quälen müssen.

Ich konnte mich mit der Person Berenike Roither, aus deren Blickwinkel die Geschichte geschildert wird,  nicht anfreunden. Die Frau muss nach meinen Schätzungen so etwa Mitte/Ende Vierzig sein, genau wird das nicht deutlich. Auf jeden Fall hat sie eine erfolgreiche Karriere als Event-Managerin hinter sich und ist nach Altaussee gezogen, um neu anzufangen. Welches Geheimnis sich hinter ihrer offensichtlichen Flucht aus Wien verbirgt, wird nach und nach gelöst, fand ich aber ehrlich gesagt nicht besonders spannend.
Ihr Hang zur Esoterik kommt für mich auch nicht besonders glaubwürdig rüber, das könnte allerdings durchaus von der Autorin beabsichtigt sein, mit dem Eso-Getue will Berenike wohl irgendwas verbergen, vielleicht sogar vor sich selbst, Angst, Unsicherheit, I don´t know.
Warum die Frau Roither überhaupt in die ganze Mordsache hineingezogen wird, ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar, ich verstehe nicht, warum der Mörder in ihr eine Bedrohung sieht. Für mich wirkt die ganze Sache sehr konstruiert.

Nevermind. Bei dem einen Mord bleibt´s natürlich nicht, es müssen noch ein paar andere dran glauben. Und immer wieder ist Berenike irgendwie involviert. Die örtliche Polizei ist ein bisschen schwachbrüstig unterwegs, verdächtigt Berenike, und veranlasst sie damit dazu, auf eigene Faust zu ermitteln, was allerdings nicht ganz ungefährlich ist. 

Da die Geschichte aus der Perspektive von Berenike erzählt wird, bleiben alle anderen Personen recht eindimensional und zum Teil auch (wohl beabsichtigt) geheimnisvoll. Was der Geschichte aber leider nicht besonders zuträglich ist.
Ich bin auch mit dem Schreibstil nicht wirklich klargekommen, das Buch konnte mich an keiner Stelle fesseln, auch nicht als es "richtig spannend" wurde. Irgendwie hat immer was gefehlt.

Auf der anderen Seite gibt´s aber wieder viel zu viel. Themen nämlich. Hier wurde einfach alles hineingepackt, was geht, z.B. Ausländerfeindlichkeit, zweifelhafte Politik rechts gerichteter Parteien, Österreichs Vergangenheit (2. Weltkrieg), Alkoholismus, sexuelle Belästigung...
Und dann auch noch die ganze Esoterik-Schiene (eine Astrologin, ein Medium, ein Guru, Spiritual Writing, Feng Shui, Numerologie und was weiß ich noch alles). Themenmäßig ganz einfach zu viel des Guten. Overkill, sozusagen.

Was mich aber wirklich abgetörnt hat, total genervt to be honest, waren die ständig eingestreuten englischen Ausdrücke. (So etwa wie in meinem Post hier, ich hoffe ihr habt meine super-subtilen Hinweise drauf mitgekriegt). Und, hey guys, ich lese ganze Bücher auf englisch, ich wusste nur nicht, was das hier sollte, es hat einfach nicht gepasst.

Fazit:
2 Sterne für ein Buch das mich leider gar nicht angesprochen hat.

Samstag, 27. März 2010

[Rezension] Lorelei James: Rough, Raw and Ready *****

Dies ist Band 5 der Rough Riders Serie, und definitiv eine meiner Lieblings-Love-Stories in der Serie.

Achtung SPOILER: Ich verrate hier etwas, das in Band 1 geschehen ist!

Trevor kennen wir bereits aus Band 1, damals gehörte er dem Rodeo-Zirkus an, und zog mit Colby McKay herum und seinem Roping-Partner*, dem Brasilianer Edgard Mancuso. Dass zwischen Trevor und Edgard ein bisschen mehr lief als nur Rodeo, war bald klar. Trevor jedoch konnte mit seinen Gefühlen für Edgard nicht umgehen, und hätte auch niemals in der Öffentlichkeit dazu stehen können. (Was mit schwulen Cowboys im ländlichen Amerika passiert, wissen wir seit "Brokeback Mountain" *schnief*. Auch wenn sich inzwischen die Zeiten geändert haben, Wyoming ist halt nicht Kalifornien.). Also ging Edgard zurück nach Brasilien.
In Band 2 taucht Trevor in einer kurzen Szene wieder auf, und bei der Gelegenheit streift ihn der Blitz der Erkenntnis. Sein Leben "on the road" ist vorbei, er will endlich sesshaft werden und ein nettes Mädchen kennenlernen.
In Band 3 erfahren wir, dass Trevor jetzt auf der West-Ranch arbeitet, und mit Chassie West, der Cousine der McKay-Brüder, ausgeht.

(* "Team Roping" ist eine spezielle Disziplin beim Rodeo, wo zwei Cowboys auf Pferden gemeinsam möglichst schnell einen Bullen mithilfe ihrer Lassos zu Fall bringen müssen).



Rough Riders Serie, Band 5:

Die Story:
Nach dem Tod seines Freundes Dag West und dessen Vater ein halbes Jahr später, hat Trevor Glanzer Chassie West geheiratet, und führt nun mir ihr zusammen die West-Ranch. Die beiden sind glücklich miteinander, auch wenn sie viel Arbeit und Geldsorgen haben.
Und dann taucht eines Tages Edgard auf, von dessen Existenz Chassie überhaupt nichts gewusst hat. Trevor hat ihr niemals von seinem ehemaligen Roping-Partner erzählt, und natürlich schon gar nicht, dass die beiden eine Affäre hatten - und er hat auch jetzt nicht vor, ihr das zu erzählen.
Chassie findet Edgard sofort sympathisch, naja, eigentlich sogar mehr als das. (Edgar ist unheimlich süß und war schon in Band 1 "der Mann mit Gefühl"). Die beiden schließen schnell Freundschaft, vor allem da Trevor seinen alten Freund völlig links liegen läßt.

Es kommt, wie es kommen muss: Edgard spricht Trevor auf sein ablehnendes Verhalten an, es kommt (wie zwischen den beiden üblich) zum Streit und dann fliegen die Fäuste. Zuerst...
Chassie beobachtet die Szene und ist total schockiert. Sie flüchtet erst mal, weiß aber nicht recht wohin eigentlich. Dann fällt ihr ein, Colby und Channing zur Rede zu stellen. Die beiden mussten das doch gewusst haben, oder? Warum hat ihr niemand was gesagt?

Kommentar:
Viele Leserinnen wollten nach Band 1 wissen, ob und wie es mit Trevor und Edgard weitergehen wird. Lorelei James hat darauf reagiert und diese wunderbare Geschichte geschrieben, die für alle, die bei "Brokeback Mountain" Rotz und Wasser geheult haben, ein must-read ist.
(Trevor sieht in meiner Vorstellung auf jeden Fall ein wenig so aus wie Heath Ledger...)

