Erotischer Roman
Anais, 2009
256 Seiten
2 Sterne
Inhalt:
Lucy Doyle ist ein böses Mädchen. Ihre Eltern haben ihr einen Job in einem katholischen Gemeindezentrum besorgt, doch sie wird schon am ersten Tag gefeuert, als sie sich auf Unerhörtes mit dem Gärtner einlässt. Lucy sieht hingegen nicht ein, dass sie sich nicht ein bisschen vergnügen darf, wenn ihre Arbeit schon so wahnsinnig schlecht bezahlt wird.
Unerschrocken bewirbt sie sich bei einer Zeitarbeitsfirma und trifft auf Bobbie, eine hemmungslose Kollegin, deren sexuelle Offenheit sogar Lucy ein wenig schockiert. Lucy fälscht ihre Arbeitszeugnisse, um in die Zeitarbeitskartei aufgenommen zu werden, und verbringt schon bald ihren ersten Tag als Empfangsdame bei einer großen Firma - noch vor der Mittagspause langweilt sie sich fast zu Tode. Zum Glück hat sie Bobbie, mit der sie nachts durch Londons Partymeilen streifen kann, um Unheil anzurichten und möglichst sexhungrige Männer aufzugabeln; wobei ihnen solche, die richtig zupacken, natürlich am liebsten sind.
Aber das Nachtleben der Metropole kann Lucy nicht auslasten. Sie bandelt auch mit ihren ständig wechselnden Kollegen und Chefs an: Schlipsträger, Lagerarbeiter, golfspielende Firmenerben und eine aufstrebende Managerin - in ihrer Lebenslust ist Lucy einfach unersättlich.
(Quelle: amazon)Lucy Doyle ist ein böses Mädchen. Ihre Eltern haben ihr einen Job in einem katholischen Gemeindezentrum besorgt, doch sie wird schon am ersten Tag gefeuert, als sie sich auf Unerhörtes mit dem Gärtner einlässt. Lucy sieht hingegen nicht ein, dass sie sich nicht ein bisschen vergnügen darf, wenn ihre Arbeit schon so wahnsinnig schlecht bezahlt wird.
Unerschrocken bewirbt sie sich bei einer Zeitarbeitsfirma und trifft auf Bobbie, eine hemmungslose Kollegin, deren sexuelle Offenheit sogar Lucy ein wenig schockiert. Lucy fälscht ihre Arbeitszeugnisse, um in die Zeitarbeitskartei aufgenommen zu werden, und verbringt schon bald ihren ersten Tag als Empfangsdame bei einer großen Firma - noch vor der Mittagspause langweilt sie sich fast zu Tode. Zum Glück hat sie Bobbie, mit der sie nachts durch Londons Partymeilen streifen kann, um Unheil anzurichten und möglichst sexhungrige Männer aufzugabeln; wobei ihnen solche, die richtig zupacken, natürlich am liebsten sind.
Aber das Nachtleben der Metropole kann Lucy nicht auslasten. Sie bandelt auch mit ihren ständig wechselnden Kollegen und Chefs an: Schlipsträger, Lagerarbeiter, golfspielende Firmenerben und eine aufstrebende Managerin - in ihrer Lebenslust ist Lucy einfach unersättlich.
Meine Meinung:
Die Protagonistin Lucy Doyle ist ein 19jähriges Mädchen, die nichts außer Alkohol und Sex im Kopf hat. Der Roman erzählt zwei Monate ihres Lebens (zwischen Schulabschluss und Studienbeginn), in denen sie sich austobt, reichlich Alkohol und Männer konsumiert und sich keinerlei Gedanken über mögliche Folgen ihres Handelns macht. Im wahren Leben würde ihr Verhalten Geschlechtskrankheiten, eine Schwangerschaft oder Aids nach sich ziehen, zumindest aber einen schlechten Ruf oder Probleme mit ihren Eltern. Lucy Doyle soll ein modernes Mädchen darstellen, unabhängig, mit einem starken Willen, ach ja, und sexbesessen - nichts davon ist glaubwürdig.
Leider kommt im ganzen Buch keinerlei Spannung auf, die Charaktere bleiben flach, die beinahe nahtlos aneinandergereihten Sexszenen bieten nichts Neues und sind unerotisch geschrieben. Es gibt keinerlei Romantik, keine prickelnden Liebesszenen und weit und breit keinerlei Gefühle. Weder Orte noch Personen bekommen "Farbe", beim Lesen entstehen keine Bilder im Kopf.
Einziger Pluspunkt: Der Roman ist in Ich-Form geschrieben und die Erzählsprache passt perfekt zur Protagonistin (und dafür gibt's auch den zweiten Stern).
Im Großen und Ganzen bleibt das Buch aber hohl, so hohl wie Lucy, über die man, außer ihrer Vorliebe für Blowjobs, nichts Persönliches erfährt, weder, wie sie lebt, welche Träume und Wünsche sie hat, was sie antreibt, was sie aus ihrem Leben machen will, ja man erfährt nicht mal, was sie studieren will. Lucy bleibt - wie auch alle Nebenpersonen - ohne jeden Tiefgang und daher langweilig.
Das ganze Buch wirkt lieblos dahingeschrieben, als hätte sich die Autorin keinerlei Gedanken über ihre Figuren gemacht, und der entgleiste "Showdown" zum Schluss bewirkte, dass ich froh war, dass ich das Buch endlich zuklappen und ins Regal stellen konnte.


