Goldmann, 2006
1.5 Sterne
Élodie, dreißig Jahre alt, Anwältin in Paris, ist glücklich verheiratet - bis ein Mann in ihr Leben tritt, dessen dunkler Faszination sie sich nicht entziehen kann. Er lässt sie unerhörte Dinge tun und behandelt sie wie eine Sklavin, doch Élodie befolgt all seine Befehle, tut alles, nur um diesen Mann nicht zu verlieren ... (Quelle: amazon)
Nach einem einzigen Treffen ist die Protagonistin ihrem "Gebieter", der, nebenbei bemerkt, diese Bezeichnung absolut nicht verdient, bereits hörig? Dafür brauchts wohl doch ein bisschen mehr, denk ich. Das Buch hinterlässt einen üblen Nachgeschmack. Das Verhalten des "Gebieters" ist widerwärtig und völlig verantwortungslos, das von Elodie einfach grenzenlos dumm und nicht nachvollziehbar. Er gibt ihr nichts, rein gar nichts, ausser totaler Erniedrigung, und sie setzt dafür ihr (Familien)-Leben aufs Spiel und tut nichts, außer auf ihn warten. Dementsprechend langweilig ließt sich das Buch stellenweise, wenn man ihre ständig gleichen Betrachtungen über ihr sinnloses Warten liest. Genauso langweilig sind seine immer gleichen Ankündigungen/Drohungen, die er ihr macht.
Nicht nachvollziehbar und unglaubwürdig, dass sie ihn schon nach wenigen kurzen Begegnungen als ihren Gott/ihren Teufel bezeichnet.
Völlig unglaubwürdig, dass ihr Mann nichts davon mitkriegt, da ja alle Protagonisten mehr oder weniger im selben Kreis verkehren. Ebenso unglaubwürdig sämtliche Nebendarsteller, der Kreis in dem sich Elodie bewegt, besteht offenbar nur aus tollen, gutaussehenden Frauen und (erfolg)reichen Männern.
Ständig hab ich auf den Höhepunkt gewartet, der jedoch nicht kam, und dann war das Buch plötzlich aus. Unglaubwürdig auch das Ende - denn immerhin arbeiten die beiden Hauptpersonen im selben Fach (sind Anwälte) und haben gemäß der Geschichte einen (weitläufigen) gemeinsamen Bekanntenkreis.
Fazit: Die Geschichte ist durchgehend unglaubwürdig, stellenweise ziemlich langweilig, und wenn nicht langweilig, dann äußerst brutal (vor allem psychisch) und widerwärtig.