In der Story sind ein paar wunderbar geschriebene, sehr emotionale Szenen enthalten - und ich rede hier nicht mal von den erotischen Szenen (die übrigens mega-heiß sind) - hier heult man nicht erst zum Schluss (also ich halt...).

Chassie West-Glanzer hatte es in ihrem Leben bisher wirklich nicht leicht. Ihre Mutter (eine Native American) ist schon lange gestorben, ihr Bruder Dag hatte (in Band 3) einen tödlichen Unfall, und kurz darauf starb auch noch ihr Vater und lies sie ganz allein zurück. Naja, nicht ganz, zum Glück war ja Trevor da, der auf der Ranch gearbeitet hat. Nach all diesen Verlusten, wo Chassie denkt, es geht jetzt endlich wieder aufwärts, sie ist immerhin seit einem Jahr glücklich verheiratet, passiert auf einmal sowas. Sie muss annehmen, dass ihr Ehemann schwul ist. Dass sie da erst mal zusammenbricht ist klar. Doch so leicht lässt sie sich nicht unterkriegen, zuviel Scheiße ist ihr schon passiert, dass sie das so einfach hinnimmt. Also trifft sie eine Entscheidung...

Trevor liebt seine Frau Chassie über alles, allerdings kann er seine Gefühle für Edgard nicht länger vor sich selbst verleugnen, auch wenn er das jahrelang getan hat - das hier ist wirklich keine einfach Sache für ihn.

Edgard ist sowieso ein Wahnsinns-Typ, im Gegensatz zu Trevor kann er durchaus Gefühle zulassen, auch solche, mit denen er niemals gerechnet hätte. Er ist ein total einfühlsamer Kerl, und er kann auch noch kochen!

Wie immer glänzt Lorelei James mit wunderbaren Dialogen, überzeugenden Charakteren und super-heißen erotischen Szenen.

Neben der Geschichte von Chassie, Trevor und Edgard, erfahren wir auch wieder mal einiges über den Rest der McKay-Familie, etwa, dass Colt einen Alkohol-Entzug gemacht hat, und dass Cameron demnächst aus dem Irak nachhause kommen wird, der Grund hierfür ist allerdings alles andere als erfreulich, aber das ist eine andere Geschichte... (die Love-Story von Colt wird im nächsten Band erzählt, Cameron ist in Band 7 dran).

Fazit:
5 Sterne für eine absolut mega-heiße Story mit glaub- und liebenswürdigen Charakteren.


Meine Rezensionen zur Rough Riders Serie:

Freitag, 26. März 2010

[Rezension] Shayla Black: Wicked Ties **

Tja, ich versuch mich ja immer wieder an (für mich) neuen amerikanischen Romance-Autorinnen, als ob es nicht genügend Bücher in deutscher Sprache gäbe, die ich noch nicht gelesen habe. Aber was soll ich machen, irgendwie hat es mich in diese Ecke getrieben. Schuld daran waren unter anderem ein paar schlecht übersetzte Bücher, ein paar schwache Liebesgeschichten von deutschsprachigen Autorinnen, und die Tatsache, dass Romances (für mich) ganz einfach nicht funktionieren, wenn sie im deutschsprachigen Raum spielen. Keine Ahnung warum das so ist. Ich werde mal in einem eigenen Post versuchen, diese Frage zu klären.

Beim herumstöbern auf der amerikanischen Amazon-Seite habe ich mir ein paar Autorinnen ausgesucht, die ich mal testen wollte. Mit Lorelei James hatte ich ja einen Volltreffer. Bei Lora Leigh habe ich anscheinend eins der schlechten Bücher erwischt. Und nun war also Shayla Black dran, mit "Wicked Ties", einer D/s-Romance.

Die Story:
Morgan O´Malley, rothaariger TV-Star eines Kabelsenders in Los Angeles - sie moderiert eine Sex-Talk-Show - ist auf der Flucht vor einem Stalker. Zuflucht findet sie bei ihrem Halbbruder in Louisiana. Gleichzeitig will Morgan ihren Aufenthalt dort nützen, um für die nächste Staffel ihrer Sendung zu recherchieren, und will dafür einen Herrn interviewen, der sich ihr per E-Mail als "Master J." vorgestellt hat, und aktiv in der BDSM-Szene ist.

Just als der Stalker sie auch in Lousiana aufgespürt hat, muss Morgans Bruder, der irgendwie für die Army arbeitet, aber genau weiß selbst Morgan das nicht (alles streng geheim!), zu einem Auslandseinsatz aufbrechen.
Da trifft es sich gut, dass der geheimnisvolle Master J. mit dem sie sich am nächsten Tag trifft,  nicht nur sensationell aussieht, sondern auch Bodyguard ist, und sich mit vollem Körpereinsatz um Morgans Leben kümmert, als der Stalker aus dem Hinterhalt auf sie schießt.

Die beiden können dem Geballer gerade noch entfliehen und suchen Zuflucht in einem Strip-Club, den sie dank einer obskuren Maskerade auch wieder wohlbehalten verlassen können. Danach geht´s auf in die Sümpfe Louisianas, wo Jack Cole (so heißt Master J. also in Echt), ein kleines Häuschen besitzt, das nur per Boot zu erreichen und daher der perfekte Zufluchtsort ist, während Jack´s Businesspartner Deke den Stalker ausfindig machen soll.

Jack arbeitet allerdings nicht nur dann mit vollem Körpereinsatz, wenn es um die Rettung von Morgans Leben geht, sondern er will die gute Morgan bei der Gelegenheit auch gleich mit seiner Art von Sex bekanntmachen, und sie davon überzeugen, dass das genau das ist, was sie eigentlich will. Denn, eh klar, Master J. weiß auf den ersten Blick, was ein submissives Weibchen ist.

Kommentar:
Grmpf. Das Buch fängt wirklich spannend an, sobald die beiden aber in dem abgelegenen Häuschen angekommen sind, wird die Geschichte zäh. Was eigentlich nur 3 Tage dauert, liest sich wie endlose Wochen. Zuviele Wiederholungen von ein und demselben Gedankengang (beider Personen), zuwenig Dialoge und die dann auch noch lahm. Was bitte machen denn zwei Leute, die sich gerade kennengelernt haben, attraktiv finden, und mutterseelenallein weitab jeglicher Zivilisation gestrandet sind, wenn nicht reden?
Achsoja, da wär noch was...

