Chick-Lit
TB, Bastei Lübbe, 2007, 298 Seiten
2 Sterne
Was wäre, wenn ihre Familie, Freunde und Bekannten wüssten, was Sie wirklich über sie denken…
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht den Schlaftabletten und dem Wodka – und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Ich habe mich von den vielen guten Rezensionen auf Amazon verleiten lassen, das Buch zu kaufen, weil ich immer was brauch, das ich auf dem Weg zur Arbeit in der Straßenbahn lesen kann...
Meine Erwartungen sind allerdings ziemlich enttäuscht worden. Die Idee an sich ist ja köstlich - an der Umsetzung des Stoffes hapert es allerdings an allen Ecken und Enden.
Es ist weder komisch, noch romantisch, wie in manchen Rezensionen behauptet wird. Die "ach so bösen" Abschiedsbriefe sind mehr als lahm, und für diesen Mist entschuldigt sich die Protagonistin Gerri auch noch. Eigentlich ist diese Gerri dämlich und feige und hat das ganze "Glück" das sie letztendlich doch noch ereilt, gar nicht verdient. Doch damit tue ich der Figur wohl unrecht, aber Frau Gier macht es einem in ihrer wirklich schwach erzählten Geschichte ja nicht gerade leicht, die Heldin zu mögen oder gar zu verstehen...
Zwei Punkte gebe ich dennoch, weil ich es immerhin zu Ende gelesen habe und da kommt wenigstens noch ein klein wenig Schwung in die Geschichte, obwohl der ganzen Story an sich jeglicher Pfeffer fehlt.
Fazit: Sie können es beruhigt in der Straßenbahn lesen, denn Sie werden kaum mit Lachkrämpfen die anderen Gäste belästigen und Sie werden auch keinesfalls vor lauter Spannung die Station übersehen, an der Sie aussteigen müssen.