Mir waren beide Protagonisten nicht sehr sympathisch. Morgan, illegitimes Kind eines Senators, bei ihrer strenggläubigen Mutter aufgewachsen, hat wenig Erfahrung mit Männern (und eigentlich nur schlechte Erfahrungen beim Sex) und moderiert eine Sex-Talk-Show. Jetzt echt? Ich finde das nicht glaubwürdig.
Sie hat verschiedene sexuelle Fantasien, die mit Unterwerfung zu tun haben, aber ihre religiöse Mutter würde das nicht gutheissen und ihr Ex-Verlobter hat sie genau deshalb verlassen, weil sowas wünscht sich doch ein anständiges Mädchen nicht. Na gut, das ist schon ein bisschen glaubwürdiger. Auch ihre daraus resultierenden Selbstzweifel und der Kampf mit sich selbst, als Jack verspricht, ihre geheimsten Wünsche zu erfüllen, ohne dass sie ihm diese überhaupt erzählt hätte.

Jack Cole ist ein Ex-Soldat und arbeitet jetzt als Bodyguard. Mit Ex-Soldaten hab ich´s ja nicht wirklich so. Bodyguard von mir aus, aber diese Army-Typen finde ich ätzend. Außerdem benimmt er sich die ganze Zeit wie ein arrogantes Arschloch. Und glaubt selbstverständlich, dass dies die ultimative Anmache ist. Dass er das Treffen zum Interview mit Morgan selbst eingefädelt hat, weil er sich mit ihrer Hilfe an seinem ehemaligen besten Freund rächen will, macht ihn auch nicht sympathischer, bietet aber natürlich eine exzellente Grundlage für den Herzensbrecher-Showdown, der aber leider total schwachbrüstig ausfällt.

Die Story hinkt an allen Ecken und Enden, die Dialoge sind schwach, die Personen durchwegs unsympathisch. Bayou-Feeling kommt leider auch keines auf. Da helfen auch die eingestreuten französischen Wörter nix. 
Die erotischen Szenen sind sehr explizit aber mit wenig Gefühl geschrieben. Es soll hier eine D/s-Liebe beschrieben werden, aber auch das kommt bei mir nicht besonders glaubwürdig an. Das Ende ist klar, aber leider ziemlich gefühllos, zwischen den beiden fehlt ganz einfach das Prickeln. 

Fazit:
Magere 2 Sterne, und davon geht einer an das schöne Cover, das sich übrigens total gut anfühlt.

Donnerstag, 25. März 2010

[Rezension] Lorelei James: Tied Up, Tied Down ****

Dies ist der 4. Teil der Rough Riders Serie, und spielt ca. ein Jahr nach Band 3. Lorelei James greift hier ein Ereignis auf, oder besser gesagt die Folgen davon, das in Band 3 als Nebenhandlung geschah.

Kade und Kane McKay sind Zwillingsbrüder und die Cousins der anderen McKays. In Band 3 haben die beiden zusammen mit Colt McKay und Dag West (noch ein Cousin!), das sog. "Boars Nest" bewohnt, eines der Häuser auf den McKay-Ländereien. Alle vier sind um die dreissig, gutaussehend, ledig und lassen nichts anbrennen. Alkohol fließt in Strömen, Frauen (die sich das gefallen lassen und auch noch Spass dabei haben) werden reihenweise flachgelegt...

Kade ist dieses liederliche Leben irgendwann zuwider, er träumt davon eine Familie zu haben, dafür fehlt ihm allerdings die richtige Frau.
Als diese plötzlich vor ihm steht, scheint sein Bruder Kane wieder mal schneller gewesen zu sein, denn der hat die Dame kurz davor kennengelernt, und prompt versetzt, als sie nicht gleich mit ihm in die Kiste wollte.

Skylar Ellison hat keine Ahnung, dass der Kerl den sie gerade anschnauzt weil er sie versetzt hat, nicht Kane ist, und Kade klärt das Mißverständnis auch nicht auf. Stattdessen bedient er sich einer Notlüge und lädt Skylar als Entschädigung zum Essen ein. Die beiden gehen ein paar Mal miteinander aus, und irgendwie schafft es Kade einfach nicht, Skylar die Wahrheit zu sagen. Bis es zu spät ist und der total besoffene Colt McKay einen peinlichen Auftritt hat, im Zuge dessen die Wahrheit ans Licht kommt.

Skylar ist schwer enttäuscht, dass Kade sie belogen hat (zumal die beiden gerade vorhin im Parkhaus eine heiße Nummer geschoben haben) und haut ab. Kade, der Feigling, wagt es nicht, Skylar seine Gefühle zu gestehen und flüchtet stattdessen in den letzten Winkel der McKay-Ranch, einen abgelegenen, schwer zu erreichenden Flecken Erde, wo die McKays für ein Jahr ein landwirtschaftliches Programm testen wollen. Kade kommt es da gerade recht, dass er in völliger Abgeschiedenheit, ohne Handy, ohne Strom, darüber nachdenken kann, was er falsch gemacht hat und was er eigentlich vom Leben will.


Rough Riders Serie, Band 4:

Die Story:
Skylar Ellison ist die Inhaberin einer kleinen Fabrik, die Naturkosmetikprodukte herstellt. Seit einem Jahr hat sie auch einen kleinen Laden in Sundance, zusammen mit ihrer Schwester India, die in den Nebenräumen ihr Tattoostudio eröffnet hat. Gleich daneben befindet sich übrigens das Restaurant Dewey´s, das Macie (aus Band 2) als Geschäftsführerin leitet. Tja, Sundance ist ein kleines Kaff. Hier kennt jeder jeden.

Als Kade nach einem Jahr in der Einöde zurückkommt, erfährt er, dass Skylar ein 3 Monate altes Töchterchen hat. Kades Mutter, die bei Skylar einkauft, ist überzeugt davon, dass dieses Kind ein McKay sein muss, denn es hat dieselben charakteristischen blauen Augen wie die Jungs. Stellt sich bloß die Frage, welcher der McKay-Boys die Dame geschwängert hat, direkt fragen will sie auch nicht, und Skylar hüllt sich bezüglich des Vaters in Schweigen.

Für Kade ist die Sache klar: das einmalige Zwischenspiel im Parkhaus war´s. 
Und ihm ist noch eines klar: er will seine Pflichten als Vater erfüllen, ob Skylar damit einverstanden ist, oder nicht. Außerdem konnte er Skylar das ganze Jahr nicht vergessen und ist sicher, dass sie die Frau seines Lebens ist. Bloß wie will er ihr das verklickern? Wird sie ihm jemals wieder vertrauen?

Er stürmt also in Skylars Geschäft und fällt prompt in Ohnmacht, als er den ersten Blick auf das süße Baby wirft. Ohne lange nachzufragen, zieht er bei Skylar ein, und kümmert sich fortan absolut liebevoll und fürsorglich um das Baby.
Bloß die Sache mit Skylar will nicht so ganz klappen...


Kommentar:
Skylar ist eine Karrierefrau, die sich um alles selber kümmert, und es kaum über sich bringt, irgendetwas zu delegieren. In puncto Geschäft ist sie ein Kontrollfreak, und auch in Sachen Baby fällt es ihr nicht leicht, loszulassen und zu akzeptieren, dass Kade seine Sache als Vater wirklich gut macht. Doch das ist noch längst nicht das größte Problem. Skylar schleppt ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit mit, das sie daran hindert, nochmal einem Mann zu vertrauen. Außerdem hat Kade sie ja schon von Anfang an belogen. Sie macht es ihm also nicht gerade leicht, sie von seinen ehrlichen Absichten zu überzeugen. Außerdem ist sie der Meinung, dass sie gut auf sich selber aufpassen kann, und seine Beschützer-Allüren gehen ihr ziemlich gegen den Strich.
Skylars Charakter wird absolut nachvollziehbar gezeichnet, trotzdem ist es nicht ganz verständlich, warum sie so lange braucht, um zu erkennen, dass Kade nicht nur wegen des Kindes mit ihr zusammen sein will.

Kade ist einer der nettesten McKay-Jungs, er lässt sich von seiner kleinen Tochter vom ersten Moment an um den Finger wickeln, beißt sich an deren Mutter allerdings die Zähne aus. Es kostet ihn schon einige Anstrengung, Skylar davon zu überzeugen, dass sie zusammengehören und dass sie ihm vertrauen kann.

In diesem Buch treten erstmals alle McKays gemeinsam auf, nämlich bei einem großen Familientreffen - die arme Skylar, deren einzige Familie ihre Schwester India ist, ist völlig überfordert mit der Situation.
Gerade an dieser Stelle kommt man sich wie mitten in den Clan hineinversetzt vor. Und kann sich sehr gut vorstellen, welcher unglaublichen Familiendynamik Skylar auf einmal ausgesetzt ist. Erstmal wollen alle Skylar kennenlernen und zum anderen ist das Baby Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, denn die McKays produzieren zwar Jungs am laufenden Band, aber außer Keely (die Schwester von Colby, Cord & Co) und Chassie (deren Cousine), gibt´s keinen weiblichen Nachwuchs in der Familie.

Wenn ich nicht schon drei Bücher der Serie davor gelesen hätte, hätte ich mir dieses wohl am wenigsten gekauft, denn ich konnte mir nicht vorstellen, wie man ein 3 Monate altes Baby in einer Erotic Romance unterbringt. Aber Lorelei James hat das einfach genial gelöst, und immerhin - ist doch eigentlich völlig logisch, dass es im Laufe der (erotischen) Familiengeschichte der McKays auch mal eine nicht geplante Schwangerschaft gibt. 

Fazit:
4 Sterne für Band 4 der Rough Riders Serie.
Wie´s aussieht, kriegen die Bände mit den geraden Nummer immer 4 Sterne von mir, während die ungeraden 5 Sterne kriegen, Band 5 (kommt noch) ist wieder ein absolutes 5-Sterne-Buch.

Meine Rezensionen zur Rough Riders Serie:
Band 1: Long Hard Ride
Band 2: Rode Hard, Put Up Wet
Band 3: Cowgirl Up and Ride

Mittwoch, 24. März 2010

SuB-Zuwachs: wie cool ist das denn?

Gestern ist endlich das sehnsüchtig erwartete Päckchen aus den USA bei mir eingetroffen!! Neben einem signierten Buch von Lorelei James darf ich mich auch noch über jede Menge Lesezeichen und zwei Autogrammkarten freuen.

Ich durfte mir ja ein Buch aussuchen, und da hab ich mich nicht für eines aus der Rough Riders Serie, sondern für ihr erstes Buch entschieden, nämlich "Dirty Deeds".


Leider werden die Fotos am Abend bei künstlichem Licht nicht ganz so gut, aber ich verschone euch trotzdem nicht damit. Das hier ist die Signatur im Buch:



Und hier noch ein Foto - zwei der Lesezeichen sind nämlich ganz besonders süß, mit Cowboy-Boots dran:



Wie ich zu dem Buch gekommen bin, könnt ihr hier und hier nachlesen!

Dienstag, 23. März 2010

[Rezension] Three´s Company (Anthology)

Das Buch "Three's Company" enthält drei erotische Geschichten (Novellas), die das Thema "Menage à trois" gemeinsam haben, sonst aber recht unterschiedlich sind. Auch in der Qualität, weshalb es mir nicht möglich ist, eine Bewertung für das ganze Buch abzugeben.

Also gibt´s die Bewertung für die einzelnen Geschichten, und los geht´s:



Lorelei James: Wicked Garden  ****
Diese Autorin war der Grund, warum ich das Buch überhaupt gekauft habe. 

Billy hat seine Freundin Eden in der Nacht des Abschlussballs verlassen. Jahre später treffen Sie sich wieder. Eden arbeitet in einem Gemeindezentrum, das Aufgrund von Sicherheitsmängeln und Baufälligkeit abgerissen werden soll.  Das Gemeindezentrum ist die Zuflucht für viele Jugendliche, teils aus zerrütteten Familien, die sonst auf der Straße anzutreffen wären. Einige von ihnen sind, wie Eden, gemischtrassiger Herkunft oder Native Americans. Eden liegt sehr viel daran, dass das Zentrum erhalten bleibt, damit die Jugendlichen weiterhin dort für die Schule lernen und ihre Freizeit verbringen können. Würde das Haus abgerissen, so würde ein neues Zentrum am Rande der Stadt im Entwicklungsgebiet erbaut. Da es dorthin in absehbarer Zeit keine guten Verkehrsverbindungen gibt, hätten es die Jugendlichen schwer, dorthin zu gelangen, was aber außer Eden keiner sehen will.
Die einzige Möglichkeit dies zu verhindern, wäre ein Gutachten, das bestätigt, dass die Sanierung des Gebäudes wirtschaftlicher ist als ein Neubau. Und hier kommt Billy ins Spiel, der als unabhängiger Gutachter engagiert worden ist.
Eden ist überrascht, ihn nach so langer Zeit wieder zu sehen, kann sich seiner Ausstrahlung aber nicht entziehen. Billy fühlt sich ebenfalls augenblicklich wieder zu Eden hingezogen und hat damit gleich mehrere Probleme auf einmal: Wird sie ihm verzeihen können, dass er damals einfach ohne ein Wort verschwunden ist? Wie soll er Geschäftliches und Privates auseinanderhalten können und ein unabhängiges Gutachten erstellen, wenn er weiß, dass Eden´s Herz an diesem Gebäude hängt? Und wenn sein Herz an Eden hängt?
Ahja, und dann gibt´s da auch noch Jon, den Rockstar, mit dem Eden ihre Nächte verbringt, wann immer dieser in der Stadt ist. Und wie es der Zufall will, macht seine Tournee gerade Pause und Jon kommt nachhause...

Die Geschichte beginnt rasant. Gleich eingangs sprühen deutlich die Funken zwischen Eden und Billy. Beide Charaktere sind gut ausgearbeitet, ihre Motivationen sind nachvollziehbar. Ebenso die Geschichte mit Jon, die (wie immer toll geschriebene) Menage-Szene, und was dazu führt. Vier Sterne gibt´s für die Geschichte nur deshalb, weil die nächste im Buch für mich alles in den Schatten gestellt hat.


Jess Dee: A Question of Trust *****
Ich kannte die Autorin noch gar nicht, und war absolut überrascht von der Geschichte. Hab ich hier ja schon mal erzählt. Inzwischen kennt die Autorin auch mich *gg*.

Maddie ist seit einiger Zeit mit Gabe zusammen und der Sex mit ihm ist sensationell. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber hauptsächlich auf der körperlichen Ebene. Nun, das stört ja nicht, solange dort alles passt. 
Das ändert sich allerdings, als Gabe´s Freund Connor auftaucht. Der lebt in Melbourne und hat einen Job in Sydney angeboten bekommen, weshalb er bei Gabe übernachtet, während er Gespräche mit der neuen Firma führt. Connor ist augenblicklich von Maddie fasziniert und macht auch keinen Hehl daraus. Maddie ist die Sache peinlich und sie betont, dass sie mit Gabe zusammen ist, und kein Interesse hat. 
Plötzlich spricht auch Gabe sie darauf an, ob ihr Connor gefällt - und Maddie fällt aus allen Wolken, als sie kapiert, worauf die beiden hinauswollen. 
Gabe und Connor haben langjährige Erfahrung, was das Thema Menage betrifft,  jedoch gibt es seit jeher eine Regel: Keiner darf sich in die Freundin des anderen verlieben.
Was passiert, wenn diese Regel gebrochen wird? 

Die Geschichte ist leicht und flüssig lesbar und ich konnte gar nicht mehr aufhören. Dass es zwischen Maddie und Connor ordentlich funkt, ist zwischen den Zeilen deutlich spürbar. Die beiden sind auf einer Wellenlänge, und Jess Dee kann das wunderbar rüberbringen. Außerdem wird in dieser kurzen Geschichte so viel Gefühl transportiert, und zwar von allen drei Personen, dass - naja, ihr wisst schon, Taschentücher und so... *schnief*
Jedenfalls war diese Geschichte für mich das absolute Highlight des Buches, ich hab auch sofort die Homepage der Autorin besucht, ihr ein E-Mail geschrieben, den Rest kennt ihr ja. 
Jetzt bin ich mal gespannt, ob sie mit ihren anderen Büchern meine hohen Erwartungen an sie erfüllen kann. Zwei Titel habe ich schon mal in meinem Einkaufswagen bei amazon gespeichert, die werden aber erst  im April bestellt, denn mein März-Limit ist mit 15 gekauften Büchern bereits erreicht (naja, eigentlich schon überschritten ;-))


Jayne Rylon: Nice and Naughty **
Mit dieser Geschichte will ich mich gar nicht lange aufhalten, ich hab mich irgendwie durch sie hindurchgequält.
Der Anfang war noch richtig nett: Alexa, Businessfrau, hat ein außergewöhnliches Hobby, sie fährt ein Cabrio und hat dieses auch selbst aufgemotzt (den Motor!). Auf einer einsamen Landstraße liefert sie sich zum Spass ein Rennen mit einem unbekannten Harley-Fahrer. Die Siegesfeier findet auf der Motorhaube des Cabrios statt. Gleich danach haut Alexa ab, über sich selbst erschrocken, weil sie sich einem völlig fremden Mann, noch dazu in der Öffentlichkeit (auch wenn weit und breit niemand war), hingegeben hat. Vergessen kann sie die Geschichte allerdings auch nicht und so stürzt sie sich die nächsten beiden Wochen in ihre Arbeit, sie hat ohnehin eine wichtige Präsentation zu machen. 
Als sie im Konferenzraum mit den anderen Teilnehmern auf den mysteriösen Firmenchef wartet, ahnt sie nicht, wer ihr gleich gegenübertreten wird.
Alexa ist wie vom Blitz gerührt und muss sich höllisch darauf konzentrieren, dass sie ihre Präsentation nicht verpatzt, wohingegen der Mann tatsächlich so tut, als hätte er sie noch nie im Leben gesehen. Alexa ist klar - der Typ ist ein Arschloch.
Was ihr jedoch nicht klar ist: das ist nicht der Harley-Fahrer, sondern sein Zwillingsbruder.

Soweit so gut. Leider triftet die Geschichte dann in Richtung Räuberpistole ab, Alexa wird überfallen, gerade noch gerettet, das streng geheime Projekt bringt alle drei in Lebensgefahr. Aber zum Glück können sie zur Entspannung dazwischen... eh schon wissen...
Naja, hier geht einfach alles viel zu schnell, und ist deshalb irgendwie unlogisch. Die Story war ganz einfach nicht mein Ding. Die Charakterisierung der Personen nicht detailliert genug, die Liebesgeschichte dann doch ein bisschen zu seltsam.

Fazit:
Lorelei James garantiert immer ein Lesevergnügen, die Geschichte von Jess Dee war das absolute Highlight, auf die dritte Geschichte hätte man jedoch verzichten können, aber dann wäre ja das 3x3-Konzept nicht aufgegangen...

Sonntag, 21. März 2010

[Rezension] Allison Winn Scotch: Gestern fängt das Leben an *****

Ein absoluter Zufallskauf war das Buch "Gestern fängt das Leben an" von Allison Winn Scotch.

Hin und wieder wandere ich ja durch den einen oder anderen Buchladen und da bleibt immer mal wieder was hängen ;-) Meistens sind das Bücher, von denen ich eine Idee im Hinterkopf habe: Autor oder Titel schon mal irgendwo gehört oder gelesen, vielleicht bei anderen Bloggern oder bei Amazon drübergestolpert, wie auch immer. Bei diesem war es nicht so. Ich hatte vorher weder von der Autorin noch von diesem Buch je etwas gehört, und weiß eigentlich gar nicht, warum ich es in die Hand genommen habe. OK, natürlich um den Text auf der Rückseite zu lesen. Und der hat es mir angetan. Ich mag nämlich so Zeitreisegeschichten.
Auf jeden Fall hat das Buch es erst gar nicht auf meinen SuB geschafft, nachdem ich ein neues Handtaschenbuch brauchte. Und dann konnte ich es gar nicht mehr weglegen.

Der langen Rede kurzer Sinn: ich wusste bereits nach 100 Seiten, dass ich ein 5-Sterne-Buch in der Hand halte.

Nun kann ich aber nicht mal genau sagen, was an dem Buch so gut ist, es hat mir einfach gefallen. Es vermittelt ein gutes Gefühl. Aber nicht nur. Es macht auch nachdenklich und es hat mich stark berührt. Und nein, falls wer fragt, diesmal hab ich nicht geheult - dafür sollte ich jetzt eigentlich mindestens einen Stern abziehen. Denn wenn ich nicht heule, kann´s kein gutes Buch sein. Ist eh nicht wahr, schniefen tu ich ja bloß, wenn die beiden in einer Romance am Ende endlich, und natürlich mit richtig schönen Liebeserklärungen, zusammen kommen.

Aber das ist eine andere Geschichte. Dieses Buch hier ist keine Romance. Chick-Lit ist das auch nicht, auch wenns von Titel und Aufmachung her irgendwie so wirkt. Aber was ist es eigentlich? Ich tu mich ein wenig schwer, mit dem Einordnen, und deshalb ist es ganz einfach ein Roman. Ein schöner Roman.

Vielleicht sollte ich euch endlich mal erzählen, worum es hier eigentlich geht? Na gut:

Stell dir vor, du hast einen tollen Mann geheiratet, und du hast eine ganz wunderbare kleine Tochter, die du über alles liebst. Stell dir vor, du wohnst in einem wirklich bezaubernden Haus in einem New Yorker Vorort und fährst ein nagelneues Auto.

Stell dir vor, das alles macht dich krank.
Denn dein Göttergatte ist ständig auf Geschäftsreise und lässt dich allein mit dem Kind und dem Haushalt. Deinen tollen Job hast du wegen der Schwangerschaft und dem Umzug aufs Land aufgegeben, jetzt bist du im ständigen Wettkampf mit all den anderen Supermüttern um den Titel "Mutter des Jahres". Du liest alle Bücher und Zeitschriften, die es zum Thema "Mutter sein", "schöner Wohnen" und "besser Essen" gibt, um nur ja nichts falsch zu machen, während deine Ehe schon längst den Bach runtergegangen ist.

Stell dir vor, du stellst dir immer öfter die Frage: "Was wäre gewesen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte?" Für den anderen Mann? Für ein anderes Leben? Wäre mein Leben dann nicht viel besser? Müsste es denn nicht einfach viel besser sein?

Stell dir vor, du bekommst eine zweite Chance.

Genau das passiert Jillian. Nach einem Besuch beim Masseur, der mit einem speziellen Griff ihr "blockiertes Qi" befreit, erwacht Jill in ihrem alten Leben, 7 Jahre zuvor. Sie lebt mit Jack zusammen, einem angehenden Schriftsteller, ihren Ehemann Henry hat sie noch nicht kennengelernt. 
Das Kennenlern-Datum steht ungefähr 3 Monate bevor. 3 Monate, in denen Jill versucht, sich mit dem seltsamen Umstand abzufinden, dass sie ins Jahr 2000 zurückkatapultiert worden ist. 3 Monate in denen Jill versucht, möglichst gut zu vertuschen, dass sie über zukünftige Ereignisse bereits bescheid weiß. 3 Monate, in denen sie versucht, die Beziehung mit Jack zu retten, und sich mit dessen Familie, insbesondere seiner Mutter,  zu arrangieren. 3 Monate, in denen sie versucht, dem Treffen mit Henry aus dem Weg zu gehen. 3 Monate, in denen sie versucht, nun alles anders zu machen.

Ganz so leicht ist das aber nicht!
Die Sache mit Jack´s Mutter zum Beispiel. Da muss Jill schon einige Male über ihren Schatten springen, um endlich von ihr akzeptiert zu werden. 
Oder die Sache mit ihrer eigenen Mutter, die die Familie von einem Tag auf den anderen verlassen hatte, als Jill 9 Jahre alt war...
Oder die Sache mit ihrer kleinen Tochter Katie, die Jill schrecklich vermisst. Wenn Jill jedoch ihr Leben diesmal in eine andere Richtung steuert, wird es dieses kleine Geschöpf gar niemals geben...
Oder die Sache mit dem Job: Jill macht einen raschen Aufstieg in der Werbeagentur in der sie arbeitet, weil sie eine erfolgreiche Kampagne für Coke entwirft - Jill wusste ja bereits, welcher Slogan gewinnt.
Oder die Sache mit Megan, ihrer besten Freundin, die einen tödlichen Verkehrsunfall hatte. 7 Jahre zuvor ist sie noch am Leben...

Oder die Sache mit Henry...

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zuviel verraten, aber ihr könnt sehen, die Geschichte ist ganz schön komplex. Und trotzdem wirkt nichts davon konstruiert. Das sind ganz normale Probleme, mit denen man eben in einem ganz normalen Leben zu kämpfen hat. 

Denn Jill ist eine ganz normale Frau, mit ganz normalen Ängsten und Bedürfnissen, naja sie weiß nicht immer was sie eigentlich will (von einer Beziehung, von ihrem Leben), aber das macht sie umso authentischer und liebenswerter.
Jill kommt unter anderem auch deshalb so authentisch rüber, weil die Erzählsprache total stimmig ist. Zwar kenne ich die Originalversion nicht, die übrigens unter dem Titel "Time of My Life" erschienen ist, der in mir positive Assoziationen auslöst, aber die Übersetzung scheint 1A zu sein, der Text liest sich durchgehend flüssig.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Jill erzählt. Jill ist ein durch und durch glaubwürdiger Charakter, in den ich mich gut hineinversetzen konnte. Die Story entwickelt sich langsam aber stetig, ebenso wie die Charakterwandlung von Jill.
Wie immer bei Ich-Erzählungen sieht man die Nebenfiguren nur durch Jills Augen, die Motivationen bleiben unklar, was aber nicht stört, denn hier dreht es sich um Jill, und was sie aus ihrem Leben machen will. Wenn sie das jetzt überhaupt noch kann... Mehrmals muss sie feststellen, dass sie wieder in ihre alten Muster verfällt, und sie erkennt es nicht immer gleich auf Anhieb.
Jill muss außerdem feststellen, dass jede kleine Änderung die sie macht, sich auf die Zukunft auswirkt. Und nicht nur auf ihre eigene. Kann sie das verantworten?

Sehr schön werden ihre Unsicherheiten beschrieben, ihre Ängste, ihr Beweggründe, warum sie damals die Dinge gerade SO gemacht hat. Oder war es vielleicht doch gar nicht so? Sieht sie ihre Vergangenheit, ihre Beziehung mit Jack, vielleicht gar rosiger, als sie jemals war?

Zweimal im Buch erlangt sie ein und dieselbe Erkenntnis, das könnte man als Kritikpunkt betrachten, ich sehe es aber nicht so, denn im wirklichen Leben braucht es auch seine Zeit, bis man etwas erkennt, und dann nochmal Zeit, bis man das auch umsetzen kann. Es gibt auch einige Ereignisse, die nicht ganz zufriedenstellend erklärt werden, aber auch diese sind mir keinen Sternabzug wert, denn das Leben ist nun mal so... Das Buch hat mich einfach persönlich sehr angesprochen, und deshalb kann nichts die volle Punktzahl schmälern.

Insgesamt wird hier ein Zeitraum von ungefähr 9 Monaten erzählt - hat sich die Autorin dabei etwas gedacht, oder war das Zufall? Oder hab ich mich verrechnet? Egal - 9 Monate, in denen sich Jill entwickelt, bis sie sich am Ende selbst neu zur Welt bringt.

Dieses Buch ist nicht nur die Geschichte von Jill. Es werden Fragen aufgeworfen, die beinahe jede Frau betreffen können. Wie kann ich ein Leben als Ehefrau und Mutter führen, ohne dabei mich selbst aufzugeben? Wäre ich glücklicher, wenn ich damals eine andere Entscheidung getroffen hätte (in puncto Partnerschaft, Familie, Job, was auch immer...). Wer bin ich eigentlich und was will ich vom Leben? Wo ist mein Platz in dieser Welt? Und wie komme ich dort hin, wenn ich ihn endlich gefunden habe?

Fazit:
Ok, ihr habt gemerkt, ich finde das Buch Klasse! Deshalb gibts von mir auch 5 Sterne und die allerwärmste Kaufempfehlung.
(Link zu amazon)
Und die Autorin Allison Winn Scotch werde ich im Auge behalten, ihr nächstes Buch erscheint demnächst.

Samstag, 20. März 2010

Andreas Föhr: Der Prinzessinnenmörder

Den Kriminalroman "Der Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr habe ich kürzlich gewonnen (siehe hier).

Die Story (Text von der Rückseite des Buches übernommen):
An einem eisigen Januarmorgen wird im zugefrorenen oberbayrischen Spitzingsee die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden. Kurioses Detail: Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist...


Der erfolgreiche Drehbuchautor Andreas Föhr blickt mit seinem außergewöhnlichen Debütroman in mörderisch kalte Abgründe - mitten im idyllischen Oberbayern.

Kommentar:
Gleich als Erstes möchte ich mal die Irrtümer in obigem Text aufklären:
Entgegen der Vermutung, die hier aufkommen könnte, arbeiten die beiden Herren Wallner und Kreuthner NICHT zusammen, der Wallner gehört zur Kripo und der Kreuthner ist ein "normaler" Polizist, der sowieso sein eigenes Süppchen kocht. Die beiden sind, wie es sich gehört, Rivalen. Nirgendwo im ganzen Buch kommt übrigens heraus, dass der Kreuthner "ewig grantelt".

Dieser Debütroman ist leider alles anderes als außergewöhnlich. Eigentlich ist er sogar ziemlich gewöhnlich und nicht mehr als durchschnittlich. Das "idyllische" Oberbayern vermag Herr Föhr auch nicht einzufangen.

So und nur zur Textkritik:
Es handelt sich bei der Geschichte um den hundertsten Aufguss von "die Polizei auf der Schnitzeljagd nach einem Serienmörder". Die "Plakette" ein kleiner Schnipsel von irgendwas (es wird im Buch nicht aufgeklärt, worum es sich eigentlich handelt), die unter der Zunge der Opfer gefunden wird, ist so oder so ähnlich auch anderswo zu finden. Nix wirklich Neues also. 

Das Buch beginnt mit der zufälligen Entdeckung der ersten Mädchenleiche durch den Kreuthner, der nach einer Zechtour mit den Kollegen mitten in der Nacht an den Spitzingsee fährt, um zu überprüfen, ob das Eis am See für das kommende Eisstockturnier in Ordnung ist. Nach einigen Halben Bier wohlgemerkt, was ihn zu einem echten Vorbild macht. Während er so den Schnee vom Eis schaufelt (eine Schaufel hat der Kreuthner immer mit, weil er so praktisch veranlagt ist, am Ende des Buches hat er nützlicherweise auch mal eine Taschenlampe dabei), taucht die Leiche des Mädchens auf. Als die ganze Kripomannschaft am Fundort erscheint, wird der Kreuthner abgeschoben, das ist er anscheinend eh gewöhnt, was ihn aber nicht daran hindert, sich in den darauffolgenden Tagen (oder besser gesagt an den Abenden) im Dorfgasthaus als Helden feiern zu lassen.
Kreuthner ist der Inbegriff eines dämlichen Dorfpolizisten, der sich für eine Mischung aus James Bond und Sherlock Holmes hält, und der immer mal wieder ein glückliches Händchen beweist, in den meisten Fällen ist da jedoch Kommissar Zufall an seiner Seite, und selbst wenn er mal den richtigen Riecher hat, entwischt ihm der Mörder im letzen Moment. Kreuthners Auftritte (vor allem im Showdown) lassen das Buch stellenweise in Richtung (schlechte) Komödie kippen.

Der Wallner wird ebenso wie der Kreuthner nur bei seinem Nachnamen genannt, im Gegensatz zu den Nebenfiguren, die etwa Tina, Mike oder Lutz heißen, dafür aber keinen Nachnamen haben. Warum auch immer. Scheint ein (eingebildetes) Stilmittel des Autoren zu sein.
Der Wallner ist geschieden und lebt mit seinem 80jährigen Großvater zusammen, der sich Sorgen macht, dass der Bub keine Frau mehr abkriegt. Als Running-Gag tauchen immer wieder die steinharten Weihnachtskekse des Großvaters auf. (Ist aber nicht sehr lustig). Zum Wallner ist eigentlich nicht viel mehr zu sagen, obwohl er der "Hauptermittelnde" ist, aber leider ist er als Person ein bisschen unterkühlt, und das nicht nur weil er ständig friert, und sich anscheinend einzig beim Anblick der Barfrau vom "Kakadu" erwärmen kann.

Ziemlich rasch wird die zweite Leiche gefunden, wieder ein junges Mädchen, das der Mörder diesmal auf das Dach von Wallners Haus gelegt hat. Wieder trägt diese ein Brokatkleid (offensichtlich ein Prinzessinen-Faschingskostüm) und eine Plakette im Mund. 

In einem zweiten Handlungsstrang wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der mit seiner Tochter eine Schitour macht, bei der diese abstürzt und von ihrem Vater offensichtlich nicht mehr gerettet werden kann.
Was das alles mit der Mordserie zu tun hat, wird ziemlich rasch klar, jedoch lässt der Autor bis zum letzten Drittel des Buches offen, nach welchen Kriterien der Täter sich seine Opfer aussucht. 

Die Figuren in dem Regionalkrimi bleiben leider größtenteils blass, die Geschichte liest sich ein bisschen zäh. Der Schreibstil ist zu hölzern, indirekte Rede, oft über mehrere Seiten, bereitet wahrlich kein Lesevergnügen. Die Dialoge sind in manchen Fällen ansatzweise witzig, hie und da versucht Föhr einen "eigenen" Stil zu kreieren, der mich ein bisschen an Wolf Haas erinnert. Allerdings schafft er es nicht, den Stil durch das ganze Buch hindurch beizubehalten. Was aber eh besser ist, denn er kann Wolf Haas nicht im mindesten das Wasser reichen. Er übt wohl noch. Auch konnte er sich nicht drauf einigen, wie er seine Figuren sprechen lässt, so unterhalten sich diese mal auf hochdeutsch und dann wieder halb und halb im bayrischen Dialekt, was aber holprig und wenig authentisch rüberkommt.

Auch wenn das Buch stellenweise langatmig ist, schafft der Autor es trotzdem, zum Ende hin noch eine gewisse Spannung aufkommen zu lassen, man möchte dann halt doch wissen, ob es die Kripo schafft, das letzte Opfer zu retten.

Fazit:
2,5 magere Sterne für eine gar nicht mal so schlechte Story, der ein wenig "Polish" für den sprachlichen Charakter wirklich gut getan hätte.

Freitag, 19. März 2010

SuB-Zuwachs + ich lese gerade

Neuzugänge in dieser Woche:


"Gestern fängt das Leben an" von Allison Winn Scotch
Dieses Buch hab ich zufällig beim Bummeln durch den A&M bei mir nebenan im Einkaufszentrum gefunden, wo ich aber wirklich nur rein zufällig war, gaaanz sicher nicht, um ein Buch zu kaufen ;-)

Wie´s aussieht hab ich hier ein echtes Schätzchen aufgespürt.

Was wäre wenn ich mich damals für den anderen Mann entschieden hätte? Hat sich diese Frage schon mal wer gestellt? Jill in diesem Buch hier auf jeden Fall. Und nicht nur einmal. Vor allem weil ihr Mann Henry ständig auf Geschäftsreise ist und sich bei Jill zwischen Windeln und Babybrei der Frust breitmacht. Gegen den Alltagsstress kann ja bekanntlich eine Massage gut helfen, bei Jill wirkt eine dieser Behandlungen, bei der ihr "verkrampftes Chi" gelöst wird, jedoch gänzlich unerwartet. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, findet sie sich in ihrem Leben 7 Jahre davor wieder. In der Beziehung mit Jack, und ihren Mann Henry kennt sie noch gar nicht. Jill beschließt, ihre "zweite Chance" zu nutzen, und diesmal alles anders zu machen, das ist aber gar nicht so einfach.

Was sich hier ein bisschen wie Chick-Lit anhört, entpuppt sich als sehr bewegendes Buch mit einigem Tiefgang. Bis jetzt (nach gut einem Drittel des Buches) bin ich begeistert, mal sehen was da noch kommt. Rezension gibt´s sicher bald!

Und dann ist gestern auch noch ein kleines Amazon-Paketchen eingetroffen, mit diesen Bücherchen hier:

Bei Nina bin ich über die Rezension gestolpert.
Ich liebe das Salzkammergut, war dort schon mehrfach und habe wunderbare Urlaube dort verbracht. 
Ich lese gerne Bücher, die an Orten spielen, die ich kenne.
3 gute Gründe, dieses Buch zu kaufen, oder nicht?




Megan Hart: Beichte eines Verführers
Megan Hart mag ich einfach. Bisher sind nur drei ihrer vielen Bücher auf Deutsch erschienen, alle in der sehr schönen Aufmachung von Mira Erotik. "Dirty" und "Hot Summer" habe ich ja schon, also hab ich mir auch noch dieses bestellt. Und legs inzwischen zu "Deeper", das noch auf meinem SuB liegt...





Die Autorin ist eine Freundin von Megan Hart, die dieses Buch auf ihrem Blog wärmstens empfohlen hat. Ich lass mich überraschen.






Vor einigen Tagen erst auf den Markt gekommen, enthält dieses Buch u.a. die Story "Strong, Silent Type" von Lorelei James, die sozusagen Band 6 1/2 der Rough Riders Serie ist.

Donnerstag, 18. März 2010

Autoren zum Anfassen

Ich muss heut mal meine Lorelei-James-Serie kurz unterbrechen, für etwas, das am Rande allerdings auch mit ihr zu tun hat.

Kürzlich habe ich das Buch "Three's Company" gekauft, das 3 Novellas enthält, eine davon von Lorelei James und das war auch der Grund für den Kauf.

2 der Geschichten, in denen es übrigens um das Thema "menage à trois" geht, habe ich bereits gelesen, und die zweite Geschichte im Buch, nämlich "A Question of Trust" von Jess Dee war die absolute Überraschung. Sooo schön. Hab ich geheult! (eh klar, mein Mond ist schuld...).

Nach jeder Novella steht in dem Buch ein kleiner Absatz über die Autorin mit deren Homepage und E-Mail-Adresse und dem Hinweis, dass sie sich über Post freut. Na, da hab ich doch glatt mal auf der Seite von Jess Dee vorbeigesehen, die übrigens echt schön gemacht ist, und hab mich über die Dame schlau gemacht.

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Australien liebe? Und dass australische Autorinnen und Geschichten, die in Australien spielen, gleich vorab einen Bonus-Stern von mir bekommen?

Jess Dee lebt in Sydney und sie hat 2005 ihr erstes Buch veröffentlicht. Nachdem mir ihre Novella so gut gefallen hat, hab ich ihr doch gleich ein Mail geschrieben um ihr das zu erzählen. Und sie hat sich echt gefreut und mir eine total liebe Antwort geschrieben, die ich euch (in Auszügen) nicht vorenthalten möchte:


Well, hello there Evelyn in Austria.

Thank you SO much for writing to me.
You have no idea how much I love hearing from readers. (Altho I'm pretty sure you know how much I love hearing a reader liked my book.)
:D

Thanx for your wonderful feedback. It makes all the hard work that went into writing the book well worth it. Oh, and I am tickled pink to know my books are being read all over the world. 
     [...]
I just clicked on the links to your various blogs, and had to laugh. As cool as they look to browse through, I didn't understand anything that had been written. 

Thank you again for taking the time to write to me.
Your email is already saved in my "Important Mail" folder.
Sending you lots of hugs from Sydney,
Jess


So, ihr könnte euch wahrscheinlich vorstellen, dass ich nicht bis Jänner warten will, bis das Sequel "A Question of Love" erscheint, sondern mir gleich schon mal mindestens 2 andere Bücher von ihr bestellen werde. Ich werde auf jeden Fall hier berichten!